Beiträge von Dahak


    Das technologische Gefälle ist mir durchaus bewußt. Es ist aber keine Entschuldigung, die immer gleichen und sich wiederholenden "Raumschlachten" zu beschreiben. Der einzige Unterschied jeweils ist, wie "rechtschaffen/kalt/effizizent" der Manticoranische Offizier ist, und wie "verrückt/ehrbar/hassend..." der Gegner.
    Im allgemeinen lese ich Bücher, um unterhalten zu werden. Dieses Buch hat mich in keinster Weise unterhalten sondern nur gelangweilt. Szenen auf Planeten, die danach in keinster Weise wieder besichtigt werden, Charaktere, die die Relevanz einer toten Katze haben, ...
    Das ganze "Drama" hätte man als eingedampfte Kapitel im Hauptbuch gut unterbringen können, ohne auch nur einen Hauch zu vermissen (da dieses ja auch genügend Fluff hatte, den man problemlos hätte wegeditieren können).
    Das als eigenständiges Buch zu bringen ist entweder dumm oder dreist, ich bin mir da noch nicht abschliessend sicher. Wahrscheinlich letzteres, in der Hoffnung, noch ein paar Kröten abzuschöpfen und das Pferd noch ein bisschen weiter totzureiten.

    Hatte das eARC mal gelesen.
    Es fällt im Vergleich zu früheren Büchern schon stark ab. Die "Sollies sind doof und greifen trotzdem ab und wir pusten sie aus dem All nach einem lustigen Dialog"-Szenen werden mit der Zeit arg, arg langweilig.
    Die Kapitel in den diversen Poodunk-Hinterwelten sind auch eher unspektakulär und hab dann irgendwann angefangen, das zu überspringen.


    Alles in allem schon sehr enttäuschend.

    Trotz allem, das verträgt sich halt nicht vollumfänglich mit Honor's Gejammer, dass sie ja aus ganz bürgerlichen Verhältnissen kommt, und die hohen sozialen Schichten ihr ja immer fremd waren und was sie nicht für eine arme Familie waren...

    Das die SL so träge reagiert ist sogar das wenig glaubwürdige für mich. Uns fehlt da ja rein historisch der persönliche Erfahrungswert, aber ich glaube, sollte die EU mal 1000 Jahre alt sein, dürfte sie ähnlich träge auf etwas reagieren (man nehme zum Vergleich ja das Gewürge um Griechenland). Es ist glaube ich nicht so trivial, Verkrustungen dieser Menge schnell zu sprengen...


    Und "das ist ja nur der 1. Teil"? Das wär mir jetzt neu. Wahrscheinlich dauert es wieder Jahre bis zum nächsten "Hauptlininenbuch"...

    Meine allgemeinen Kommentare sind ja schon bekannt.


    Die Hochzeit fällt unter "Kann man auch ohne leben". Allgemein ist viel drin, was man zusammenstreichen kann. Das ganze Bürogeschwätz aus irgendwelchen Hinterzimmern in der Galaxie wird nicht spannender, in dem man mehr davon macht.


    Was mich am meisten irritiert: Für einen Friedensvertrag redet man sich den Mund fusslig, aber wenn man plötzlich die Entscheidung trifft, gegen die SL anzugehen werfen sich quasi alle in Haven auf die Granate, als ob's kein Morgen gäbe. Da mag er erklären was er will, es wird dadurch nicht glaubwürdiger und ist nichts mehr, als sein Deus Ex...


    Was Beowulf und Honor betrifft: wieder ein Stein mehr in der Mary Sue ;)


    Und so richtig fehlt mir die "Schlacht" gegen Filareta nicht wirklich. Es wäre ja mehr ein einseitiges Gemetzel.

    Ich hoffe ja noch auf etwas straffendes Editing vor der Veröffentlichung, aber so viel Glück werden wir wohl nicht haben...
    Manche Kapitel sind einfach überflüssig, es gibt mal wieder viel "wiedergekautes" aus Parallel-/Altbüchern und bei der einen oder anderen Sache hatte ich das Gefühl, dass er hier einfach seinen magischen Zauberstab wirbelt, damit er die Story in seinem Sinne weiterbekommt und eine realistischere Betrachtung ignoriert.


    Langsam schleicht sich der Verdacht ein, er hätte sich an die Linie der Napoleonischen Kriege gehalten und es zu einem guten Ende gebracht als die Sache immer und immer weiter auszutreten. Ist ja bald so schlimm wie Wheel of Time...

    Nach der Lektüre muss ich sagen, dass es doch sehr vorhersehbar war. Am Ende doch etwas enttäuschend. Wieder sehr viel bla-bla um eigentlich sehr wenig tatsächliches.

    Zitat von "Versus"

    ... Standarts ...


    StandarD.
    STANDARD. Mit D!!
    Standart ist eine Art Stand, kein Standard.


    Das mußte einfach mal gesagt werden...

    Ein Schiff als "One Trick Pony" zu designen ist halt doch sehr unglücklich. Ich wollte nicht ohne Energiewaffen dastehen, wenn's mal doof kommt.

    Ein SD hat ja nicht nur seine äußere Panzerung. Quasi das ganze Schiff ist durchzogen von gepanzerten Bauteilen, bis hin zu einer zusätzlich gepanzerten inneren Hülle.


    Zitat von "David Weber"


    In addition, "proper" ships of the wall are simply much more heavily built. Framing members are bigger and stronger, designed to withstand far greater punishment at the cost of additional building expense and the sacrifice of some internal volume which might otherwise have been used for additional offensive weapons systems. This is a major reason the concern was raised about the structural integrity of a hollow-cored pod-laying design: building that big an open space at the very center of a ship of the wall was considered by many to be an unwarrantable sacrifice, given the then unproven workability and advantages of the pod concept, of the sheer brute strength which had always been a major aspect of superdreadnought design. Beyond that, however, even inside the "armored belt" proper of a SD, structural bulkheads are also armored bulkheads. In a battleship or a lighter unit, they are designed to meet the normal load bearing requirements of the hull; in a waller, they provide additional armor, creating confinement zones designed to limit and contain damage that manages to penetrate the outer defenses. And in addition to armoring bulkheads for probably between 25 and 33 percent of its total beam, a superdreadnought also has additional passages in that same space. And, finally, the core hull itself is totally surrounded by what is in effect a complete secondary "belt" of extremely heavy armor. So, in essence, a superdreadnought is a thick-skinned honeycomb of tightly integrated defensive barriers, all of its designed to keep the ship alive as long as a single one of its scores of offensive weapons remains operational.

    Dass es Seitenschildgeneratoren (gaah, wie ich die Übersetzung hasse...) gibt, ist ja schon seit dem Anfang bekannt...


    Und, wenn man DW hier richtig interpretiert, ist nicht nur die Stärke der Generatoren entscheidend, sondern ebend auch die Anzahl derer.


    Zitat von "DW"

    vastly "thicker" sidewalls, additional redundancy (for example, a superdreadnought routinely has at least twice the number of generators required to maintain its designed sidewall strength, whereas a battleship might have a 30 percent redundancy factor, a battlecruiser might have a 15 percent redundancy factor, and lighter ships -- in most navies -- would have zero redundancy)

    Nicht umsonst wurde für David Weber's Tendenz seitenlange Abhandlungen an den unmöglichsten Stellen der Begriff "Info-Dump" noch um die Variante "Info-Trance" erweitert...
    Ich glaube mit das Schlimmste war seine Erörterung der Ehrenmedaillen bei irgendeinem Essen. Dem Erzähler müßte bei der Fülle an Info, die er "denkt" die Augen total milchig geworden sein :P


    Aber es is halt wie es is, DW ist für seine Großen Raumschlachten und Viel Bumms (TM) bekannt, und nicht für feingliedrige Schreibkunst...

    Zitat von "Bequimão"


    Ich sehe im E-Arc zahlreiche Dummy-Kapitel z.B Kapitel 34. Zitate von Queen Elizabeth oder Hamish sind zwar gewichtig, aber gleich ein Kapitel wert?


    Das ist kein Kapitel, die 34 (oder die anderen). Das sind einfach "Abschnittswechsel", die DW einggefügt hat und die Handlung in Zeitabschnitte gliedert. Machen ja viele Autoren gerne.
    Das es "Kapitel 34" ist, ist der technischen Struktur des e-Books geschuldet. Wenn du drauf achtest, wirst du merken, dass das Kapitel davor die 30 ist, und danach die 31.

    Zitat von "Stinker"

    Interessant ist der Hinweis, dass es einen ständigen Technologie-Transfer von Manticore nach Beowulf gegeben haben soll. Heißt dass, Beowulf produziert und besitzt Apollo? Dann könnte doch Beowulf den nötigen Munitionsnachschub liefern.


    Ich glaube nicht, daß der Austausch so weit geht. Beowulf ist immerhin noch die SL, so sehr sie auch mit Manticore verbunden sind. Da gibt man seine wichtigsten Infos eher vorsichtig raus. Ich vermute eher, daß es auf dem Niveau des Austauschs mit Erewhon ist.

    Zitat

    Nächstes Offensivziel dürfte Mesa sein.


    Knifflig. Nach dem Angriff, den sie erlitten haben, denke ich, daß Manticore schon vorher mal schaut, was sie da überhaupt erwartet. Einfach auf Verdacht eine Flotte hinzuschicken, wenn man nicht weiß, was einen erwartet...

    Zitat von "HamsterDesTodes"

    Ich mach mal lieber einen neuen Thread auf, um den armen Leute die im andren Thread nur die ersten Kapitel erwarten den Spaß nicht zu verderben.


    Ich finde das Ende ziemlich bescheuert, wenn nicht gar total unglaubwürdig.
    Die ganzen Verhandlungen waren doch nur deshalb so ein Problem, weil Haven innepolitische Probleme hat. Nun will uns Weber erzählen, dass ein Augenzeuge ohne irgendwelche Beweise, ein Augenzeuge den selbst die wohlwollenden Politiker als möglichen Desinformanten betrachten, dieser Augenzeuge reicht plötzlich aus um die Verhandlungen nicht nur zu beschleunigen sondern gänzlich unnötig zu machen?


    Es ist schon ein Funken nachvollziehbar. Zum einen dürfte Pritchard wohl eher geneigt gewesen sein, die Handschuhe auszuziehen, ob der Tatsache, daß sie quasi in ein offenes Messer laufen werden. Und zum anderen haben sie ja vielleicht doch was in ihren Archiven gefunden, was belegt, daß die alte Republik absichtlich gestürzt wurde?
    Jedenfalls denke ich, daß Pritchard, wenn sie der Sache glaubt, ihre Ideale doch kurz über ihre Moral hebt, und ihre innenpolitischen Gegner plattmacht. Und der Hinweis, daß Manticore noch eher bereit wäre, Haven schnell noch platt zu machen, solange man noch Munition hat...

    Zitat


    Un überhaupt - was hat Zilwicki sich dabei gedacht den riesigen Umweg über Haven zu machen? Klar, storytechnisch eine nette Sache, aber leider ohne innere Logik.

    Ich fürchte, die innere Logik wirst du in einem weiteren Buch nachlesen dürfen ;)

    Zitat


    Aber natürlich warte ich jetzt auch mit angehaltenem Atem auf Filaretas Reaktion *g*


    Ich fürchte, daß wird ein ähnlich unaufregendes Kapitel, wie Crandells Angriff. Seitenweise "Ach gug, die Barbaren haben ja Schiffe", gefolgt von "Oops, unsere Flotte ist Staub, wir ergeben uns".

    Zitat


    Das Weber so viel Zeit "verschwendet" hat um die Nebenlinien zu beschreiben halte ich für unausweichlich. Zum einen hat er diese Nebenlinien so wichtig gemacht, dass die Hauptlinie allein nicht mehr ausreicht, zum anderen beruht die Hauptlinie ja auf Honor.....und die ist inzwischen zu hochrangig um wirklich spannende Sachen zu machen. Zumindest nicht am laufenden Band. Es kann nur soviele Megaschlachten pro Jahr geben, und die einzige Megaschlacht in diesem Buch war ja eine totale Niederlage in der selbst Honor keine Zeit hätte irgendwas zu unternehmen.

    Was Schlachten betrifft, war das Buch zumindest eine totale Enttäuschung. Ungefähr genauso spannend, wie Farbe beim trocknen zuzuschauen. Die politischen Implikationen waren diesmal das spannendere...

    Zitat


    Das so viel nur aus zweiter Hand erzählt wurde finde ich auch schade, beschleunigt das ganze aber etwas. Ein Augenzeugenbericht von LaFollets Tod hätte weit mehr Platz verdient als die spätere Benachrichtigung Honors, und so sehr ich LaFollet auch mag hätte das die Geschichte nicht wirklich weitergebracht.
    Soweit also eher ein positiver denn ein negativer Aspekt.

    Das unnötige Rumwatscheln in kaputten Sollie-SDs, die Szene mit Mayhew auf Grayson war komplett ersetzbar,...

    Zitat


    Insgesamt finde ich das Buch für die enorme Wartezeit etwas enttäuschend. Klar, es ist ein Buch das vor allem die Grundlage für den Krieg mit SL/Mesa legt, aber nach 2 Jahren hab ich einfach mehr erwartet.


    Nun ja, DW hat halt zu viele Baustellen aufgemacht, die muß er erst schliessen. Von daher war sowas schon irgendwie absehbar

    Ich habe mir das e-ARC jetzt zu Gemüte geführt, und ich muß sagen dass es die Sache ganz gut in Bahnen lenkt. Gibt so ein paar Kapitel, die eher schleppend verlaufen, und viel wird darauf verschwendet, Ereignisse aus den Nebenlinienbüchern zu beschreiben. Aber man kann nicht sagen, daß das Ende enttäuscht. Auch wenn die Raumschlachten eher nicht so spannend sind...

    Es braucht keinen glühenden Krater für gigantische Verwüstungen und Zerstörung. In Tunguska gibts auch kein Krater ;)
    Wenn du genug Mist mit der Atmosphäre anstellst, dann isses bumms, weil Leben ist dann da nicht mehr möglich drauf :P

    Wie man ja aus den Infodumps von DW herauslesen kann, ist die SL was Forschung und Produktion betrifft, quasi eine Kette von Single Points of Failure.
    Da die Allianz sich davon gelöst hat, den Feind System für System zu besiegen (wie noch im 1. Krieg) und mehr und mehr auf gezielte Aktionen direkt in Feindesgebiet, würde ich erstmal vermuten, daß die 1. Priorität der Allianz darin besteht, dies auszuschalten. Ohne direkte Infrastruktur müssen sie das alles erstmal mühsam wieder aufbauen.
    In dieser Zeit kann Manticore mit gezieltem wirtschaftlichen Druck und etwas Kanonenboot-Diplomatie die SL sicherlich spalten. Außer den Kernsystemen scheint die Liebe für die SL nicht groß genug zu sein, ihr bis in den Tod zu folgen. Die Struktur scheint einfach zu zerbrechlich zu sein, als so einem externen Druck Stand zu halten.

    Selbst wenn der Körper bei Kontakt mit der Atmosphäre komplett verdampfen sollte (gibt es da Berechnungen seitens dir?), so läßt daß die immense Energie, die der Körper trug nicht plötzlich verpuffen. Allein die Effekte auf die Atmosphäre selbst wären unschön.
    Ich würde nicht auf dem selben Planeten sein wollen, dem dies passiert.