Beiträge von Dahak

    Die Mars-Trilogie kann ich nicht unkommentiert lassen ;)


    Wenn es je eine Kaufentscheidung gab, die ich bereut habe, dann diese. Wer drauf steht, Karten bildlich über hunderte Seiten beschrieben zu bekommen, dann ist das sicher was für ihn. Aber bei mir stellte sich eine fundamentale Langeweile nach der 32402934293434503909345. Beschreibung eines Mars-Kiesels oder geologischen Phänomens deiner Wahl.
    Und was Charakterentwicklung angeht... Übel.

    So, nun hab ich das e-ARC auch mal gelesen.
    Rein vom Impact auf die Haupthandlung war das Buch schon profund, aber sonst fand ich es etwas enttäuschend irgendwie. Für mich hat was richtig fesselndes gefehlt. Nicht schlecht, aber auch nicht mein Liebling aus HH.

    Zitat von "Harno"

    Weber hat ja auch bei anderen Autoren geklaut, Stichwort: Horatio Hornblower. Was denkt ihr an wen unsere gute Honor angeleht ist? Der Gute Captain verliert in gleicher Reihenfolge in den Büchern sein Auge und dann den Arm. NUr das der Zyklus schon viel älter ist *smile*


    Nix gegen dich, aber wer lesen kann, ist klar im Vorteil :)
    Denn Hornblower hatte ich in meinem letzten Post selbst erwähnt, ich bin ja schließlich nicht erst gestern auf die Welt gekommen :P

    Manticore ist, zumindest zu Anfang, unbestreitbar UK. Auch durch den kaum verholenen Bezug zu Hornblower und die Zeit der französischen Revolution und Napoleonischen Kriege. Nach einer gewissen Zeit, so nach dem Ende von McQueen, fängt es allerdings an, in eine eigene Richtung zu driften und den Bezug zu der Zeit Napoleons zu verblassen.

    Zitat von "TechnikFreak"

    Ganz Haven´s Geschichte ist meiner meinung nach der Französischen Revolotion nachempfunden.


    Die Tatsache, daß der Anfang von HH die Nacherzählung der Napoleonischen Kriege mit Raumschiffen ist, hat ja quasi einen Bart von hier bis Neptun...
    Man muß schon ein arger Geschichtsautist sein, um *DAS* nicht mitzukriegen...

    Zitat von "Old Tillman"

    Dritter Teil...ich weiss gar nicht was das jetzt soll. Ich hatte beim Lesen denEindruck das das eine seiner Jugendsünden ist die jetzt wegen des beknnten Namens verramscht wird. Läßt Weber jetzt echt Honor ruhen um so einen Mist zu schreiben?

    Jugendsünde wäre eher Apocalypse Troll, daß hier ist neu.

    Zitat


    Das ist so ein Buch wo ich in jedem Kapitel einfach mal ein paar Seiten weitergeblättert habe um eine Stelle zu finden die interessanter ist.
    "Überlegene Technik trifft Mittelalter" ist sowas von durchgekaut, das auch das "Übermachtige Aliens zwingen den Rest der Menschheit auf LostTech zu machen" nichts mehr beschönigen kann. Band zwei dann das tolle "Fachwörterbuch der Segelbegriffe zur Zeiten der blah Marine".


    Hallo??? Dann hast aber nicht wirklich viel gelesen, von/mit Weber, weil das Segelgedöns in vielen eine prominente Rolle spielt...

    Zitat


    Kapitelweise langatmiges lokalpolitisches Gesabbel


    Liest du die selben HH-Bücher wie ich? Da gibt es ganze Bände, die mehr oder weniger politische Abhandlungen zu Manticore sind. Wieso dir das dann erst hier auffällt...?

    Zitat


    und über allem ein Roboter mit Herz der aus welchem Grund noch gleich eine Geschlechtsumwandlung macht? Ist das wichtig für die Geschichte? Eher nicht.


    Weil Frauen in der Zeitperiode eher nicht so als Autoritätspersonen angesehen waren, und sie das pragmatisch umschifft hat?

    Zitat


    Selten so seltsames Zeug gelesen und von allem von Weber ausser Honor lass ich jetzt lieber die Finger.


    Siehe oben. Du scheinst echt nicht viel zu lesen, wenn dir *das* seltsam vorkommt...

    Zitat


    Die Charaktere gefallen mir zum Teil wirklich. Intelligente Dialoge und Handlungen, der völlige Verzicht auf Irrsin als Erklärung für unlogisches Verhalten und eine teilweise nette und überzeugenden Situationskomik sind die guten Seiten an diesen Büchern, aber unterm Strich hat sich das nicht gelohnt.


    Honor ist das beste was ich je gelesen habe und nach einigen Bücher habe ich echt Ehrfurcht vor dem Author bekommen, aber wie man so unterschiedliche Qualität abliefern kann ist mir ein Rätsel.


    Das beste, was du gelesen hast? Ehrfurcht? Bitte was?
    Ich mein, nichts gegen Weber. Aber er ist nicht der weltbeste Sci-Fi-Autor. Seine Charakterisierungen sind meist sehr flach und eindimensional, er hat die Tendenz, extreme Infodumps auf seine Leser loszulassen, ...
    Er ist nett, aber nicht so der Überflieger...

    Zitat


    Ich hätts verstanden wenn das jetzt, wie gesagt, zwei Jugendsünden gewesen wären. Dann wäre Honor die Weiterentwicklung gewesen. Jetzt mache ich mir ob gewisser Tendenzen zu langatmigen Politischen Diskussionen in Honor schon so meine Gedanken.


    Tendenzen????

    Zitat von "MTB"

    kann man kontextabhängig auch mit: "diesmal verstand Pritchart es" übersetzen - bsp. dass Honor Empathin ist.


    Das wäre her "Pritchard got it". Wüßte auf die Schnelle keinen Kontext, der den Satz zu "verstehen" drehen würde---

    So Theorien mag es geben, aber uns hat DW ja gesagt, wie sein Universum funktioniert :D


    Und ich hab noch nie was gg. die Störungssache gesagt. Im Gegenteil, ich war vor Uhrzeiten der erste, der der Meinung war durch gezielten Einsatz von Störquellen (LACs, Raketen, SonstIrgendWas) Apollo zumindest teilweise stören zu können :)

    Zitat von "DestroyerJoe"

    Die Grav-Sensoren funktionieren ja anders als die Methoden, dei wir mit unsren heutigen Technologien benutzen um veränderungen im Gravitationsfeld aufzuspüren. Die Grav-Sensoren können (ich weis nicht wie) die gravitationsbedingte Raumkrümmung bzw. die Verzerrung an der Schwelle Alfaband an ihrem Ort direkt bestimmen und daraus auf die Quellen schließen, die diese Krümmung bzw Verzerrung verursacht. Je weiter man von dieser Quelle weg ist und je enger die Quellen bei einander sind, umso schwiriger wird es die einzelnen Quellen aufzulösen.


    Nicht...ganz.
    Die Gravsensoren erfassen Störungen im Alphaband (*nicht* "Alfa", das ist wahlweise eine Automarke, eine russische U-Boot-Klase,...) des Hyperraums, ausgelöst durch Gravitation im Normalraum; und diese Störungen sind überlichtschnell. Je stärker die Gravitationsquelle, desto stärker die "Kräuselung" (im engl. ripple...) im Alphaband und desto besser und weiter kann man die mit Gravsensoren aufspüren. Ein kleiner Asteroid hat einen eher geringen Effekt, ein aus dem Hyperraum tretendes Raumschiff einen gigantischen.

    Zitat von "Versus"

    Öööhhhhh


    Joa, so is das nunmal in HH.

    Zitat

    Alles was Möglich ist ist im Universum bereits passiert, passiert gerade jetzt und wird auch in Zukunft passieren und das dürften wir doch bestimt irgendwie mitbekommen.


    Und vielleicht entsteht gerade auf einem Planeten am Arsch der Welt intelligentes Leben. Das kriegst du auch nicht mit. Nur weil etwas passieren kann, heißt das nicht, daß du es auch aus deiner aktuellen Situation heraus beobachten kannst...

    Zitat

    Übersetzung wird dringend benötigt. Normalerweise kann ich meine Englich als gut bezeichnen aber das will ich irgendwie nicht verstehen.


    Das bezeichnet die willentliche Aussetzung der Ungläubigkeit; die Fähigkeit, sich auf eine Illusion/Sci-Fi-Physik,... einzulassen und sich dabei unterhalten lassen.

    Zitat von "Versus"

    Das mit dem Störsender halte ich für unwahrscheinlich da man die Gravitation nicht stören kann, nicht einmal im Quarks oder String Bereich. Man kann auch nichts "dazwichenschieben" die Gravitation wirkt weiter und ist weiterhin Messbar.
    Auch irgendwelche "Raumverzerrungen" die im SciFi-Gewerbe gerne genutzt werden funktionieren nicht, die Gravitation wird einfach mit verzerrt.
    Man könnte jetzt natürlich mit Schwarzen Löchern oder so anfangen, ich glaube aber irgendwie nicht das DW irgendwas in die richtung macht.


    Nun ja, die Grav-Impulse und Gravsensoren arbeiten ja auch nicht auf "normaler" Gravitation (weil sonst wären sie ja nur maximal lichtschnell), sondern resultieren aus der Interaktion mit dem Alphaband des Hyperraums, und diese Störungen sind dann überlichtschnell. Auch deshalb kannst du Impeller "verstecken", die Sensoren stören, ...
    Und im normalen Sci-Fi-Gewerbe ist eine "Raumverzerrung" normalerweise eine Stelle mit einem extremen Gravitationsgradienten, da wird keine Gravitation verzerrt. Oder wahlweise topologische Defekte in der Raum-Zeit, alá Monopole, kosmische Strings, weltflächen,...


    Und wenn man mal tief in die Quantenmechanik schaut, wären da sehr wohl theoretische Möglichkeiten gegeben, an der Gravitation zu schrauben, nur sind wir da technologisch noch nen Zacken entfernt von :P


    Allgemein würd ich dir empfehlen, beim Lesen von Sci-Fi das gewisse Etwas an "Suspension of Disbelief" einzusetzen. Ansonsten mußt halt die Finger von nicht-Hard-SF lassen...

    Zitat von "DestroyerJoe"

    Moderne Wallschiffe (SD(P)) sind für ein Energigefecht nicht so gut gegeignet wie ihrer Vorgänger, weil sie Stabilität und Standfestigkeit gegen den mit Gondeln gefüllten Hohlkern getauscht haben.


    Na ja, sooo schlimm ist es auch nicht. Wie DW selbst sagt:
    "The relative structural weakness of the SD(P) should not be overemphasized. An SD(P) with a hollow core is probably at least as tough as a DN with a solid core. In short, while there is some loss of structural strength, it is not truly significant unless you can somehow get the warhead to explode inside the ship."

    Zitat von "Versus"

    Wenn ich mir mal so die Gegebenheiten des Gondelzeitalters ansehe, dann frage ich mich ob schwere Nahkampfwaffen wie z.b Graser in Wallschiffen überhaupt noch Sinn machen.
    Bereits vor dem Gondelzeitalter waren Nahkampfe zwichen Wallschiffen schon eine Seltene Sache


    Das ist in dem Sinne falsch.
    Vor den Pods waren Raketen nur dazu gedacht, einen Gegner aufzumischen, bevor man in Energiereichweite kam und richtig loslegte. Die Pods und daraus resultierenden Riesensalven haben es erst ermöglicht, gegnerische Flotten schon vor Energiereichweite zu vernichten (und den Status-Quo der Gefechtstaktiken zu brechen).

    Zitat


    aber mit den Neuen Weitreichenden Raketen dürften die Zahl der Situationen in denen es zu Nahkämpfen kommen kann in einen Bereich liegen der nahe der Bedeutunglosigkeit liegt.


    Den Schiffsraum könnte man doch bestimmt anderweitig nutzen.


    Man kann vielleicht ein bisschen Raum gewinnen, aber für das bisschen mehr Platz riskierst du dann halt, naggisch dazustehen, wenn dir die Munition ausgeht, oder dich ein Gegner eben doch mal ungeschickt erwischt (oder ein LAC zu nahe kommt). Und dann bist du ohne Energiewaffen quasi Toast. Es hat Gründe, wieso Manticore (aber nicht Grayson, interessanterweise) auf Breitseitenwerfer in ihren SD(P)s verzichten, nicht aber auf Energiewaffen.

    Die Bellerophon hatte das Glück, extrem schnell den Seitenschild oben zu haben bevor die BCs feuern konnten. Die Seitenschilde der BCs waren dahingegen nicht in der Lage, die Salve des DNs signifikant zu schwächen.
    DW sagte ja auch selbst, daß was die Bellerophon mit den BCs gemacht hat, ein SD mit BBs machen würde, nämlich subatomaren Staub. Und in HH's Kampf gegen die Haven-BBs sah es auf Energiereichweite ja auch so ähnlich aus.
    Kleinere Einheiten haben auch nur bei kürzeren Gefechten eine Chance gegen größere, schlicht weil ihnen früher die Munition ausgeht...

    Also Haven nutzt seine Geschütze, um die Raketenabwehr auf den letzten Metern zu unterstützen (weil sie damit die schlechtere Qualität der Hardware und Ausbildung wenigstens etwas kompensieren wollten), quasi ein viel-hilft-viel-Ansatz.
    Uuuund das Zitat gefunden, daß ich gesucht habe :)

    Zitat von "David Weber"


    In addition to counter-missiles and laser clusters, warships routinely use their main battery energy weapons in the anti-missile mode if there are currently no enemy warships in energy range. The "rate of fire" on such heavy weapons is much lower than for laser clusters, but they are longer ranged. Traditionally, the SKM has been relatively comfortable with the performance of its counter-missiles in the long-range interception role, and it has optimized its main battery fire control for ship-to-ship engagements. The People's Navy, on the other hand, has never been as happy with its counter-missile capability and so has accepted larger and more massive fire control arrangements to give its main batteries better targeting discrimination against very small targets in the missile engagement range. (Which could also have a few implications for LAC engaging, too, now couldn't it?)

    Zitat von "Versus"

    ns denn ein Hohlraum SD ist und die SK´s vom alten Standart ginge das, aber wenn der SD und die SK´s aus dem gleichen "waffenzeitalter" kommen dürfte der Kampf durchaus ausgewogen sein.


    STANDARD!! Es ist der Standard, mit D. Eine Standart bezeichnet eine Art von Stand (auf Austellungen, Messen,...).


    Zum Thema:
    Die vor-Pod-BCs hätten keine Chance gegen den SD. Sie können ihm vielleicht etwas weh tun. Sie haben bei weitem nicht genug Raketen an Bord, sind deutlich unterlegen in EW/ECM, ihre Verteidigung ist viel zu mickrig, und sollten sie auf Energiereichweite herankommen, sind sie subatomarer Staub...

    Zitat von "Versus"


    Allerdngs dürfte ein Krieg mit der Solaren Liga nicht allzulange dauern. Entweder sie schaffen es die Sollis mit ihrer Technik schnell nieder zu ringen oder sie verlieren den Krieg.
    Die Solarier haben schlicht und ergreifend den längeren Atem.


    Das ist ja schon öfters diskutiert worden...
    Es kann und darf nicht die Strategie Manticore's sein, militärisch zu gewinnen. Mittelfristig würden sie da die SL schon kleinhalten, aber langfristig ist das schwieriger, ganz zu schweigen davon, daß etwaige Nachfolgestaaten nach einem demütigenden militärischen Sieg Manticore sicherlich die Säbel für eine zweite Runde schärfen.
    Manticore kann nur gewinnen, wenn es durch gezielte militärische Schläge die Unabhängigkeitstendenzen einzelner Sektoren verstärkt, um dann die neuen Staaten freundlich begrüßen. Nur so wird es was...