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21

Donnerstag, 24. Juni 2010, 15:29

Re: Parnells Pläne

Zitat von »"Isvarian"«

Zitat von »"Icaraene"«

Aber das ist ja der Punkt bei der ganzen Sache. Warum sich die Mühe machen einen weiteren Terminus zu erobern, wenn man auch so an Ziel kommt.

Operation Leuktra:

100 havenitische SD'S greifen frontal den Wurmlochknoten des Manticore-Systems an. Der Knoten ist außerhalb der Hypergrenze, dass heist null Vorwarnzeit. Und 100 SD's sollten genügen, um mit jedem Wachgeschwader fertig zu werden. (trotz des Technologievorsprungs) Auf diesen Angriff muss die Homefleet reagieren. Sie beschleunigt also in Richtigung Wurmochknoten. Eine Zweite havenitische Flotte ca. 150 SD's hält sich im Hyperraum bereit, und transistiert weit genug entfernt, um sich nicht der Homefleet stellen zu müssen und greift das innere System an, während die Homefleet noch auf den Knoten zu hält. Selbst wenn Haven die 100 SD's die denn Knoten angegriffen haben, verliert, hat Manticore trotzdem auch schwere Verluste erlitten. Außerdem hat die andere Haviflotte wahrscheinlich das innere System verwüstet (Hephaistos, Vulkan).

Also braucht Haven doch nicht unbedingt einen 2ten Terminus. :mrgreen:


Eben doch - eben weil sie nicht so einfach mal eben Richtung Manticore marschieren können - Manticores BASEN SIND IM WEG. Wenn die VFH ihre Schiffe zusammenzieht, kriegt Manticore das sofort spitz und führt Präventivschläge. Denk in Begriffen des 1.WK-Stellungskrieges, dann ist das ganz einfach zu verstehen. Haven konnte Manticore nicht kassieren, ohne zuvor die RMN zu vernichten - also die mobile Komponente, denn sonst hätte die RMN auf einmal das Haven-System selbst angegriffen, während die VFH sich noch gesammelt hätte. 1905 PD dachte man in Begriffen des langsamen Vormarsches System für System, wie seit Jahrhunderten. Da ist keiner auf die Idee gekommen, mal eben um 10 Systeme herumzufliegen, dafür hatte man schlichtweg nicht die technischen Voraussetzungen. Allein die Munitionsversorgung wäre alptraumhaft gewesen. Und wo sollen die beschädigten Schiffe sich hin zurückziehen? Nochmal durch den ganzen Basenkordon hindurch? Mit sonstwas für Schäden?


Der einzig richtige Satz in dieser ganzen Erklärung ist "1905 PD dachte man in Begriffen des langsamen Vormarsches...."

Selbstverständlich gab es auch damals schon die technischen möglichkeiten das gegnerische Heimatsystem direkt anzugreifen. Selbstverständlich hätten sich beschädigte Schiffe ungehindert zurückziehen können, ohne von irgendwelchen feindlichen Basen daran gehindert zu werden.
Das einzige was die Parteien an solchen Tiefenvorstößén gehindert hat, waren altverwurzelte Doktrinen (und natürlich die Notwendigkeit eine gute Geschichte zu schreiben).
Die Schiffe selbst hätten mit der Entfernung keine Probleme, und da sich feindliche Basen nciht im Hyperraum befinden, hätten diese Basen auch keinen gestört.

Icaraene

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22

Donnerstag, 24. Juni 2010, 15:37

Re: Parnells Pläne

Genau das habe ich gemeint.
Herr, gib mir die Kraft Dinge zu verändern, die ich ändern kann.
Gib mir die Geduld, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
Und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
(Schwäbischer Abt Öttinger ca. 1750)

Es gibt mehr Leute, die kapitulieren,
als solche, die scheitern.
(Henry Ford, US-amerikanischer Automobil-Industrieller)

23

Donnerstag, 24. Juni 2010, 19:08

Re: Parnells Pläne

Ein Problem mit diesen Tiefenvorstößen ist halt das sie tief sind und das beschädigte Schiffe sich ohne Basen sehr weit zurück ziehen müssten.
Haven-System über 200 Lj. von Manticore entfernt und nicht alles kann von Reparaturschiffen repariert werden.
Außerdem kann des Nachschub nicht allein auf Versorgungsschiffen hinterher transportiert werden er muss da sein.
Die 7. US-Flotte hat ihr HQ in Japan und die 6. hatte ihres in Italien und heute in London. Weiterhin haben sie eine Flugzeugträg in Japan stationiert statt in Hawai oder an der Westküste der USA.
Admiral_Ravenheim aka DerUnsterbliche

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24

Donnerstag, 24. Juni 2010, 19:43

Re: Parnells Pläne

Zitat von »"HamsterDesTodes"«


Der einzig richtige Satz in dieser ganzen Erklärung ist "1905 PD dachte man in Begriffen des langsamen Vormarsches...."


Kommentar: Ich hasse es, wenn ich den Eindruck bekomme, dass jemand nur einen einzelnen, stark verkürzten Beitrag liest (auch ich habe keinen Bock, alles mehrfach zu schreiben) und dann einen solch abfällig klingenden Kommentar ablässt! Das kann man auch etwas netter formulieren! :x


Natürlich könnte man mal eben direkt in jedes beliebige System einmarschieren.
Natürlich kann man mal eben ins Sol-System einrücken, wenn einem danach ist! (Man kann mit einem Impeller in einer Sekunde auch von Null auf Lichtgeschwindigkeit und macht es trotzdem nicht, da war doch noch irgendwas...)

Und währenddessen? Oh, stimmt, was ist währenddessen? Da war doch was... ich habs gleich... ach ja:
Währenddessen deckt man die eigenen Systeme nicht mehr und wenn man zurückkommt vom ach so siegreichen Angriff, bei dem man trotzdem selbst noch 100 bis 200 Schiffe an die Wachverbände und die Systemverteidigung verloren hat - denn die wussten, dass man kommt, Aufklärern sei Dank - , dann grinsen einen die geschlagenen Verlierer an, während sie auf den brennenden Trümmern dessen, was vor kurzem noch das eigene Hinterland war, Würstchen grillen! Denn huch, im Falle Manticores zum Beispiel standen ungefähr 60 DNs und SDs ja gar nicht im feindlichen Heimatsystem und konnten frei herumvagabundieren, weil man sie nicht mehr im Auge hatte... ups, blöder Fehler aber auch... und jetzt? Baut die tolle Technik einem die zerschossenen Systeme wieder auf? NEIN!

Das habe ich jetzt schon mehrfach zu erklären versucht, denn deshalb ist ein direkter Angriff auf Manticore 1905 bei der in der Serie gegebenen Konstellation nicht möglich. Technik hin oder her! Und ich werde es jetzt nicht nochmal versuchen.
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25

Donnerstag, 24. Juni 2010, 21:18

Re: Parnells Pläne

Isvarian es gibt im Honorverse keine Schützengräben, Stacheldraht oder MG-Nester! Haven hatte keine Probleme Thomas Teißman im Barnett mit Nachschub zu versorgen.
Durch die eingeschränkte Sensor-Reichweite im Hyperraum sind Versorgungsschiffe nur sehr schwer zu finden, deshalb sind Gefechte im Hyperraum so selten, die feindlichen Flotten haben Probleme sich überhaupt zu finden.
Dein Argument das wenn Haven einen zweiten Knoten kontrolliert, die Bedrohung für den Nexus steigt, da dann in kurzer Zeit mehrere Wellen den Nexus angreifen können und die Verteidigung dort überwinden könnte, überzeugt mich, für einen solchen Angriff müssten die Wellen nicht einmal 100%zig zeitgleich sein, solange die RMN aus dem System nicht vor der 2. Welle eintrifft.
Dies würde weitere Schiffe am Knoten binden, die nicht für andere Flotten zur Verfügung stünden.
Du machst nur mehrere Fehler:

1. Ein zahlenmäßig überlegener Gegner wie Haven ist überall zahlenmäßig Überlegen! Am geringsten ist die Überlegenheit bei einem Angriff auf das Manitcore-System , am größten ist sie bei einem Angriff auf einer der vorgeschobenen Basen mit seiner Flotte. Diese vorgeschobenen Basen geben also Haven die Möglichkeit sie mit überlegenen Kräften zu vernichten. Haven hat die Initiative. Wie wäre die Schlacht um Hancock ausgegangen wenn Haven mit allen verfügbaren Schiffen angegriffen hätte und nicht gleichzeitig das Jelzin-System angegriffen hätte. Das gleich gilt für Operation Dolch ohne Operation Versteckpferd (Im Exil).
Haven wollte schnelle und billige Siege hat sich deshalb verzettelt.

2. Auflklärer im Honorverse sind kaum schneller als die angreifende Flotte, die Vorwarnzeit beträgt einige Stunden. Zu wenig um andere Flottenteile zu Konzentrieren wenn diese mehrere Tage entfernt sind. Das gilt sowohl für den Fall um alle Schiffe im Manticore System zurück zu Rufen oder den Flotten den Angriffsbefehl zu erteilen. Haven könnte das Haven-System mit 50 SD und Forts schützen und hätte immer knapp 350 SD für einen Angriff auf die 128 SD der Home Fleet übrig. Und wenn das Manticore System erobert ist können die anderen Flotte ruhig Amok-Laufen der Krieg ist verloren.
Admiral_Ravenheim aka DerUnsterbliche

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Icaraene

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26

Freitag, 25. Juni 2010, 00:11

Re: Parnells Pläne

Danke Admiral_Ravenheim genau das wollte ich damit sagen. Die Eroberung eines Zweiten Terminus würde außerdem nur unnötige Ressourcen binden, in Form von Wachgeschwadern, Nachschub, was zu einer Verzettelung der Flottenstärke führt. Dies war ja genau der Sinn der vorgeschobenen Basen der Allianz, das Haven mehr Systeme schützen musste und so seine Flotte aufsplitten musste. Desweiteren ist es sehr schwer eine Offensive von zwei so weit entfernten Punkten zu koordinieren(Basilisk und Trevors Stern). Ein Zweiter Terminus macht nur Sinn, wenn man lokal nicht die nötige Flottenstärke aufbringen kann um eine Übermacht zu erzielen.(siehe HH6) White Haven nutz den Terminus, um blitzschnell einen Verband der Homefleet zubekommen, den man eigentlich nicht vom Heimatsystewm abziehen kann. Andersherum macht das keinen Sinn da Haven ja sowieso die Übermacht hatte.

ABER trotzdem wäre auch nach Errichtung der Basen ein Frontalangriff auf Manticore möglich gewesen. Die Homefleet war sehr reduziert und wenn die VFH wirklich zu sehr hohen Verlusten bereit gewesen wäre, hätte sie Manticore sicher zeitweise besetzen können.
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27

Freitag, 25. Juni 2010, 01:22

Re: Parnells Pläne

Der erste Weltkrieg war ja auch nur ein Vergleich, aber irgendwie gelingt es mir nicht, den Gedankengang zu vermitteln.

Und Barnett war nicht isoliert, sondern steht an der Südflanke von Trevors Stern und hat dieses System bedroht - deswegen konnte die Achte dort nicht weg, denn wenn sie weitergeflogen wären, hätte die VFH Trevors Stern zurückkassiert und damit wäre alles wieder beim alten gewesen.

Und natürlich hätte Haven an jeder x oder y-beliebigen Basis lokale Überlegenheit aufbauen können - aber sie sind eben NICHT überall überlegen! Das sind sie 1921 PD noch immer nicht, das sagt sogar Theisman selbst!

Aber ich gebs jetzt echt auf, wir reden hier aneinander vorbei und ich habe keinen Bock, mich am Ende noch wegen sowas mit irgendjemand hier in die Haare zu kriegen.

Ich lasse jetzt einfach Admiral Parnell persönlich zu Wort kommen: Band Drei, Seite 16ff (wissen wir ja alle)

Und die Theorie eines Angriffs durch das Wurmloch - samt sämtlicher Vorteile und Nachteile steht, wie wir auch alle wissen, in Band Eins, Seite 80 ff.

Wenn man die beiden Stellen miteinander kombiniert und dann noch die 1905 geltende Doktrin und die 50 Jahre von Haven genutzte Taktik des entscheidenden Eröffnungschlages dazunimmt, springt einen förmlich an, warum Parnell so geplant hat und nicht so oder so. Oder sonstwie.
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28

Freitag, 25. Juni 2010, 17:16

Re: Parnells Pläne

@ Isvarian wir haben jetzt ein lebhafte Diskussion, jeder von uns vertritt seine Meinung und sollten wir uns dabei in die Haare geraten dann sei es so. Oder es wäre Langweilig. Es gab im alten Forum mal eine LAC-Tender Thread über 29 Seiten :!: :D

So ich wie es sehe argumentieren wir aus unterschiedlicher sicht, du aus der Sicht Havens ich aus der Sicht Manticores.
Haven braucht vorgeschobene Basen um seine Eroberungen zu Verteidigen und Besetzen zu können. Das führt zu einer Verteilung der Flotte. Dieses Problem haben alles Mulit-System Staaten im Honorverse.

Manticore ist nicht auf Eroberungen aus und muss dem entsprechend nur ein System verteidigen das eigene.
Solange Haven das Ziel das Manitcore-System, eigentlich den Wurmlochknoten, zu erobern nicht aufgibt, führt kein Weg an der Mutter aller Raumschlachten gegen die RMN vorbei :!: Dabei ist es uninteressant wie Haven seine Flotte zum Manticore-System bringt per Hyperraum oder per Wurmrochknoten/Hyperraum und die Flotte muss groß genug sein um die RMN im Heimatsystem zu schlagen.
Wann sind die Chancen der RMN diese Schlacht zu gewinnen größer mit 128 SD (+DN) der Home Fleet oder mit den gesamten 309 Wallschiffen der RMN :?:
Wenn diese Flotte den Weg normal durch den Hyperraum nimmt ist sie konzentriert und hat kein mit der Koordination. Und in beiden Fällen schießen sich die Flotten nicht an den vorgeschobenen Basen der Manties frei.

Manticores vorgeschobene Basen schützen keine für Manticore wichtigen Systeme und damit schwächen sie Manticore.
Haven muss nicht immer und überall eine lokale Überlegenheit haben, es reicht wenn sie sie dort haben wo sie angreifen und die Volksrepublik ist groß genug das sie die Flottenverbände solange verschieben können bis das ONI den Überblick verliert oder die Meldung zu spät eintreffen.
Hätte Parnell seine Kräfte nicht geteilt sondern hätte mit allen Hancock angegriffen, wäre im der Sieg sicher gewesen selbst dann wenn Parks seine Kräfte nicht verteilt hätte.
Ich habe nicht behauptet das Barnett isoliert war, im Gegenteil ich schrieb das die Havies Barnett ohne Probleme mit Nachschub versogen konnten!
Du hast Recht das Manties Barnett plus die stationierten Verbände nicht ignorieren konnten. Barnett wäre ein Ruckzugpunkt falls ein Flottenverband Trevors Stern nicht im ersten Versuch hat einnehmen können. Nur die Flotte selbst könnte von hinter Haven kommen und sämtliche möglichen Basen der Manties zwischen Haven und Barnett umgehen.
Stützpunkte werden gebraucht wenn eine Flottenverband länger oder dauerhaft in einen Gebiet operieren soll.
Admiral_Ravenheim aka DerUnsterbliche

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29

Freitag, 25. Juni 2010, 18:28

Re: Parnells Pläne

AAAAAAAAHHHH - jetzt glaube ich, sehe ich, wo der Hund begraben liegt.

Okay, du sagtst, die Verteilung schwächt Manticore, weil sie, wenn sie alles im Heimatsystem hätten, größere Chancen hätten, den Kampf zu gewinnen.

Da übersiehst du aber eine Kleinigkeit:

Würde die RMN sich auf das Manticore-System beschränken, hätte sie den Vorteil der Konzentration - würde aber das Bewegungselement verlieren.

Und zudem stünden 412 havenitische SDs und 48 DNs gegen 188 SDs plus 121 DNs - was mit einem kleineren Schiff passiert, das sich 1905 PD einem größeren stellen muss, wissen wir doch noch alle, oder?

Würde Haven mit allen 412 SDs kommen, wäre die RMN Asche - und zwar einfach, weil es ihr gehen würde wie der Homefleet in der Schlacht von Manticore - sie müssten die VFH frontal abfangen, bevor sie Sphinx erreichen und die Raumwerft zerstören. Keine Tricks, keine Manöver, Mündung gegen Mündung und feuern, was die Rohre hergeben. Und Haven könnte zudem auch noch alle 374 Schlachtschiffe mitbringen, die sich um die manticoranischen BCs und Cs kümmern würden.

Diese Konzentration an Feuerkraft seitens der Haveniten wäre aber nur aus einem Grund möglich: Weil sie ganz genau wüssten, wo die RMN steht.

Und jetzt kommt das Interessante bei der Verteilungstaktik - die natürlich die lokale Stärke der Homefleet schwächt, keine Frage.

AAABER:

Wenn die RMN insgesamt 60 SDs außerhalb des Manticore-Systems stehen hat, von denen die VFH nicht 100%ig weiß, wo sie stehen ... kann die VFH die nicht mit dem Eröffnungschlag auf das feindliche Hauptsystem erwischen, richtig? Somit müsste sie entweder

Variante 1) Eine zweite oder sogar mehrere Flotten abzweigen, die sich simultan um die detachierten Wallschiffe kümmern - was sie zwingt, an zwei, drei oder vier Stellen gleichzeitig entscheidende lokale Übelegenheit aufzubauen - was dann wieder den Hauptangriff massiv schwächt (und zudem schwieriger zu planen ist als ein simultaner Angriff über zwei Termini, denn die Schiffe sind so frech und bewegen sich eventuell woanders hin)

Klingt "etwas" schwierig, oder?

Oder

Variante 2) genug Wallschiffe zurücklassen, die die eigenen wichtigen Systeme vor diesen vagabundierenden Schiffen schützt - denn selbst wenn Manticore selbst fällt, glaubt hier jemand, 60 SDs unter unabhängig kommandierenden und stinksauren Flaggoffizieren streichen dann einfach die Flagge und fügen sich? Wohl kaum! Die haben wahrscheinlich stehende Befehle für solche Fälle und würden dann schnurstracks nach Trevors Stern, Lovat, Jouett und Haven marschieren, weil sie wüssten (über die unvermeidlich ausgesandten Kurierboote), dass die wichtigen Systeme des Gegners praktisch ungeschützt sind (1905 PD hatte man noch keine Systemverteidigungsgondeln, wie wir wissen). Unterwegs würden sie noch alle Basen der VFH zusammenschießen - was einige Planeten voller Entzückung zu Aufständen nutzen würden.


Die VFH muss sich also verzetteln, wenn sie nicht das Risiko eingehen will, bei der Rückkehr nur noch schwelende Trümmer zu finden. Und das muss sie, weil sie nicht davon ausgehen kann, dass sie alle RMN-Wallschiffe mit einem Schlag erwischt.

Das bedeutet im Klartext: Mindestens 80 SDs sind schonmal mit dem Schutz Havens gebunden - für alle Fälle, weitere ... sagen wir... 56 mit dem Schutz von Jouett (Anmerkung: Dieses System wird in HH13 als fast so schwer verteidigt wie Haven beschrieben - das wird auch 1905 PD so gewesen sein) und 32 - 40 mit dem Schutz von Lovat. Trevors Stern stehen vielleicht auch noch 24 - 32 herum. Es müssen dabei SDs sein, keine DNs, die bringen nichts, wenn da feindliche SDs aufkreuzen. Die Schlachtschiffe fallen alle aus, weil da ja auch noch die 199 manticoranischen Schlachtkreuzer sind, von denen viele ja auch außerhalb des Heimatsystems stehen - und die dann die unzähligen zweit- und drittrangigen havenitischen Systeme ausweiden würden - vergesst nicht, wie viele Systeme die VR wirklich kontrolliert. Wir kennen nur die, in denen es geknallt hat oder die erwähnt werden - aber da gibt es noch sehr viele mehr. Oder hat jemand mal was vom LaMartine-Sektor gehört, bevor er explizit in einem der Bücher erwähnt wurde?

Alle diese Systeme müssen irgendwie geschützt werden - und zwar mindestens vor BCs, die wichtigen vor SDs. Selbst für jeden Mantie-Zerstörer muss die VFH mindestens zwei in jedes eigene System abstellen, sonst rauscht der irgendwo an und feuert Raketen auf ballistischen Bahnen mit annähernder Lichtgeschwindigkeit auf stationäre Ziele.

Und damit reduziert jedes einzelne System die Anzahl der Schiffe, die Haven freistellen kann, ohne unverantwortliche Risiken einzugehen.

Wie sieht die Rechnung aus, wenn von den 412 havenitischen SDs knapp 200 - 220 nicht zur Party erscheinen können, weil sie Haven, Trevors Stern, Lovat, Solon und Jouett bewachen müssen und die 374 Schlachtschiffe das knappe Drittel Dampfkochtöpfe zuhalten müssen, aus denen Haven besteht? Elaine Dumarest redet irgendwo in Band 1 oder 3 davon, dass sie auf 1/3 der eroberten Planeten Widerstandsgruppen haben, die nur auf eine Gelegenheit warten? 1921 PD konnte Haven nur kanpp 50% seiner SDs loseisen, der Rest musste die Tür bewachen, weil die Achte Flotte vielleicht gerade mit ihren wievielen? 24? Gondellegern irgendwohin unterwegs war! 300 (!) Gondelleger, um 24 im Zaum zu halten! Bitte mal die Zahl auf der Zunge zergehen lassen :mrgreen: Gut, 1905 PD gabs keine Gondelleger, aber die Kampfkraft ist 1921 PD wieder etwa "gleichwertig" (sonst wäre Haven schon längst weg) - also hätte 1905 PD auch knapp die Hälfte nicht zur Verfügung gestanden.

Wie sieht die Rechnung also aus? So:

412 - 190 = 222 SDs (sagen wir jetzt mal, die DNs bleiben zuhause, damit ein paar SDs mehr mitkommen können) gegen 128 SDs und - sagen wir - 100 DNs (ein paar davon sind ja AUCH NOCH sonstwo unterwegs, harr)

222 plus Escorten gegen 228 (technisch überlegene) plus Escorten und dann auch noch die Systemverteidigung oder die Knotenforts, wenn sie wirklich aufräumen wollen, was heißt wollenß Müssen! ... irgendwie klingt das doch größenwahnsinnig.


Kurz: Die Verteilung der RMN schwächt natürlich die unmittelbare Stärke der Homefleet, aber zwingt Haven genau so zur Verteilung, womit sich das wieder ausgleicht.

Haven kann in dieser Situation schlichtweg nicht genug Schiffe gegen Manticore selbst massieren, bevor es sich nicht um die "mobile Komponente" gekümmert hat. Manticore wiederum kann in den "verschmerzbaren" Systemen "formale" Gefecht führen, ein paar Schiffe abschießen, ohne selbst entscheidend geschlagen zu werden und die Haveniten müssen die eroberten Systeme schützen - und zwar mit weiteren Schiffen - sonst fliegen sie weiter und hinter ihnen kommt das ausgewichene Wachgeschwader zurück und macht die Tür zu.


Wieviel Manticore aber für mobile Operationen abstellen kann, hängt unmittelbar damit zusammen, wieviel plötzlich durch den Knoten kommen kann - und wenn Haven diese Masse durch den Besitz mehrerer Termini vergrößern kann... dann muss die RMN mehr ihrer Schiffe ins Heimatsystem zurückrufen, um diese Bedrohung zu kontern. Damit sind mehr Schiffe zwangsweise da, wo der Hammer fällt, es können also weniger herumgondeln und damit kann die VFH die Wachverbände ALLER eigenen Systeme reduzieren - sie stellen also nicht nur 30 von 80 bei Haven frei, sondern 30 bei Haven, 24 bei Jouett, 16 bei Lovat, dann noch ein paar hier und da...

Und schon lautet die Rechnung:

Ca 300 SDs plus 48 DNs plus Escorten gegen - sagen wir - 160 SDs plus 100 DNs

Macht zusammen: ~ 348 Schiffe - von denen die meisten SDs sind - gegen 260 - von denen fast die Hälfte DNs sind...

1905: SD gegen DN - SD gewinnt!

HAVENS CHANCEN STEIGEN!!


Deshalb wollte Parnell den zweiten Terminus haben - nicht um dadurch anzugreifen, sondern um die RMN zu zwingen, ihre Schiffe beim Kontern der möglichen Bedrohungunter dem Hammer zu konzentrieren und gleichzeitig den großen Hammer schwerer machen zu können... darauf will ich die ganze Zeit hinaus.

Die Alternative lautet, sich mit jeder popeligen Basis beschäftigen zu müssen, um die mobilen Einheiten der RMN als mögliche Bedrohung für das eigene Hinterland auszuschalten (wärhrend die dauernd ausweichen und dann zurückkommen), um nach dem Wegfall der Bedrohung eigene Kräfte freisetzen und massieren zu können... was dann ja genau das ist, was sie tun mussten, nachdem der Terminusplan durch die Luftschleuse war - und was so wunderbar in die Hose gegangen ist.

Hancock Eins und Jelzin Drei waren ja praktisch Versuche, die beiden größten Kontingente außerhalb von Manticore mit überlegenen Kräften zu erwischen, damit die aus der Rechnung gestrichen sind - damit man sich eben keine Gedanken um sie machen muss, während man gegen Manticore marschiert... nur standen dann plötzlich 32 SDs mehr bei Jelzin und bei Hancock hat die VFH 10 Dreadnoughts samt Abschirmung verloren - und schon wars das mit der lokalen Überlegenheit...

Die Verteilungsstrategie hat also aus manticoranischer Sicht wunderbar funktioniert, oder?
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Icaraene

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30

Samstag, 26. Juni 2010, 10:11

Re: Parnells Pläne

Ich mache es jetzt kurz und schmerlos, weil mich dieses Thema zu nerven beginnt.

Isvarian du hast teilweise Recht. Nachdem die manticorianische Allianz gegründet wurde, ist es sehr sinnvoll zu versuchen den gegner zu konzentrieren, wenn man lokal eine starke Übermacht aufbauen kann. Deshalb mehrere Termine --> die Homefleet muss groß bleiben --> mehr Schiffe --> Haven kann mehr gleichzeitig angreifen. ABER 1900 PD gibt es noch keine Vorgeschobenen Basen der Manties, niemand im bekannten Universum kennt Grayson(so zu sagen). Und deshalb ist der Plan der Havies damals nicht besonders sinnvoll. Klar es ist immer gut seinem Gegner wichtiges Territorium anzunehmen, aber in diesem Fall nicht nötig.

Eine andere Möglichkeit war die, dass Parnell Basilisk nehmen wollte, damit eine Route in die Silesianische Konföderation frei würde, was ja auch ein langristiges Ziel Havens war. Und Manticore hätte es im Besitz von Basilisk nie Geduldet, das Haven in Silesia interveniert.
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31

Samstag, 26. Juni 2010, 13:34

Re: Parnells Pläne

Zitat von »"Icaraene"«

ABER 1900 PD gibt es noch keine Vorgeschobenen Basen der Manties, niemand im bekannten Universum kennt Grayson(so zu sagen). Und deshalb ist der Plan der Havies damals nicht besonders sinnvoll. Klar es ist immer gut seinem Gegner wichtiges Territorium anzunehmen, aber in diesem Fall nicht nötig.


1900 wollten die Havies aber mit Manticore auch noch nicht auf die Matte steigen - tatsächlich waren sie sich sogar nicht sicher, ob sie sich einen Krieg leisten können und an den restlichen Mitgliedern der späteren Allianz hatte sie eigentlich kein Interesse, weil sie da draufgelegt hätten - und Geld hatten sie schonmal keines.

Zu diesem Zeitpunkt waren nämlich weder RMN noch VFH wirklich für den großen Schlagabtausch bereit - Manticore hat sich seit 50 Jahren auf die Konfrontation vorbereitet und war froh um jedes Jahr, wo es noch nicht knallt, denn da konnte man weiter rüsten und Haven hatte gerade viel im eigenen Hinterhof zu erledigen - leere Kassen, gleichzeitig steigende LHZ-Forderungen, ein permanent am Rande des Aufruhrs stehender Pöbel, 1/3 der Planeten unsicher, die letzten Eroberungen noch nicht richtig verdaut ... da sucht man keinen außenpolitischen Stress... vor allem nicht mit dem stärksten Gegner im ganzen Sektor...

Und richtig: Haven wollte eigentlich nach Silesia, denn dort gab es was zu holen, trotz aller politischen Kernschmelzen und das auch noch relativ stressfrei, sie hätten wahrscheinlich nur die richtigen Leute kaufen müssen. Nur dummerweise lag halt Manticore mit seiner dann doch etwas dickeren Flotte im Weg. Im Süden lag wiederum Erewhon, das 1900 PD noch mit der Liga verbündet war - damit war diese Richtung dicht, denn 1900 hätte sich wirklich niemand mit der SLN angelegt. Und im Norden war Basilisk im Weg.

Aber 1900 PD gab es im Sternenkönigreich starke politische Strömungen, die gegen die Annexion von Basilisk waren, was sich ja auch im allgemeinen Zustand von Basilisk-Station wiedergespiegelt hat (damals war Janacek Erster Lord und wir wissen ja alle, was der von "imperialistischen Abenteuern" gehalten hat) - hätte man es also geschafft, die Situation in Basilisk dermaßen zu destabilisieren, dass das System hochgegangen wäre (was ja der Sinn hinter Odysseus war), dann hätten die innenpolitischen Zankereien Manticore wohl zum Rückzug gezwungen bzw sie hätten einer Intervention Havens nicht schnell genug energisch entgegentreten können, weil die Konservativen im Oberhaus nicht mitgespielt hätten (die haben ja eh immer wegen Basilisk gejammert und Herzog Cromarty hat sie damals noch gebraucht) - ergo hätte Haven Basilisk kassiert, OHNE einen Krieg mit Manticore anzufangen und sich dort festgesetzt.

Dann wäre die Nordroute nach Silesia erstmal frei gewesen und man hätte Manticore gemütlich flankieren können... und für später wäre der zusätzliche Terminus vielleicht nützlich gewesen

Dass es irgendwann knallt, war natürlich jedem klar - aber nur, weil man das weiß, heißt das ja noch lange nicht, dass man kann, wie man will. Und das die ach so isolationistischen Manties, die nie irgend eine Neigung zur "Expansion" gezeigt haben und schon mit einem eigentlich unbewohnten System wie Basilisk so einen innenpolitischen Stress haben, dann "plötzlich" die Manticoranische Allianz aus dem Hut ziehen und sich von einem Ein- in einen Viel-System-Gegner verwandeln... also die Haveniten sind zwar vieles, aber in die Zukunft sehen können sie nicht...
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Lieutenant jg.

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Freitag, 29. Juni 2012, 17:13

Re: Parnells Pläne

Ein Angriff durch die Wurmlöcher ohne vorher die Forts auszuschalten bzw. unterstützt durch Kräfte im System ist extrem unwahrscheinlich. die Forts sind ja entsprechend stationiert, dass sie nicht gleich in Energiwaffenreichweite der Angreifer liegen.
Zwar könnte man die Forts durch 1 oder 2 Wellen ernsthaft beschäfigen aber bestimmt noch nicht völlig ausschalten und finde mal 54 Besatzungen die in den TOD springen.

Hätte Parnell aber vorher z.B. durch einen groß angelegten Raid durch den Normalraum die Forts beschädigt, bzw. ausser Gefecht genommen hätte Manticore auf Dauer dort Einheiten stationieren müssen oder sie hätte den Terminus garnicht mehr benutzen können, da ja jederzeit was durch kommen und die Frachter hätte abbalern können. Parnell hätte damit Manticore ausgeblutet.
Da die Verteidigungsflotte auch noch ausserhalb der Hypergrenze hätten stehen müssen, wäre ein Angriff wie ihn Giscard in Basilisk versucht hat gegen eine Flotte möglich geworden, was nur schwer zu kontern ist.
Hätte er auch nur kurz die Kontrolle gehabt hätte er ein Kurierboot durchschicken können und die Wachverbände von Basilisk und Trevors Stern im Eiltransit nach Manticore geholt, was ihm innerhalb kürzester Zeit eine erhebliche numerisch Übermacht verschafft hätte.
In jedem Fall hätte Parnell die Mantis gezwungen die Homefleet aufzuteilen und Einheiten gebunden, da die Forts ohne mobile Komponenten doch erheblich an Kampfkraft einbüßen würden.

Desweiteren hätte Basilisk sofern man Trevors Stern noch nicht hatte, Manticore die Möglichkeit gegeben wirklich schnell eine große Flotte in die Nähe der Haveniten zu bringen, ein System anzugreifen und sich sogar bis nach Manticore zurück zu ziehen bevor sie reagieren könnten, was in jedem Fall einen großen Verband in der Nähe von Basilisk gebunden hätte.

Interessant wäre eigentlich gewesen wie das Anderman Reich reagiert hätte, wenn sich die Republik sowohl in Basilisk festgesetzt hätte als auch den Mantis temporär den Wurmlochterminus genommen hätte, zum Beispiel weil man die 1. havenitische Flotte und die beiden Wachverbände um den Terminus gruppiert bis Manticore genug Schiffe hat sie aus dem System zu werfen.

Für das Reich wäre das eine doppelte Bedrohung.
Erstens eine Einfallroute nach Gregor und 2. dauerhafte Präsenze nahe Silesia.

Wenn Manticore genug geschwächt gewesen wäre und die VRH genug Schiffe in das System hätte bringe können um die Manties von einem Gegenschlag abzhalten, bzw. ihn extrem verlustreich zu gestalten, hätte die VRH vielleicht sogar völlig auf die ERoberung Manticores verzichten können, denn der Knoten würde ja genug einbringen um den Krieg zu rechtfertigen.
Krieg ist die Fortsetzung der menschlichen Idiotie mit anderen Mitteln (Gabor Steingart)

Nichts, was ein Mensch sich auszudenken in der Lage ist, kann so unwahrscheinlich, unlogisch oder hirnrissig sein, als dass es nicht doch ein anderer Mensch für bare Münze halten und diese vermeintliche Wahrheit notfalls mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen wird.