Sie sind nicht angemeldet.

1

Freitag, 30. Juli 2010, 21:18

Feuerleitkanäle

Vielleicht ist die frage etwas dämlich, aber WAS ssind eigentlich feuerleitkanäle ?

Richtfunk? Funkfrequenzen ? Licht-Kom ?
Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung !

kann mir das einer Beantworten ?
Für das Verbot von Eigenverbrauchsmengen bei Rauschmitteln.

Gegen die IP-Gängelung bei Wikipedia !

2

Freitag, 30. Juli 2010, 23:39

Re: Feuerleitkanäle

So wie ich es sehe ist es Richtfunk, ähnelt der Kommandolenkung von heutigen Lenkwaffen, Aufschalten nach dem Start dürfte es wohl sein.

<!-- m --><a class="postlink" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flugabwehrrakete#Kommandolenkung">http://de.wikipedia.org/wiki/Flugabwehr ... ndolenkung</a><!-- m -->
Admiral_Ravenheim aka DerUnsterbliche

Ich bin für ein Verbot von dihydrogen monoxide in Atmosphäre !

3

Sonntag, 1. August 2010, 16:06

Re: Feuerleitkanäle

Das muss aber sehr leistungsfähiger Richtfunk sein - die Distanz ist ja nicht gerade klein. LaserCom dürfte es aber nicht sein, denn Richtstrahllaser sind zu eng gebündelt, um über diese Distanzen zielgenau zu funktionieren.
---------------------------------------

To strive, to seek, to find, and not to yield.

Mein Handeln ist nicht hochgradig vorschriftswidrig. ICH bin hochgradig vorschriftswidrig.

4

Sonntag, 1. August 2010, 19:27

Re: Feuerleitkanäle

Eine Kommandolenkung gibt Steuerbefehle an die Lenkwaffe, nicht zu verwechseln mit der Leitstrahllenkung bei der die Lenkwaffe feststellt ob sie noch innerhalb des Leitstrahles ist.
Admiral_Ravenheim aka DerUnsterbliche

Ich bin für ein Verbot von dihydrogen monoxide in Atmosphäre !

5

Sonntag, 1. August 2010, 22:08

Re: Feuerleitkanäle

Schon klar. Ich meinte damit, dass ein enggebündelter Signallaser offenbar nicht für die Datenübertragung bei Feuerleitkanälen genutzt wird. Denn wäre es möglich, eine kleine Rakete über 6 Millionen km mit so einem Lichtstrahl zuverlässig zu kontakten, dann würde man dass auch in der Schiff-Schiff-Kommunikation über große Distanzen verwenden, das kann man nämlich nicht abhören - was aber nicht der Fall ist (siehe das GSN-Manöver in HH4).

Wenn es also kein Signallaser ist, dann ist es (wie du schon sagtest) Richtfunk - aber der muss verdammt leistungsfähig sein, sonst würden die Signale die Raketen ja nicht erreichen oder spielend einfach vom Gegner blockiert, denn je näher eine Rakete dem Gegner kommt, um so stärker sind seine Signale, während die des Leitschiffes im Vergleich schwächer werden.
---------------------------------------

To strive, to seek, to find, and not to yield.

Mein Handeln ist nicht hochgradig vorschriftswidrig. ICH bin hochgradig vorschriftswidrig.

6

Montag, 2. August 2010, 14:17

Re: Feuerleitkanäle

Aber wenn da was dazwichen kommt (raumschiffe andere Raketen, Trümmer oder der eigene Keil) dann ist die Verbindung unterbrochen, das könnte natürlich die Erklärung dafür sein das durch den Keil weniger Kanäle zur verfügung stehen, aber irgendwie scheinen mir da die Nachteile zu groß.
Für das Verbot von Eigenverbrauchsmengen bei Rauschmitteln.

Gegen die IP-Gängelung bei Wikipedia !

7

Montag, 2. August 2010, 15:52

Re: Feuerleitkanäle

Wieso ist der Nachteil zu groß, zu welcher Alternative?
Die Lenkwaffen erhalten Steuerbefehle vom Waffensystem des Schiffes bis der Suchkopf der Lenkwaffe auf das Ziel aufschalten kann. Die Sendeanlagen und die Rechnerkapazität des Schiffes sind immer größer als die der Lenkwaffe!
Admiral_Ravenheim aka DerUnsterbliche

Ich bin für ein Verbot von dihydrogen monoxide in Atmosphäre !

8

Montag, 2. August 2010, 18:24

Re: Feuerleitkanäle

Zitat von »"Versus"«

Aber wenn da was dazwichen kommt (raumschiffe andere Raketen, Trümmer oder der eigene Keil) dann ist die Verbindung unterbrochen, das könnte natürlich die Erklärung dafür sein das durch den Keil weniger Kanäle zur verfügung stehen, aber irgendwie scheinen mir da die Nachteile zu groß.


Aber da sich sowohl Leitschiff als auch Rakete als auch "Unterbrecher" mit hoher Geschwindigkeit zueinander bewegen ist die Unterbrechung nur von sehr kurzer Dauer. Ein paar Mikrosekunden vielleicht.

Außerdem sind elektromagnetische Wellen (=Radiowellen) selbst bei gerichteter Sendung nicht so eng gebündelt wie ein Laserstrahl, die "fließen" um keinere Hindernisse herum oder werden nur teilweise geblockt.

Also ist es, wie Ravenheim sagte, wahrscheinlich ein System wie bei realen Feuerleitsystemen.

Das Schiff sendet der Rakete auf einer bestimmten Frequenz eine Radiowelle mit Zieldaten hinterher und die Rakete sendet ihre eigenen Daten auf der gleichen Frequenz zurück. Jede Rakete hat ihre eigene Sende und Empfangsfrequenz und das Schiff hat soundsoviele Sende-und Empfangsantennen für soundsoviele unterschiedliche Frequenzen.
---------------------------------------

To strive, to seek, to find, and not to yield.

Mein Handeln ist nicht hochgradig vorschriftswidrig. ICH bin hochgradig vorschriftswidrig.

9

Mittwoch, 11. August 2010, 19:37

Re: Feuerleitkanäle

Zitat von »"Isvarian"«

Jede Rakete hat ihre eigene Sende und Empfangsfrequenz und das Schiff hat soundsoviele Sende-und Empfangsantennen für soundsoviele unterschiedliche Frequenzen.


Ein wahrer Traum für das Frequenzmanagment

Bei modernen schiffgestützten Lenkwaffen gibt es grundsätzlich 2 Klassen : Fire and forgett und gelenkte.
Die meisten "Schiffskiller" sind fire and forget Waffen, d.h. sie bekommen vor dem Abschuss Zieldaten und übernehmen die Feinabstimmung dann selbst
Bei den gelenkten handelt es sich meist um Luftabwehr Flugkörper, bei denen wird das Zeil beleuchtet (meist mit Radar oder Laser) und die Rakete fliegt dann selbst ständig auf den beleuchteten Punkt. Mittlerweile werden sie auch mittels telemetrie zum Ziel geführt (wie ein ferngesteuertes Modellflugzeug nur viel viel schneller) und die Beleuchtung wird erst im letzten Moment aktiviert.

Bei HH ist eine Kombination aus Telemetrie, wahrscheinlich auf Basis von Radiowellen (also extremer Richtfunk) und autonome passiv/aktive Suche bei Signalverlust bzw im Endanflug am wahrscheinlichtsten.
Eine schwierigkeit neben der schieren Anzahl der verschieden Antennen dürfte bei den Salven im Gandelzeitalter wohl auch das oben erwähnte Frequenzmanagment sein, d.h. sicherstellen das jeder auch die Raketen lenkt die er zu lenken glaubt und nicht noch andere die zufällig auf den gleichen Frequenz sind mit.
Exoriare aliquis nostris ex ossibus ultor!
It's always easier to ask forgiveness than it is to get permission (Grace Hopper, RearAdm USN)
Navigare necesse est!
A ship in a harbor is safe, but that is not what ships are built for (Grace Hopper, RearAdm USN)

10

Donnerstag, 12. August 2010, 13:31

Re: Feuerleitkanäle

Deswegen unterliegt der Feuerkampf in den Flotten wohl dem taktischen Offizier vom Stab auf der Flaggbrücke.

Der koordiniert den Kampf der einzelnen Schiffe über das taktische Netz, ebenso die flottenweite Nahbereichsabwehr. Die einzelnen Taktischen Offiziere an Bord jedes Schiffes kümmern sich ja nur um ihr "kleines Eckchen" des Wahnsinns - das wird in "Auf Biegen und Brechen" kurz beschrieben (das mit dem Wahnsinn), aber der Taktische Offizier vom Stab erstellt die Gesamtbeschusspläne, weist die Ziele zu und eröffnet auch das Feuer.

Und für die Koordination der Raketentelemetrie haben sie ja diese wunderbaren Computersysteme mit ihrer ausgefeilten KI - was die Eloka wiederum so wichtig macht. Ohne Computer kann ja selbst der beste TO nicht sagen, was da auf der anderen Seite wo rumgeistert.

Ein weiterer Hinweis für diese Methode sind die Momente, in denen durch Störsender das taktische Netz kurzfristig zusammenbricht - dann bricht nämlich die flottenweite Koordination der Nahbereichsabwehr zusammen und zwei Schiffe ballern auf die gleiche Lenkwaffe, während eine andere gar nicht behelligt wird (in irgendeinem Buch passiert das den Haveniten, aber ich weiß jetzt gerade nicht, in welchem).
---------------------------------------

To strive, to seek, to find, and not to yield.

Mein Handeln ist nicht hochgradig vorschriftswidrig. ICH bin hochgradig vorschriftswidrig.

Blattfänger

Lieutenant jg.

Beiträge: 124

Wohnort: Rostock

Beruf: Wissenschaftler

  • Nachricht senden

11

Mittwoch, 25. April 2012, 09:55

Re: Feuerleitkanäle

Ich denke das Leitkanäle nicht nur die Sendertransmittereinheit beeinhaltet, sondern auch die zugehörigen Steuerrechner als Teilautonomen Einheiten.
Was die Sache mit den Lasern angeht die können durchaus über Millionen von Km eingesetzt werden ( sieh Mondabstandsmessung) und würden über die Entfernung auch aufweiten. Davon abgesehen nutzen die Eloka Drohnen oder auch die Geisterreiter Plattformen die Technik oft. Siehe die Aufklärungsoperationen der Haveniten da war einiges in der Hinsicht.

Nur wäre es von Seiten der Lenkwaffe einfach schwieriger den Antwortstrahl auf das Schiff auszurichten da sie ja dreht und Wendemanöver fliegt. Was aber die Nutzung bei Antirakten wo es wahrscheinlich eine "One Way" Verbindung vom Schiff zur Rakete geben wird nicht ausschließt.

Bei Angriffsraketen muss es ich daher also um Richtstrahlkommunikation im elektromagnetischen Spektrum handeln.
Und was das Frequenzmanagement angeht!!
Im militärischen Bereich wird schon seit dem 2 WK. Frequenzhopping verwendet um die Störsicherheit zu erhöhen!
Ihr könnt davon ausgehen dass das bei Raketengefechten erst recht der Fall sein wird.

Daraus folgt eigentlich dass 1. Steuerkanal ein ganzes Frequenzband darstellt welcher zwischen Schiff und Rakete die Kommunikation herstellt.
Wobei 1 Kanal wohl mehrere Raketen in unterschiedlichen Angriffstadien (bis zur Übergabe in den autonomen Modus) kontrollieren dürfte

Was passiert wenn man das nicht macht ist bei der von Foraker bzw. Theisman entwickelten Doktrin der rotierenden Kanäle zu sehen. Sie können zwar 3 mal mehr Raketen steuern verlieren aber wesentlich mehr aufgrund der Störfaktoren (ECM, Impeller etc.) :shock:
Krieg ist die Fortsetzung der menschlichen Idiotie mit anderen Mitteln (Gabor Steingart)

Nichts, was ein Mensch sich auszudenken in der Lage ist, kann so unwahrscheinlich, unlogisch oder hirnrissig sein, als dass es nicht doch ein anderer Mensch für bare Münze halten und diese vermeintliche Wahrheit notfalls mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen wird.

12

Donnerstag, 5. Juli 2012, 18:47

Re: Feuerleitkanäle

Das Problem hat mehrere Ebenen:

- Bordseitige Einschränkungen, wie Rechnerkapa (Verarbeitung der Schiffssensordaten, der Antworten der Raketen, Ausgabe von Kommandos, Auswertung von Störmustern->Vorhersage von gestörten Frequenzen) aber auch personelle Engpässe (Sensor/Effektorsteuerung und Auswertung der Daten, Festlegung von Angriffsprogrammen etc.)

- Einschränkung der Raketen: Bandbreite der Sensoren, Vorauswertung der Daten durch interne Rechner, Länge der Antwortsendungen an Schiff, Empfindlichkeit der Bordsensoren, usw.

- gegner. Massnahmen: Stören, Scheinziele, unterbrechen der Kommunikation, Abschuss von anfliegenden Raketen -> Unterbrechung von Antwortsendungen

Bordseitig wird das Problem ja bereits durch mehr Rechner, mehr KI und bessere Sensoren (Geisterreiter) beseitigt. Auch gibt es vorgefertigte Angriffsprogramme, die an die jeweilige Salve übermittelt wird. Darüber hinaus kann man Störer aufgrund erkannter Muster oder Fehlen von Mustern ausschliessen. Die Frage der Bedienung ist zum einen eine Darstellungsfrage (wie werden Informationen vermittelt) zum anderen eine Trainings- und Begabungsfrage. Die rotierenden Kanäle der Haveniten sind meiner Meinung nach Abfragepläne nach Zeit. Also in Zeit A werden 1/X der Raketen abgefragt, in zeit B der nächste Teil der Salve. Dadurch verliert man die "Echtzeit", bzw. hinkt bei der Lenkung hinterher und ein Aufall durch Störung behindert einen ganzen teil der Salve für eine Zykluszeit.

Raketenseitig hat ja Apollo neue Maßstäbe gesetzt und (passive) Abwehrmassnahmen sind in ihrer Effizienz auch zurückgegangen.

Was mich wundert bei den massiven Salven: wenn man den Start orten kann und die Flugbahn weiss, warum haut man nicht selbst ein paar Raketen mit Nukes dazwischen? Müsste die Salven zumindest ausdünnen und der EMP ist auch kein Geschenk für konventionelle Datenlinks und Lenkrechner.

13

Donnerstag, 12. Juli 2012, 19:05

Re: Feuerleitkanäle

So etwas gab es in "War of Honor" zuerst gegen LACs (triple ripple/Dreier) und später gegen Raketen ("At All Costs", Zizka), wurde aber recht schnell umgangen indem die angreifenden Raketen einfach kurz die Nase hochgezogen und die anfliegenden Partikel mit den Impellerbändern abgefangen haben bzw. indem die Angriffswellen auseinandergezogen wurden so dass weniger Raketen betroffen waren.

Real erzeugen Atomexplosionen im Weltraum weder EMPs noch richtige Feuerbälle, weshalb die Detonationen den Raketen schon recht nahe sein müssten. Die Partikelabschirmung die die Raketen für schnelle relativistische Flüge benötigen verringert die wirksame Entfernung noch weiter während die anfliegenden Raketenformationen vermutlich recht groß sind.
---
Drogenprohibition: GESCHEITERT, SCHÄDLICH und TEUER


All parts should go together without forcing. You must remember that the parts you are reassembling were disassembled by you. Therefore, if you can't get them together again, there must be a reason. By all means, do not use a hammer.
(1925 IBM Maintenance Manual)

Project Rho - Atomic Rockets

Blattfänger

Lieutenant jg.

Beiträge: 124

Wohnort: Rostock

Beruf: Wissenschaftler

  • Nachricht senden

14

Sonntag, 15. Juli 2012, 15:37

Re: Feuerleitkanäle

Zitat von »"saibot"«

So etwas gab es in "War of Honor" zuerst gegen LACs (triple ripple/Dreier) und später gegen Raketen ("At All Costs", Zizka), wurde aber recht schnell umgangen indem die angreifenden Raketen einfach kurz die Nase hochgezogen und die anfliegenden Partikel mit den Impellerbändern abgefangen haben bzw. indem die Angriffswellen auseinandergezogen wurden so dass weniger Raketen betroffen waren.

Real erzeugen Atomexplosionen im Weltraum weder EMPs noch richtige Feuerbälle, weshalb die Detonationen den Raketen schon recht nahe sein müssten. Die Partikelabschirmung die die Raketen für schnelle relativistische Flüge benötigen verringert die wirksame Entfernung noch weiter während die anfliegenden Raketenformationen vermutlich recht groß sind.


Warum sollen Nuklearwaffen im Weltraum keine EMPs erzeugen??

Davon abgesehen haben Raketen keine Strahlungsabschrimung, denn für die Mark23 gibt es abwerfbare Schutzhüllen, welche sie ja nicht bräuchten wenn sie einne brauchbare Abschirmung hätten.

Davon abgesehen könnte man ja auch Nukes zwischen Raketen und die sie steuernden Schiffe bringen um durch die Störungen die Verbindungen zu kappen und sie zu zwingen früher in den autonomen Modus zu schalten.
Oder da die Apollo Raketen in 9er Gruppen operieren die direkt angreifen.
Wäre es eigentlich wert. Dafür kann man ja im Wall die Kreuzerraketen verwenden.
Krieg ist die Fortsetzung der menschlichen Idiotie mit anderen Mitteln (Gabor Steingart)

Nichts, was ein Mensch sich auszudenken in der Lage ist, kann so unwahrscheinlich, unlogisch oder hirnrissig sein, als dass es nicht doch ein anderer Mensch für bare Münze halten und diese vermeintliche Wahrheit notfalls mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen wird.

Eagleeye

Rear Admiral

Beiträge: 495

Wohnort: Halle/Saale

Beruf: Bibliothekar

  • Nachricht senden

15

Montag, 16. Juli 2012, 04:31

Re: Feuerleitkanäle

Zitat von »"Blattfänger"«

Zitat von »"saibot"«

So etwas gab es in "War of Honor" zuerst gegen LACs (triple ripple/Dreier) und später gegen Raketen ("At All Costs", Zizka), wurde aber recht schnell umgangen indem die angreifenden Raketen einfach kurz die Nase hochgezogen und die anfliegenden Partikel mit den Impellerbändern abgefangen haben bzw. indem die Angriffswellen auseinandergezogen wurden so dass weniger Raketen betroffen waren.

Real erzeugen Atomexplosionen im Weltraum weder EMPs noch richtige Feuerbälle, weshalb die Detonationen den Raketen schon recht nahe sein müssten. Die Partikelabschirmung die die Raketen für schnelle relativistische Flüge benötigen verringert die wirksame Entfernung noch weiter während die anfliegenden Raketenformationen vermutlich recht groß sind.


Warum sollen Nuklearwaffen im Weltraum keine EMPs erzeugen??

Davon abgesehen haben Raketen keine Strahlungsabschrimung, denn für die Mark23 gibt es abwerfbare Schutzhüllen, welche sie ja nicht bräuchten wenn sie einne brauchbare Abschirmung hätten.

Davon abgesehen könnte man ja auch Nukes zwischen Raketen und die sie steuernden Schiffe bringen um durch die Störungen die Verbindungen zu kappen und sie zu zwingen früher in den autonomen Modus zu schalten.
Oder da die Apollo Raketen in 9er Gruppen operieren die direkt angreifen.
Wäre es eigentlich wert. Dafür kann man ja im Wall die Kreuzerraketen verwenden.

Ich glaube nicht, daß der Einsatz von Kreuzerraketen gegen Apollo-Raketen etwas bringt; jedenfalls nicht, solange diese Raketen keine mit Apollo vergleichbare Feuerleitung haben. Grund: Wenn Du zwei extrem hoch- und grob aufeinander zu beschleunigende Objekte gezielt miteinander kollidieren (oder zumindest extrem dicht aneinander vorbeifliegen) lassen willst, brauchst Du eine Zielerfassung, die selbst Apollo in den Schatten stellt. Ansonsten haben zumindest die Apollo-Raketencluster jederzeit die Chance, auszuweichen. Wäre das anders, wäre spätestens bei BoMa 1 erwähnt worden, daß während der Anflugzeit ein gewisser Prozentsatz der Salven beider Seiten, als die sich im All begegnet sind, selbst zerstört haben.
DRM (...) represent(s) an exercise in mindless stupidity that would shame any self-respecting dinosaur
Eric Flint; http://www.baens-universe.com/articles/principle
Random pithy quote: Never take life seriously. Nobody gets out alive anyway.. (jiltanith.thefifthimperium.com)

16

Montag, 16. Juli 2012, 18:31

Re: Feuerleitkanäle

Zitat von »"Blattfänger"«



Warum sollen Nuklearwaffen im Weltraum keine EMPs erzeugen??

Davon abgesehen haben Raketen keine Strahlungsabschrimung, denn für die Mark23 gibt es abwerfbare Schutzhüllen, welche sie ja nicht bräuchten wenn sie einne brauchbare Abschirmung hätten.

Davon abgesehen könnte man ja auch Nukes zwischen Raketen und die sie steuernden Schiffe bringen um durch die Störungen die Verbindungen zu kappen und sie zu zwingen früher in den autonomen Modus zu schalten.
Oder da die Apollo Raketen in 9er Gruppen operieren die direkt angreifen.
Wäre es eigentlich wert. Dafür kann man ja im Wall die Kreuzerraketen verwenden.


Hinter EMPs ist ein Link zur Atomic Rockets Seite mit Erklärungen. In Kurzform: der klassische EMP benötigt ein (planetares) Magnetfeld und eine Atmosphäre. Was ich zunächst allerdings übersehen hatte: die Gammastrahlung kann einen EMP in der Rakete selbst erzeugen.

Die Rakten haben Strahlungs- und Partikelschilde solange die Impeller laufen, die Abdeckungen verhindern Partikelerosion während der ballistischen Flugphase.

Zitat von »"[url«

http://infodump.thefifthimperium.com/entry/Harrington/116/1[/url]"]Ships do have particle shielding which operates against normal density particles. Missiles do also, at least while their drives are up, although their particle shielding is less impressive because they are normally not going to need it for as long. When a missile's wedge goes down, however, so does its particle shielding.


Der Blitz einer Kernexplosion würde die Verbindung eventuell unterbrechen - aber nur sehr kurzzeitig. Wenn der Empfänger intakt bleibt, gehen nur ein paar gesendete Datenpakete verloren.

Zu Rakete gegen Rakete: Das habe ich vor längerer Zeit im Baen Forum vorgeschlagen (genauer dass die Raketen versuchen sollten mit den Angriffsraketen des Gegners zu kollidieren), die Idee wurde allerdings verrissen. Wenn ich mich richtig erinnere waren die Argumente Ziel zu klein, Relativgeschwindigkeit zu hoch, die Kontrollrakete kann sich durch die anderen schützen lassen und Ausweichmanöver fliegen.
---
Drogenprohibition: GESCHEITERT, SCHÄDLICH und TEUER


All parts should go together without forcing. You must remember that the parts you are reassembling were disassembled by you. Therefore, if you can't get them together again, there must be a reason. By all means, do not use a hammer.
(1925 IBM Maintenance Manual)

Project Rho - Atomic Rockets

17

Dienstag, 17. Juli 2012, 00:16

Re: Feuerleitkanäle

Zitat von »"Eagleeye"«

Zitat von »"Blattfänger"«

Zitat von »"saibot"«

So etwas gab es in "War of Honor" zuerst gegen LACs (triple ripple/Dreier) und später gegen Raketen ("At All Costs", Zizka), wurde aber recht schnell umgangen indem die angreifenden Raketen einfach kurz die Nase hochgezogen und die anfliegenden Partikel mit den Impellerbändern abgefangen haben bzw. indem die Angriffswellen auseinandergezogen wurden so dass weniger Raketen betroffen waren.

Real erzeugen Atomexplosionen im Weltraum weder EMPs noch richtige Feuerbälle, weshalb die Detonationen den Raketen schon recht nahe sein müssten. Die Partikelabschirmung die die Raketen für schnelle relativistische Flüge benötigen verringert die wirksame Entfernung noch weiter während die anfliegenden Raketenformationen vermutlich recht groß sind.


Warum sollen Nuklearwaffen im Weltraum keine EMPs erzeugen??

Davon abgesehen haben Raketen keine Strahlungsabschrimung, denn für die Mark23 gibt es abwerfbare Schutzhüllen, welche sie ja nicht bräuchten wenn sie einne brauchbare Abschirmung hätten.

Davon abgesehen könnte man ja auch Nukes zwischen Raketen und die sie steuernden Schiffe bringen um durch die Störungen die Verbindungen zu kappen und sie zu zwingen früher in den autonomen Modus zu schalten.
Oder da die Apollo Raketen in 9er Gruppen operieren die direkt angreifen.
Wäre es eigentlich wert. Dafür kann man ja im Wall die Kreuzerraketen verwenden.

Ich glaube nicht, daß der Einsatz von Kreuzerraketen gegen Apollo-Raketen etwas bringt; jedenfalls nicht, solange diese Raketen keine mit Apollo vergleichbare Feuerleitung haben. Grund: Wenn Du zwei extrem hoch- und grob aufeinander zu beschleunigende Objekte gezielt miteinander kollidieren (oder zumindest extrem dicht aneinander vorbeifliegen) lassen willst, brauchst Du eine Zielerfassung, die selbst Apollo in den Schatten stellt. Ansonsten haben zumindest die Apollo-Raketencluster jederzeit die Chance, auszuweichen. Wäre das anders, wäre spätestens bei BoMa 1 erwähnt worden, daß während der Anflugzeit ein gewisser Prozentsatz der Salven beider Seiten, als die sich im All begegnet sind, selbst zerstört haben.


Möglich sein muss es, denn genau das ist ja das Prinzip der Antirakete. Die Frage ist bloss, ob es mit der Software der normalen Raketen möglich ist, die ja für etwas ganz anderes optimiert sind.
Dein Einwand, dass Apollo ausweichen kann ist allerdings berechtigt, und je weiter der Verteidiger seine Raketen aussendet, desto leichter wird Apollo diesen fetten "Anti"raketen aus dem Weg gehen können.

Blattfänger

Lieutenant jg.

Beiträge: 124

Wohnort: Rostock

Beruf: Wissenschaftler

  • Nachricht senden

18

Donnerstag, 26. Juli 2012, 21:16

Re: Feuerleitkanäle

@saibot

Elektromagnetische Wellen benötigen keine Medium um transportiert zu werden. Der Effekt einiger Hich Altitude Kernwaffenexplosionen war dass sich in Stromleitungen die ja im Grunde riesiege Antennen sind, enorme Ströme akkumulierten.
Und wie du bereits in deiner korrigierten Fassung feststellst, würde alleine die Strahlung genug Elektronen im Ziel freisetzen, sodass die Elektronik da drauf geht.
Als kleine Nebenannekdote sei hier erwähnt dass die "normale" Strahlung im All schon so hoch ist dass moderne Computerchips mit der für sie notwendigen Abschirmung mittlerweile schlechtere Masse-Leistungsverhältnisse aufweisen als älter Chips. Leider finde ich den zugehörigen Link zu dem Artikel nicht, ist schon nen paar Jahre her dass ich den gelesen habe.

Bei der Unterbrechung der Steurkanäle darf ich darauf hinweisen, das geladene Partikel (also Plasma) elektromagnetische Wellen schluckt oder zerstreut. Das ist zum Beispiel der Grund warum beim Wiedereintritt keine Kommunikation mit Raumfähren möglich ist. Je nach Intensität sollten die Kernwaffen also durchaus länger die Verbindung unterbrechen wenn sie zwischen Schiff und Raketensalve zünden. Im Zweifelsfall kann man sie ja noch etwas dreckiger machen.

Die Sache mit Schiffsraketen als Antiraketen.
Wie einige Vorkommentatoren richtig argumentierten wurde der Dreier bzw. die Antiraketenvariante, kompensiert.
Aber havenitische LAC Raketen sind zum einen ziemlich dumm und zum anderen hatten die keine spezifischen Ziele aufgschaltet die sollte nur an einem bestimmten Punkt hochgehen.

Eine moderne Schiffsrakete könnte natürlich nicht wie eine normale ANTIRAKETE eingesetzt werden, weil die ihr Ziel streifen muss.
Eine Rakete mit einem Sprengsatz muss dass nicht.
Die funktioniert mehr wie eine Luftabwehrgranate.
Sie geht nahe dem Ziel hoch und bedeckt die nähere Umgebung mit Schrapnellen (bzw. hochenergetischer Strahlung und Plasma bei einer Rakete)
Müsst mal schauen unter Wikipedia gibt es sogar einnen Artikel mit einer nuklearen Luftabwehrrakete.
Das die Rakete von Apollo ausmanövriert werden kann würde ich auch bestreiten.

Zum einen bewegen sich die Raketen auf einander zu, das heißt die Abfangrakete muss die Apollomanöver nur spiegeln. Und da die einzelnen MARK23 Antriebe nicht leistungsfähiger sind als ein MArk16 oder Mark14 Antrieb sollte das kein Problem sein, zumal die Abwehrraketen mit maximaler Beschleunigung arbeiten können.
Ausserdem hat eine ANTI-SCHIFFSRAKETE einen wesentlich besseren Suchkopf und leistungsfähigere ELOKA als eine ANTI-Rakete. Die Stärker von APOLLO liegt aber gerade darin dass es für ARs nicht anzugreifen ist, weil sie ausweichen oder dies blenden können.
Bei einem SCHIFFSKILLER ist zumindest das blenden schwieriger. Und da dieser ja keine einzelne Rakete sondern den ganzen Bulk angreift, braucht er bloss immer draufhalten und kurz bevor die Ziele ihn passieren zu explodieren.

P.S. Wo steht dass Raketen aufgrund ihrer impellerkeile eine Strahlungsabschirmung besitzen??
Krieg ist die Fortsetzung der menschlichen Idiotie mit anderen Mitteln (Gabor Steingart)

Nichts, was ein Mensch sich auszudenken in der Lage ist, kann so unwahrscheinlich, unlogisch oder hirnrissig sein, als dass es nicht doch ein anderer Mensch für bare Münze halten und diese vermeintliche Wahrheit notfalls mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen wird.