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Donnerstag, 13. September 2012, 10:56

Gravsensoren und Schiffsform

Hallo leibe Fan-Gemeinde zu der ich mich nun mittlerweile auch zählen darf.

Ich bin erst bei "Im Exil" angekommen und habe, vielleicht wegen dem noch fehlenden "Wissen" aus den weiteren Büchern, zwei Fragen zur Technik.

1. Es wird an div. Stellen gesagt das die Gravsensoren die von den Impellern der Schiffe ausgehenden Gravwellen in "Echtzeit" empfangen, diese Gravwellen sich demnach Überlichtschnell ausbreiten müssen. Nun habe ich, durch Zufall, gerade bei Wikipedia gelesen das sich auch Gravwellen nur mit Lichtgeschwindigkeiten ausbreiten würden (nach der Allg. Relativitäts Theorie). Das sich Gravwellen ohne Zeitverlust ausbreiten würden, beschrieb nur das newtonsche Gravitationsgesetz welches ja bekanntlich, zumindest teilweise, überholt ist. Mir ist zwar sehr wohl bewusst das in einer Scifi-Geschichte bestimmte Dinge "erfunden" werden müssen, in dieser Geschichte, welche ja zum "Hard-Scifi" zählt aber zumindest grundlegende Physikalische Gesetze nicht außer Kraft gesetzt werden (vor allem weil DW ja, was die ausbreitung der Gravwellen angeht, keine erfundene Technik, sondern ein Naturgesetz beschreiben will).
Oder sehe ich da was falsch bzw. habe ich etwas überlesen???

2. Ich habe zwar immer wieder gelesen das durch die Impellerbänder die Form der Schiffe vorgegeben sei. Leider aber nicht warum genau!!! Mir kommt nämlich komisch vor, warum die Form der Schiffe nicht z.B. einem Dreieck entsprechen könnte (da fällt mir als bildliches Beispiel sofort die Sternenzerstörer aus StarWars ein nur ohne die Aufbauten). Da die Schiffe ja Trägheitskomensatoren benötigen (wie schon in einem anderen Beitrag hier im Forum diskutiert), kann der Impellerantrieb ja nicht als geschlossen Blase angesehen werden. Daher sollte es kein Problem geben das Schiff breiter zu machen als die Impellerbänder sind.
Als Vorteil käme dann heraus das die gesamte Bewaffnung nach vorne gerichtet angebracht wäre und insbesondere bei Laser-Gefechten somit die gesamte Laserbeaffnung zum Einsatz kommen kann und nicht nur die Hälfte.
Aber wahrscheinlich habe ich auch hier etwas übersehen...........


Sonst ein extrem interessantes Universum mit tollen Charakteren, wenn auch ein wenig zu schwarz weiß manchmal...................

2

Donnerstag, 13. September 2012, 11:13

Re: Gravsensoren und Schiffsform

Zu Eins kann ich jetzt ehrlich nichts sagen, außer das DW vielleicht noch das Newtonsche Gesetzt herangezogen hat, als er die Serie geplant hat.

Zu Zweitens:

Die Form der Schiffe resultiert aus dem Antrieb, weil die Impelleremitter an ganz genau festgelegten Punkten der Rumpfes installiert sein müssen und der Impellerkeil zudem die erste und bedeutendste Verteidigungslinie jedes Schiffes darstellt - er kann von keinem bekannten Objekt oder Waffenfeuer durchdrungen werden.
Nun ist er aber vorne und hinten offen, da ist ein Schiff am ungeschütztesten - ergo macht es für Kriegsschiffe Sinn, das Profil dieser Seiten so klein wie nur möglich zu machen, um Gegnern das Treffen zu erschweren. Außerdem werden diese Teile am stärksten gepanzert - je kleiner die verwundbare Fläche, um so mehr Panzerungsmasse spart man also, die man anderswo verwenden kann. Kriegsschiffe haben aber diese "Hammerköpfe", weil sie Platz für die schwere Jagdbewaffnung brauchen und um den restlichen Rumpf zu decken - das ist wie eine Schildmauer bei einer Burg.
Würde man nun die gesamte Bewaffnung als "Jagdbewaffnung" installieren, bekäme man eine riesige Fläche, die auf große Distanzen attackiert werden kann und nur durch massive Panzerung zu schützen wäre.

Und die Seiten lässt man nicht zwischen den Bändern hervor ragen, weil man auf den Breitseiten die Lücke zwischen den beiden Keilen mit Seitenschilden verschließen kann, die einen gewissen Schutz bieten.
Wenn dort Teile des Schiffes hervor ragen würden, fiele der Schutz durch den Keil und die Schilde weg und diese Teile könnten aus allen Richtungen - also auch von oben und unten, wo Honorverse-Schiffe überhaupt nicht gepanzert sind - angegriffen werden. Ergo müsste man diese Teile auf fünf von sechs Seiten massiv panzern, statt nur auf einer.

Schau mal hier: <!-- m --><a class="postlink" href="http://wiki.honor-harrington.de/index.php/Raumschiffe_-_Design">http://wiki.honor-harrington.de/index.p ... e_-_Design</a><!-- m -->
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To strive, to seek, to find, and not to yield.

Mein Handeln ist nicht hochgradig vorschriftswidrig. ICH bin hochgradig vorschriftswidrig.

3

Donnerstag, 13. September 2012, 12:40

Re: Gravsensoren und Schiffsform

Weber hat der Gravitation eine bestimmte geschwindigkeit gegeben (k.a. wo das stand) also hat er sich entweder alles ausgedacht oder er hat da irgend eine bestimmte Theorie in die Händebekommen.

Was die schiffsform angeht ist da ja auch noch die Begrenzung der Masse die in gewissem Maße, in Verbindung mit anderen festen Größen, auch eine begrenzung des Volumens darstellt.
Die von Isvariain bereits erwähnte Panzerung von Dach und Bauch erklärt auch die Höhe des Schiffes, da bei Schiffen die ZU Flach sind durch spizwinkliche Schüsse auch oben und unten getroffen werden könnten. Weswegen man sie dann dort extra panzern müsste was wiederum Masse und Schiffsraum kosten würde. Desweiteren kann man in dem Rechteckigen bis Quadratigen Rumpf schön die Ringe unterbringen ---> besser geschützt.
Zumal ein Scvhiff schlichtweg zerbrechen würde wenn Teile davon rausragen würden. Den Diese werden vom Impeller nicht beschleunigt und auch nicht vom Kompensator geschützt. Wenn ein Teil des Schiffe gemächlich mit 100 G und ohne Trägheit beschleunigt während der andere Teil still im Universum liegt und dann von der Trägheit festgehalten wird.......
Für das Verbot von Eigenverbrauchsmengen bei Rauschmitteln.

Gegen die IP-Gängelung bei Wikipedia !

4

Freitag, 14. September 2012, 18:19

Re: Gravsensoren und Schiffsform

WEnn ich mich jetzt richtig erinnere war die Geschwindigkeit um den Faktor 64 erhöht, was glaube auch dem Faktor entspricht den man bei gleicher Relativgeschwindigkeit, absolut schneller ist wenn man im Alpha Band des Hyperraums reist und damit erklärt er glaube auch die Geschwindigkeit der Nachricht weil sie ja am Rande der Hypermauer entlang läuft und somit so schnell ist wie die Lichtgeschwindigkeit im Alphaband.

5

Freitag, 21. September 2012, 11:13

Re: Gravsensoren und Schiffsform

Ah super, vielen Dank für die schnellen Antworten.

Das mit der Schiffsform leuchtet mir jetzt ein. Ich fand/finde es nur schade das man immer nur die hälfte der eingebauten Bewaffnung nutzen kann. Insbsondere bei Nahkämpfen und den großen Pötten. Na ja, habe gerade "Im Exil" beendet und durch die erste Generation der Pods wird ja schon einiges an Feuerkraft relativiert.

Das mit der Ausbreitungsgeschwindigkeit der Gravwellen nehme ich jetzt einfach mal so hin. Wenn er es sich wirklich so gedacht hatte wie KLX2287 es in Erinnerung hat, dann wäre das wieder fiktion und daher hinzunehmen.
Ich hatte da bisher aber als normale Erscheinung der Gravitation im uns realen Universum verstanden........aber egal, nicht nachdenken.....ist so und damit basta.......dadurch werden die Geschichten nicht schlechter!!!

Vielen Dank

6

Samstag, 22. September 2012, 09:35

Re: Gravsensoren und Schiffsform

Zitat von »"BlueSea"«



Das mit der Ausbreitungsgeschwindigkeit der Gravwellen nehme ich jetzt einfach mal so hin. Wenn er es sich wirklich so gedacht hatte wie KLX2287 es in Erinnerung hat, dann wäre das wieder fiktion und daher hinzunehmen.
Ich hatte da bisher aber als normale Erscheinung der Gravitation im uns realen Universum verstanden........aber egal,


Leider wissen wir real nicht so viel über Gravitation - mW ist nicht
einmal geklärt ,ob es Gravitationswellen gibt - da haperts an der
Feststellung / Messung....

Wir wissen lediglich , daß Körper je nach Masse/Geschwindigkeit ( Auch Rotationsgeschwindigkeit ) Gravitationskräfte ( Anziehungskräfte )
ausüben .....
Ob das über Wellen geschieht ....??

Wäre ja auch zu schön , Anti - / Kontagrav - Kräfte erzeugen und nutzen zu können - da würde die Raumfahrt augenblicklich wie verrückt expandieren - zu schön , wenn man Nutzlasten und Personal
kostengünstig in Orbits heben könnte ...

Dabei DW immer wieder Hypoerabdrücke augenblicklich aufgefasst werden
können , denke ich , daß bei DW die Gravitationswellen nicht an
etwa einen 64er Faktor an die Lichtgeschwindigkeit angelehnt
sind - die Hypergrenzen sind ja teilweise zig Millionen km
ausgedehnt und trotzdem werden die Hyperabdrücke sozusagen
verzugsfrei erfasst bei Millionen km würden sonst Verzugszeiten
der Erfassung auftreten - oder ?

Eagleeye

Rear Admiral

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7

Samstag, 22. September 2012, 11:38

Re: Gravsensoren und Schiffsform

Zitat von »"Katzenbär"«


Dabei DW immer wieder Hypoerabdrücke augenblicklich aufgefasst werden
können , denke ich , daß bei DW die Gravitationswellen nicht an
etwa einen 64er Faktor an die Lichtgeschwindigkeit angelehnt
sind - die Hypergrenzen sind ja teilweise zig Millionen km
ausgedehnt und trotzdem werden die Hyperabdrücke sozusagen
verzugsfrei erfasst bei Millionen km würden sonst Verzugszeiten
der Erfassung auftreten - oder ?


Hyperabdrücke werden nicht zeitverlustfrei erfaßt. Das wird spätestens in Storm from the Shadows (dt.: Die Achte Flotte/Sturm der Schatten) klar. Es spielt nur im Normalfall kaum eine Rolle, weil die Entfernungen innerhalb eines Sonnensystems klein genug sind, daß die Signallaufzeit bis zur Auffassung der Hyperabdrücke durch die Geräte der Sonnensystembesitzer für die Beurteilung der sich dadurch ergebenden taktischen Situation irrelevant ist. Anders sieht das aus, wenn jemand absichtlich 2 oder 3 Lichtmonate vom Zielstern entfernt aus dem Hyperraum taucht; dann dauert der Signaltransfer auch schon mal ein paar Stunden ...
DRM (...) represent(s) an exercise in mindless stupidity that would shame any self-respecting dinosaur
Eric Flint; http://www.baens-universe.com/articles/principle
Random pithy quote: Never take life seriously. Nobody gets out alive anyway.. (jiltanith.thefifthimperium.com)

8

Samstag, 22. September 2012, 12:58

Re: Gravsensoren und Schiffsform

Und nicht zu vergessen das das Signal auch an Stärke zu verlieren scheint, je weiter es "läuft" - immerhin sind die Sensorantennen der Systemüberwachung riesig, um überhaupt so weit zu "sehen" und zumindest
*Achtung! Spoiler!*
die MAN hat es in HH11/12 ja geschafft, ihren Hyperabdruck komplett im Hintergrundrauschen "untergehen" zu lassen.
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Eagleeye

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9

Samstag, 22. September 2012, 20:46

Re: Gravsensoren und Schiffsform

Zitat von »"Isvarian"«

Und nicht zu vergessen das das Signal auch an Stärke zu verlieren scheint, je weiter es "läuft" - immerhin sind die Sensorantennen der Systemüberwachung riesig, um überhaupt so weit zu "sehen" und zumindest
*Achtung! Spoiler!*
die MAN hat es in HH11/12 ja geschafft, ihren Hyperabdruck komplett im Hintergrundrauschen "untergehen" zu lassen.


genau das hat die MAN eben NICHT geschafft. Der Hyperabdruck wurde erfasst - und er wurde sogar von den Manties untersucht. Gründlichst. Leider jedoch wußten die Manties nicht, wonach sie genau zu suchen hatten - darum haben sie den Abdruck schließlich als "Geist" klassifiziert ...
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10

Samstag, 22. September 2012, 21:45

Re: Gravsensoren und Schiffsform

Ja, Verzugszeiten würden/werden tatsächlich auftreten. Etwa alle 200 mio km eine Sekunde.
Oder anders ausgedrückt, pro Lichtminute ein Fizzelchen weniger als 1 Sekunde. Das hat DW entweder am Anfang seiner Bücher noch nicht eingeplant gehabt, oder er lässt seine Charaktere einfach verallgemeinern wenn von erzögerungsfreier Ortung die Rede ist. In den allermeisten Fällen spielt es ja keine Rolle, ob du den Gegner der erst in einer Stunde die Hyperraumgrenze überschreiten wird jetzt oder in ein paar Sekunden erfassen kannst, und ich kann mir gut vorstellen, dass sich der Sprachgebrauch tatsächlich so entwickeln würde. Ist heutzutage beim Fernseh/Radio-"Liveschaltungen" auch nicht anders (insbesondere siehe USA, wo solche Livesendungen sogar minutenlange verzögert werden um den Zensoren Zeit zu verschaffen).

Zitat von »"Katzenbär"«



Dabei DW immer wieder Hypoerabdrücke augenblicklich aufgefasst werden
können , denke ich , daß bei DW die Gravitationswellen nicht an
etwa einen 64er Faktor an die Lichtgeschwindigkeit angelehnt
sind - die Hypergrenzen sind ja teilweise zig Millionen km
ausgedehnt und trotzdem werden die Hyperabdrücke sozusagen
verzugsfrei erfasst bei Millionen km würden sonst Verzugszeiten
der Erfassung auftreten - oder ?