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Samstag, 6. Februar 2016, 19:10

Klar hast du Recht, im rein militärischen Sinne wäre es deutlich sinnvoller mit voller Wucht auf die Liga zu kloppen wie es möglich wäre. Nur vergißt du, das man aus Sicht von Manticore vermeiden will das sich die Solare Liga aufgrund der militärischen Bedrohung zueinander findet. Nichts eint eine Nation sosehr wie eine Bedrohung von außen. Deshalb müßen die Mantis einerseits so hefitg zuschlagen das die Liga zersplittert aber nicht so fest das sie sich wirklich vereinigt.

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Sonntag, 7. Februar 2016, 11:30

Die Liga weist genug Sprünge auf, da findet man nur zusammen, wenn man alle "gleich" bedroht. Der Kern um Terra ist ja nicht nur wirtschaftlich/technologisch das Zentrum, sondern auch der primäre Machtknoten der Bürokraten. Auf diesen konzentrieren sie sich mit allen Maßnahmen und sind eher bereit, die Schale/Rand abzuschreiben... auch wenn sie wissen, dass dies den Konzernen aufstößt. Der Kernfokus der Mandarine ist auch Manticore bekannt und wurde durch die Propaganda nach Byng, Crandall und Filareta überdeutlich.

Schlussfolgerung: Massive Angriffe auf den Kern bei gleichzeitiger Zurückhaltung in der Schale/Rand sollte die Spaltung vergrößern. Gleichzeitig zerstört man damit die wahrscheinlichsten Erholungsknoten von Wirtschaft und Technologie. In der Schale wird es keine vergleichbaren Kapazitäten geben... zumal dort beim Niedergang des Kerns interne Kämpfe insbesondere in den Protektoraten ausbrechen werden. Ohne Flotteneinheiten aus dem Kern wird das böse enden. Verwaltungstechnisch ist die SL zentralistisch, die Beseitigung/Schwächung der Zentrale bewirkt eine Schwächung des Ganzen, weil bisher die Bildung sekundärer Zentren verhindert wurde. dafür gibt es weder eine Tradition, noch Motivation (zumindest nicht unter der Flagge der SL). Da werden sich etliche Planeten und Sektoren schnell aus dem Staub machen. Je schneller man nun gegen das Zentrum losschlägt, desdo weniger Zeit hat die Bürokratie/Flotte/Konzerne, wichtige Assets nach aussen zu verlegen oder Strukturen überhaupt neu zu denken. Anpassung braucht Zeit und diese Zeit darf man im "Krieg" nicht geben.

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Montag, 8. Februar 2016, 12:07

Der Punkt ist, dass die Allianz auf der einen Seite die Liga zerstören muss, andererseits aber nicht als "der Böse" darstehen darf, sonst spielen sie dem Alignment in die Hände. Es geht ja auch um das Danach. Die Liga muss sich angesichts der eigenen Untaten selbst zerstören, sonst gewinnt die Allianz den Krieg, verliert aber den Frieden. Sie müssen also gezielt auf die sich auftuenden Haarrisse schlagen, die schon da sind, wann immer sie sie ausmachen... und nicht einfach mit dem ganz großen Hammer auf die Liga.
Gerade die Kernwelten sind ja wieder zweischneidig. Klar sind sie die wichtigsten Welten für die Liga... aber eben auch die bedeutendsten potentiellen Verbündeten. Wenn man sie zu Klump schießt, hat man die reichsten, bevölkerungsstärksten, fortgeschrittensten, mächtigsten Ligawelten direkt im feindlichen Lager. Denn nicht nur die Liga hat ein Gedächtnis wie ein Elefant, auch die einzelnen Welten werden sich sehr genau daran erinnern, wer ihnen was angetan hat.

Das bedeutet, die Liga und das Alignment haben aktuell auf eine verdrehte Weise jeder für sich die Initiative. Denn wenn die Allianz jetzt direkt eine Brandschneise zieht (und dabei hunderttausende oder Millionen Solarier umbringt), dann wird sich kaum eine Ligawelt mit ihnen verbünden oder neutral bleiben, denn dann zerstören sie die Liga von Außen und werden als Aggressoren und Eroberer wahrgenommen.

Das Sternenkönigreich hat sich erfolgreich verteidigt und mit der Allianz der SLN eine verheerende Niederlage zugefügt, dabei aber bis zur letzten Minute diplomatische Noten eingereicht. Das war der erste Hammerschlag. Der nächste Schritt ist jetzt der Austritt Beowulfs, denn der ganze Vorgang sorgt für ordentlich Unmut und weitere Wellen in der Liga. Die Sternenkammer ist ja schon bei der Ankündigung der Abstimmung ausgerastet, da wurden bestimmt noch einige Delegierte "beowulfreundlicher" Welten vergrätzt und die senden natürlich alle entsprechende Berichte nach Hause. Hammerschlag Nummer Zwo. Das Beowulf austreten wird, ist so gut wie sicher. Hammerschlag Nummer Drei. Gleichzeitig wird die Liga vor Beowulf ins nächste Messer laufen, auch wenn Weber da wieder alles "auf der Kippe" schreiben wird. Also mit Verlusten für Allianz und Liga, sonst wäre es ja langweilig. Hammerschlag Nummer Vier. Sobald es vor Beowulf geknallt hat, wird der Skandal noch größer, die Emotionen noch heftiger und die Fliehkräfte nehmen zu, denn die Liga muss sich dann vorwerfen lassen, sich über die lokalen Autoritäten und die Verfassung zu stellen, was beides verboten ist. Hammerschlag Nummer Fünf.

Gleichzeitig fördert das Alignment Aufstände in den Protektoraten und der Schale. Das ist ein ganz gewaltiger Hammerschlag, denn wir wissen ja, wie OFS, Gendarmerie und SLN darauf zu reagieren pflegen. Sobald das losgeht und die nächsten "Polzeieinsätze" der SLN auch durch solarische Medien bekannt werden (irgendwann fangen auch die an, Fragen zu stellen, zumal da ja auch noch Miss Hanrahan wäre), ist die Hölle los. Presslufthammerschlag par excellence.

JETZT kann die Allianz offen feststellen, dass die Liga als Aggressor handelt und anfangen, die wichtigsten Flottenverbände der Grenzflotte zu dezimieren - um "weitere Angriffe auf souveräne Welten und Zivilisten zu verhindern". Hammerschlag Nummer Sechs. Zu dem Zeitpunkt werden sich bereits andere Welten oder Sektoren von der Liga abwenden, vor allem in der Randzone und der Schale. Dort kann die Allianz dann operativ gegen loyale SLN-Verbände vorgehen, wie sie es im Madras-Sektor getan hat.

Nicht zu vergessen: Der Renaissance Factor nimmt ja auch seine Aktivitäten auf und beginnt, "gegen die Korruption und Verdorbenheit der Liga" zu wettern. Nächster Hammerschlag vom Alignment. ...
To strive, to seek, to find, and not to yield.

Mein Handeln ist nicht hochgradig vorschriftswidrig. ICH bin hochgradig vorschriftswidrig.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Isvarian« (10. Februar 2016, 09:56)