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Montag, 30. Mai 2016, 09:03

Energielafetten

Ich frage mich schon länger, wie die Energiebewaffnung, also die Großen, nicht die Cluster, dimensioniert sind.

Grund: Was hindert die Marinen, schwere Lafetten auf/unter den Hammerköpfen drehbar mit großem bestreichungswinkel anzuordnen? Also die Jagdbewaffnung zur Breitseite hinzuzufügen...

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Montag, 30. Mai 2016, 10:52

Das hängt von der Flotte, vom Waffentyp und der Schiffsklasse ab. Außerdem davon, ob das Schiff mehr auf Raketen oder mehr auf Energielafetten setzt.

Ein Conqueror-Kreuzer (dessen Energiebreitseite in Bevorzgung der Raketenarmierung relativ schwach ist) hat 60cm-Laser in der Breitseite und 72cm-Laser in der Jagdbewaffnung. Ein City-Zerstörer hat dagegen einen einzelnen 66cm-Laser in der Breitseite. Ein Warlord kommt schon mit 100cm-Lasern und 150cm-Grasern in der Breitseite und 175cm-Grasern in der Jagdbewaffnung. Und ein DuQuesne kommt mit 280cm-Lasern in der Breitseite, 300cm-Lasern in der Jagdbewaffnung, respektive 357cm- / 398cm-Grasern.

Die RMN montiert etwas schwerere Waffen... Star Knights: 150cm-Graser, 110cm-Laser. Die Gryphons kommen mit Waffen im Kaliber von 400 bis 500cm. Die Graysons schießen den Vogel mit 550cm bzw 600cm-Grasern auf den Benjamin the Great ab. Das sind etwa die Dimensionen, die sich aus den Büchern und der nicht offiziellen Nefarious-Liste herauslesen lassen. Es heißt zwar immer, die Nefarious wäre komplett Fantasie, aber vieles ist plausibel. Die bestehenden Waffenkonzepte liegen auch in diesen Dimensionen.


Was die Marinen davon abhält, sie als Drehgeschütz zu lafettieren ist schlicht die Dimension der Geschütze und die dafür erforderliche Masse. Bei der "Casey Klasse" war ein Laser schon um die 70 Meter lang und seitdem sind die Kanonen nicht kleiner geworden. Die Energiewaffen reichen also tief in den Hammerkopf hinein. Er wird ja immer als "vollgestopft" bezeichnet. Frei aufhängen könnte man sie auch nicht, an irgend etwas muss man sie ja stabil befestigen und sie auch vor Beschuss schützen, sonst haut jeder Nahtreffer und jede Beschleunigung sie weg. Momentan sind sie hinter der Hammerkopfpanzerung im Schiff fest montiert und entsprechend geschützt.

Man bräuchte also gepanzerte Geschütztürme wie auf nassen Schlachtschiffen. Das sind ungeheuer komplexe Systeme, die enorme Massen verschlingen. Barbette, Geschützbrunnen, Panzerschildhaube, Drehmotoren und so weiter. Als Referenz: Ein einziger Geschützturm eines realen nassen Schlachtschiffes, der (im vergleich mit Honorversegeschützen popelige) zwei 20 Meter lange 35cm-Geschütze trägt, wiegt etwa 120 Tonnen. Da wird ein Geschützturm für 600cm-Kanonen, die Dutzende Meter lang sind, um ein Mehrfaches größer ausfallen. Diese Masse müsste man irgendwoher nehmen, also würde die Zahl der Geschütze abnehmen, denn woher sonst soll sie kommen?


Um also die Breitseite kaum merklich bis leicht zu verstärken würde man die Jagdbewaffnung massiv schwächen und zudem auch noch anfälliger machen, denn die Türme würden aus dem verbliebenen Hammerkopf ragen. Das ist es den Militärs offenbar nicht wert. So, wie es ist, haben sie vereinfacht ausgedrückt nach vorn eine dicke Panzerplatte, aus der viele Geschütze rausschauen, nach oben, unten, links und rechts ist der Hammerkopf etwas schwächer gepanzert, weil schon Seitenschilde, nach "hinten" hat ein Hammerkopf keine Panzerung, weil von da nichts kommt. Optimale Masseausnutzung.
To strive, to seek, to find, and not to yield.

Mein Handeln ist nicht hochgradig vorschriftswidrig. ICH bin hochgradig vorschriftswidrig.

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Isvarian« (30. Mai 2016, 11:24)


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Montag, 30. Mai 2016, 19:46

Zitat

Bei der "Casey Klasse" war ein Laser schon um die 70 Meter lang und
seitdem sind die Kanonen nicht kleiner geworden. Die Energiewaffen
reichen also tief in den Hammerkopf hinein.
So eine Angabe habe ich gesucht, danke. Eigentlich waren zumindest bei den Subcapitals die Jagdwaffen ja die schwersten Lafetten.
Die Angaben für nasse Panzertürme kenne ich selbst gut genug. es ging lediglich um eine grundsätzliche Angabe, bevor ich mich mit "Mehr" auseinandersetzen wollte.