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Mittwoch, 8. April 2009, 22:32

Parnells Pläne

Parnells Plan Odysseus war das Basilisk-System zu Erobern um einen zweiten Terminus des Wurmlochknotens unter die Kontrolle der Volksrepublik zu bringen.
Aber was dann , um seine eigene Variante von Operattion Beatrice zu starten?
Dazu hätte er aber, wie Theismann keine Wurmlöcher gebraucht, er hätte den normalen Weg via Hyperraum benutzen können.
Das hätte den Vorteil gehabt das alle Schiffe zur gleichen Zeit im Manticore System angekommen wären, was bei dem Weg über die Termini die hunderte von Lichtjahren auseinander liegen nicht garantiert gewesen wäre und die Volksflotte wäre im Manticore-System nicht am Knoten 412 Lichtminuten außerhalb des Systems.
Eigentlich kann es Parnell darum gegangen sein der RMN bei einem Kampf um das Basilsk-System möglichst schwere Verluste zu zufügen, einem Frontalangriff aus das Heimatsystem konnte die sich die Volksflotte nicht leisten dazu war ihre numerische Überlegenheit zu klein, die RMN hatte ungefähr 2/3 größe des Schlachtwalls der Volksflotte.
Admiral_Ravenheim aka DerUnsterbliche

Ich bin für ein Verbot von dihydrogen monoxide in Atmosphäre !

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Freitag, 10. April 2009, 06:56

Re: Parnells Pläne

Ich glaube das er damit erreichen wollte das die Mantis so viele Schiffe wie öglich zuhause halten müssen damit, wenn er dann doch mal angreift, nicht so viele Schiffe an der Front rumstehen die ihm das leben schwer machen können.
Für Rechtschreibfehler wird keine Haftung übernommen.

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Freitag, 10. April 2009, 14:34

Re: Parnells Pläne

Zitat von »"TechnikFreak"«

Ich glaube das er damit erreichen wollte das die Mantis so viele Schiffe wie öglich zuhause halten müssen damit, wenn er dann doch mal angreift, nicht so viele Schiffe an der Front rumstehen die ihm das leben schwer machen können.


Das Problem ist genau das zuhause der Manties müsste er aber angreifen und erobern....
Admiral_Ravenheim aka DerUnsterbliche

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Freitag, 10. April 2009, 18:51

Re: Parnells Pläne

Da damals noch jeder davon ausgegangen ist, dass der Krieg wie ein Land(stellungs)krieg ausgefochten werden müsste hätte Haven Manticore selbst eh nicht angegriffen, sondern erstmal sämtliche Systeme zwischen Grenze und Manticore erobert. Und bei diesen Eroberungen wäre es nur zu angenehm wenn die RMN die meisten Schiffe in der Homefleet behalten müsste.

Ausserdem hat Parnell bestimmt darauf gehofft, dass zumindest ein paar Versuche unternommen werden Basilisk zurück zu erobern - was dann zu großen Verlusten Manticores führen würde wenn die PRHN hinter dem Wurmlock lauert.

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Freitag, 10. April 2009, 21:01

Re: Parnells Pläne

Zitat von »"HamsterDesTodes"«

Da damals noch jeder davon ausgegangen ist, dass der Krieg wie ein Land(stellungs)krieg ausgefochten werden müsste hätte Haven Manticore selbst eh nicht angegriffen, sondern erstmal sämtliche Systeme zwischen Grenze und Manticore erobert. Und bei diesen Eroberungen wäre es nur zu angenehm wenn die RMN die meisten Schiffe in der Homefleet behalten müsste.

Ausserdem hat Parnell bestimmt darauf gehofft, dass zumindest ein paar Versuche unternommen werden Basilisk zurück zu erobern - was dann zu großen Verlusten Manticores führen würde wenn die PRHN hinter dem Wurmlock lauert.


Genau das habe ich gemeint.
Für Rechtschreibfehler wird keine Haftung übernommen.

6

Dienstag, 14. April 2009, 08:47

Re: Parnells Pläne

Die Eroberung von Basilisk hätte für Haven den Vorteil gehabt, dass mehr Schiffe der RMN in der Homefleet gebunden worden wären. so hätten die mit Manticore verbündeten Systemerelativ leicht, vielleicht sogar Kampflos erobert werden können, so hätte man der Allianz die stratigische Tiefe genommen.
Einen direckten Angriff auf das Heimatsystem durch die Termina halte ich für extrem unpraktikabel, die Verteidigung des Knotens, zumindest die zu Friedenszeiten dürfte der PRHN bekannt gewesen sein.
Ebenso dürfte der RMN bekannt sein das eine Rückeroberung Basilisks durch das Wurmloch keine wirklich gute Idee ist, vorallem da der Terminus zu dem Zeitpunkt noch das einzig wertvolle im System war und esshalb der logische Platz für den Wachverband.
Parnell könnte daurauf spekuliert haben, das die Situation der RMN zu Heis wird und sie nach dem Fall der Randsysteme eine Angriffsflotte durch den Hyperraum nach basilisk schickt und das Heimatsystem so exponiert. bei guter Planung und etwas Glück hätte das Manticore System so eingenommen werden können.
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7

Donnerstag, 3. Juni 2010, 20:16

Re: Parnells Pläne

Auch eine Aufwärmung, aber was solls:

Der Besitz der Termini ist wichtig für einen Überraschungsangriff - was durch ein Wurmloch kommt, sieht man erst, wenn es eintrifft. Gerade das ist ja der Grund für die ständige Präsenz der RMN am Knoten.
Gleichzeitig gibt es aber eine Obergrenze von 200 Millionen Tonnen, die man gleichzeitig durch einen Terminus durchschicken kann - aber die gilt für jeden Terminus EINZELN.

Wenn man also einen Terminus kontrolliert - was in Bezug auf Haven ja zu Kriegsbeginn der Fall war, dann kann 200 Millionen Tonnen auf einmal durchschicken. Kontrolliert man zwo, wären es 400 Millionen Tonnen gleichzeitig. Das wären also doppelt so viele Schiffe, mithin doppelt so viele Geschütze und Raketenwerfer gewesen - und doppelt so viele Ziele. Im Falle Havens hätte die VFH somit bei einem Überraschungsangriff wesentlich mehr Schaden an der Knotenverteidigung angerichtet und ihre Schiffe hätten wesentlich länger durchgehalten, weil die Forts weniger Feuerkraft auf die einzelnen Ziele hätten richten können. Das hätte die Verteidigung auf keinen Fall aufhalten können. Und mit dem Fall der Knotenforts wäre der Terminus nach 17 h offen gewesen für die nächste Welle von Schiffen, die sich dann das System vorgenommen hätten.

Damit wäre Manticore selbst wahrscheinlich ausgeschaltet worden und ein Krieg vorbei, ehe er begonnen hat. Und Haven hätte sich den Weg durch die ganzen Grenzsysteme gespart.

Und das ist auch der Grund, warum Manticore extrem empfindlich reagiert, sobald jemand nach der Kontrolle über die Termini schielt - bei Basilisk wars Haven, bei Lynx die Grenzsicherheit... Mit beiden ist die RMN auf die Matte gestiegen.
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8

Freitag, 4. Juni 2010, 14:52

Re: Parnells Pläne

Alles richtig nur, wenn die feindliche Flotte normal durch den Hyperraum kommt, wie bei Operation Beatrice, dann gibt es keine Tonnage-Begrenzung!
Und das Problem zwei Flotten die mehr als hundert Lichtjahre von einander entfernt sind zu koordinieren gibt es dann auch nicht.
Admiral_Ravenheim aka DerUnsterbliche

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9

Freitag, 4. Juni 2010, 21:46

Re: Parnells Pläne

Ja, aber - immer daran denken - zu dem Zeitpunkt, als Parnell seine Pläne machte, gab es noch keine Gondelleger und Mehrstufenraketen und man ging davon aus, dass man auf dem konventionellen Weg erst alle feindlichen Basen ausschalten muss, weil die dort stationierten Geschwader sonst Flankenangriffe auf die Angriffsflotte und die Nachschublinien unternehmen. Das ist quasi das Weltraumäquivalent der Frontlinien des ersten Weltkrieges gewesen. Ein Angriff durch die Termini hätte dagegen quasi die komplette Frontlinie umgangen und Manticores Hauptsystem direkt angegangen.
Im Ersten Haven-Krieg hat die RMN ja einen massiven Keil quer durch die Republik auf Trevors Stern getrieben, anstatt das System direkt anzugreifen - das ging einfach nicht. Und die VFH hat sich rund um Trevors Stern sozusagen "eingegraben" und der RMN schwere Verluste zugefügt. Und dann ist White Haven zum Sturmangriff durch den Terminus angetreten, nachdem er den Haveniten weißgemacht hat, dass er auf dem "normalen" Weg kommen würde. Er hat also die havenitischen Linien umgangen und das System erobert, wodurch die VFH ihre Positionen nicht mehr halten konnte.

Operation Beatrice war eine Gondelleger-Operation und zudem ein "Alles oder nichts"-Angriff - die RHN hätte das nie versucht, wenn sie nicht mit dem Rücken zur Wand gestanden hätte. Und zu dem Zeitpunkt hatte Haven auch keinen einzigen Terminus mehr unter Kontrolle.

Zwischen diesen beiden Vorgehensweisen liegt ein kompletter Doktrinwechsel. Die Podnoughts kämpfen ja auch nicht mehr wie die alten Superdreadnoughts Breitseite gegen Breitseite.
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10

Dienstag, 8. Juni 2010, 18:06

Re: Parnells Pläne

Gondelleger haben einen höheren Munitionsverbrauch als die normalen SD, das sollte den bedarf an vorgeschobenen Basen erhöhen, es doch recht unpraktisch mehrere Wochen auf Nachschub von Manticore zu warten.

PS. hätte Manticore keine Stationen außerhalb des Heimatsystem errichtet hätte Haven also keinen Krieg führen können oder :?: ;)
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Eagleeye

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11

Dienstag, 8. Juni 2010, 19:37

Re: Parnells Pläne

Zitat von »"Admiral_Ravenheim"«

Gondelleger haben einen höheren Munitionsverbrauch als die normalen SD, das sollte den bedarf an vorgeschobenen Basen erhöhen, es doch recht unpraktisch mehrere Wochen auf Nachschub von Manticore zu warten.

PS. hätte Manticore keine Stationen außerhalb des Heimatsystem errichtet hätte Haven also keinen Krieg führen können oder :?: ;)


Der Munitionsverbrauch von Gondellegern ist nicht notwendigerweise höher. Zumindest dann nicht, wenn Du Mark23+Mark23-E (=Apollo)-Raketen inklusive Keyhole-2 - oder zumindest inkl. Geisterreiter-Sonden - hast ... ;)

Nicht umsonst hat die RMN es ziemlich klaglos akzeptiert, daß sie bei gleicher Gondelgröße nur noch 9 Raketen (8 Angriffs- und 1 ApolloRakete) in eine Gondel reinbekommt - im Vergleich zu den 10, die sie vorher drin verstauen konnte - und beim VorgängerModell der Mark23 waren es sogar 12, wenn ich mich recht entsinne.
DRM (...) represent(s) an exercise in mindless stupidity that would shame any self-respecting dinosaur
Eric Flint; http://www.baens-universe.com/articles/principle
Random pithy quote: Never take life seriously. Nobody gets out alive anyway.. (jiltanith.thefifthimperium.com)

12

Dienstag, 8. Juni 2010, 21:30

Re: Parnells Pläne

Zitat von »"Admiral_Ravenheim"«

Gondelleger haben einen höheren Munitionsverbrauch als die normalen SD, das sollte den bedarf an vorgeschobenen Basen erhöhen, es doch recht unpraktisch mehrere Wochen auf Nachschub von Manticore zu warten.


Antwort (neben der von Eagleeye): Munitionsschiffe - ein einziger Frachter transportiert mehr Gondeln, als ein SD-P fasst. Im Hyperraum warten lassen - reingehen - kämpfen - Munitionsschiffe rein und aufmunitionieren bzw raus und nach Aufmunitionierung wieder rein. Letzteres hat Tourville bei der Zweiten Schlacht von Zabazibar und Alizon Zwo gemacht.

Zitat von »"Admiral_Ravenheim"«

PS. hätte Manticore keine Stationen außerhalb des Heimatsystem errichtet hätte Haven also keinen Krieg führen können oder :?: ;)


Ähm ... bitte was? Irgendwie kapier ich das gerade nicht...
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13

Mittwoch, 9. Juni 2010, 12:43

Re: Parnells Pläne

Zitat von »"Isvarian"«



Zitat von »"Admiral_Ravenheim"«

PS. hätte Manticore keine Stationen außerhalb des Heimatsystem errichtet hätte Haven also keinen Krieg führen können oder :?: ;)


Ähm ... bitte was? Irgendwie kapier ich das gerade nicht...


Nun das ist die Folgerung, aus deinem Argument das ein Angriff auf ein Heimatsystem nicht möglich oder mit einem zu großen Risiko verbunden ist. Hätte Manticore seine Flotte im Heimatsystem gelassen hätte Haven dieses direkt angreifen müssen oder es hätte keinen Krieg gegeben.
Admiral_Ravenheim aka DerUnsterbliche

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14

Donnerstag, 10. Juni 2010, 14:26

Re: Parnells Pläne

AAAAHH - Jetzt versteh ich das.

Selbstverständlich wäre es zum Krieg gekommen - nur hätte sich die VFH den verlustreichen Kampf um die vorgeschobenen Positionen der RMN gespart.

Nur deshalb hat Manticore ja dieses Basensystem errichtet - um die VFH in taktischen Gefechten bekämpfen zu können, ohne unbedingt standhalten zu müssen. Sie hat sich das Element der Bewegung erhalten und eine flexible Verteidigung aufgebaut, statt auf eine starre, auf das Heimatsystem beschränkte Verteidigung zu setzen.

Hätte sie das nicht getan, hätte die VRH die ganzen Systeme ohne nenneswerten Widerstand - also ohne eigene Verluste - geschluckt und dann Manticore zu einem Zeitpunkt ihrer Wahl angegriffen. Und beim damaligen Tonnagevorteil der VFH hätte die RMN wohl verloren oder zumindest schwerste Verluste kassiert - und gerade die hätte sie sich nicht leisten können, denn einen Abnutzungskrieg hätte Haven auf jeden Fall gewonnen, weil der RMN früher die Schiffe ausgegangen wären.

Nachdem die Basen erstmal standen und die Frontlinie existiertem ,war diese Möglichkeit dahin und in dem Moment wurde der Wurmlochknoten interessant, weil durch ihn die Umgehung der Frontsysteme - also der strategischen Tiefe - und die Rückkehr zum warnungslosen, entscheidenden Angriff möglich wurde. Nur dummerweise gibts da halt diese Tonnagenbegrenzung... und deshalb hat Haven Odysseus versucht - um die eigene Position in dieser Option zu verbessern.
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15

Mittwoch, 23. Juni 2010, 15:46

Re: Parnells Pläne

Aber wozu sollte das, denn besser sein? Wenn ich mich recht erinnere kann man das Äquivalent von 3,5 BatRon's mit einem Elitransit durch einen Terminus bringen? Also Quasi Basilisk und Trevors Stern zusammen 7 BatRon'S --> macht unterm Strich 56 SD'S. Warum sich die Mühe machen und nicht einfach eine große Flotte sammeln nach Manticore fliegen und angreifen. Siehe Operation Beatrice im 2.Haven-Krieg?
Die einzige Möglichkeit die mir in den Sinn kommt ist eine Operation wie damals zur Eroberung von Trevors Stern. Als ein Detachement der Homefleet mit einem Transit von Manticore aus der verteidigten havenitischen Flotte in den Rücken fiel.
Herr, gib mir die Kraft Dinge zu verändern, die ich ändern kann.
Gib mir die Geduld, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
Und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
(Schwäbischer Abt Öttinger ca. 1750)

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16

Donnerstag, 24. Juni 2010, 10:01

Re: Parnells Pläne

Okay... nochmal ;) (Achtung! Langer Text! :D ) :

Wir reden hier von der Situation, wie sie 1905 PD taktische Realität war, nicht 1921 PD.

Das bedeutet: Ein SD hat keine Gondeln, sondern seine Breitseite von ~ 40 Raketen. Munition: Die Magazinkapazität. keine Gondeln, kein Apollo, keine Mehrstufenraketen. Hauptwaffe zum Vernichten feindlicher SDs: Energiewaffen.

Von der Doktrin her dachte man in herkömmlichen, in Formalitäten erstarrten Flottengefechten, bei denen sich der Unterlegene jederzeit zurückziehen konnte - entscheidende Gefechte gabs also nur, wenn eine Seite etwas unbedingt verteidigen musste. Also musste man genau diese Situation herbeiführen.

Die VFH war der RMN zu diesem Zeitpunkt tonnagemäßig und zahlenmäßig überlegen - hätte die RMN sich also auf ihr Heimatsystem beschränkt, hätte die VFH im tiefsten Frieden alle ihre SDs massiert und wäre wie bei ihren vorherigen Opfern ohne Vorwarnung aufgekreuzt - also praktisch Beatrice, nur ohne Gondeln und Mehrstufenraketen. Und die gesamte RMN hätte gegen sie gestanden... aber es hätte ihr nichts genützt, denn zum Beispiel die Raumforts am Konten hätten nicht eingreifen können und die VFH hatte mehr als doppelt so viele SDs (188 gegen 412), was durch die DNs (121 gegen 48) nur bedingt ausgeglichen worden wäre. Und wenn die VFH eine der Werften erwischt hätte, wäre Manticore erledigt gewesen - siehe "Bauwettlauf". Zumal sich die VFH einen günstigen Zeitpunkt ausgesucht hätte, also z.B. mitten in einem Wartungszyklus ausgetaucht wäre, wenn sounsoviele Schiffe der RMN in der Werft gelegen hätten. Das wäre ein entscheidender Angriff gewesen.

Manticore hat also dieses System aus Basen errichtet, um der VFH Verluste zufügen zu können, ohne unbedingt bis zum letzten kämpfen zu müssen und um frühzeitig gewarnt zu werden - und damit war dieses unauffällige Massieren nicht mehr möglich, denn die VFH musste nun entsprechend Schiffe abstellen, um die RMN-Einheiten auf diesen Basen zu "bewachen"... nicht, dass die plötzlich etwas Unangenehmes machen. Diese wiederum hätten sofort spitzgekriegt, wenn irgendwas gelaufen wäre. Und ein Durchmarsch nach Manticore hätte nun die Gefahr von massiven Flankenangriffen beinhaltet. Und Flankenangriffe sind für den Angegriffenen immer schlecht. Was nützt es, mehr SDs zu haben, wenn die Nachschubkonvois von feindlichen Schlachtkreuzern aufgefressen werden und keine Munition mehr da ist? Somit war die nötige Konzentration für einen entscheidenden und vor allem warnungslosen Angriff nicht mehr möglich, weil man sich erst um die Basen kümmern musste.

Exkurs in die Realität zur Verdeutlichung: Ist wie gesagt wie im ersten Weltkrieg: Man versuchte, den Gegner zu flankieren, was zu einem Wettlauf zum Meer führte und am Ende standen die Truppen entlang einer ewig langen Frontlinie, wo sie sich gegenseitig belauerten - und man konnte nirgendwo nennenswert Truppen abziehen, ohne eine Schwachstelle zu schaffen, die der Gegner dann mit relativ leichten Kräften ausnutzen konnte. Die "Verankerung" auf der einen Seite war das Meer, auf der Andern die Alpen... man stand also Front gegen Front, wo die Waffenwirkung am größten ist. Also massierte man alles, was man noch hatte (was logischerweise wesentlich weniger war, als man ohne diese endlose Frontlinien zur Verfügung gehabt hätte), an einer Stelle und versuchte den Durchbruch, um praktisch eine neue "Flanke" zu schaffen, an der man die gegnerischen Streitkräfte von der Seite oder hinten packen konnte - nur kriegte der Gegner das zwangsläufig mit und konterte (Verdun, Somme, etc) . In jedem Fall konnte man nicht mit voller Stärke angreifen und der Verteidiger war im Vorteil (Minenfelder, etc. ). Und hinter dem ersten Graben wartete der zweite und dahinter der dritte usw...

Jetzt übertragen wir diese Situation ins Honorverse:
Nouveau Paris ist Paris und Manticore ist Berlin - der Raum dazwischen ist Kampfgebiet. Direkter Durchmarsch: praktisch unmöglich.

Das Wurmloch ist nun praktisch wie ein Tunnel unter diesen Linien hindurch - man kann also (mit vergleichsweise schwachen Truppen, aber hey, es kommt drauf an, was am anderen Ende auf einen wartet) ungehindert unter all den Stützpunkten und Linien durch und plötzlich im gegnerischen Hinterland auftauchen. In diesem Fall führt der Tunnel sogar noch in die Hauptstadt, sagen wir also Berlin... Das bedeutet, der Verteidiger muss soviele Truppen am Tunnelausgang stationieren, dass er das, was da maximal durchkommt, auf jeden Fall aufhalten kann - sonst wars das. Klar soweit?

Und was bedeutet es, wenn eine Seite Truppen im Hinterland stationieren muss? Richtig: Diese Truppen fehlen an der Front! Diese wird dadurch dünner und zerbrechlicher.

Und jetzt zu den Folgen:
Im Falle Manticores bedeutet das: Die (damals ohnehin zahlenmäßig unterlegene) RMN musste so viele Kräfte an den Knoten abstellen, dass dieser in jedem Fall gehalten werden kann. 3,5 angreifende SD-Schlachtgeschwader pro Terminus = mindestens 5 zur Verteidigung, um sicher zu gehen. Kontrolliert der Gegner einen Terminus, sind das also 40 SDs zur Verteidigung, kontrolliert er zwei, sind es schon 80. Die Homefleet hatte zu dem Zeitpunkt 128 Wallschiffe und sollte zudem als taktische Reserve für die anderen Flotten fungieren... wie soll sie das machen, wenn sie praktisch alle ihre Schiffe für die Knotenverteidigung braucht? Allein das Drohungsszenario eines mehrere Wellen umfassenden Angriffs über mehere Termini durch den Konten zwingt sie, praktisch komplett permanent am Knoten aufzupassen, während die VFH mit ihren 412 SDS munter im All herumgondelt (die müssen ja umgekehrt nicht ständig am Terminus stehen, man kann auch das Tonnageäquivalent an BBs hinstellen... und zudem mus die RMN zusätzliche Schiffe ins Heimatsystem zurückrufen, um die Homefleet zu verstärken, falls die VFH doch massiert durch den Knoten kommen will ... und schon heißt es an den vorgeschobenen Basen 60 oder weniger SDs gegen 400 (die Homefleet ist ja durch die Drohung kaltgestellt und kann nicht verstärken und im Extremfall sind die Wachverbände zusätzlich geschwächt)... 5 oder mehr gegen 1 ... das packt auch die RMN 1905 PD nicht!

Die Knotenforts kann man knicken - die bieten zwar zusätzliche Feuerkraft, aber die Simulationen, von denen in HH1 die Rede ist, haben ergeben, dass ein Gegner, der bereit ist, Verluste in Kauf zu nehmen, sie alle ausradieren kann. Und das Verlustverhältnis wäre auch hier für den Angreifer günstiger. er würde weniger Tonnage verlieren als der Verteidiger. Schickt er jetzt 56 SDs durch statt 28, räumt er mit der ersten Welle doppelt bis dreimal soviel ab, was dann der zweiten Welle schon nicht mehr gefährlich werden kann - seine Gesamtverluste nehmen also ab... und schon wieder sind wir bei der zahlenmäßigen Unterlegenheit der RMN im Jahre 1905 PD angelangt.

Die Kontrolle über einen zweiten Terminus hätte also dazu geführt, dass die RMN mehr im Hauptsystem konzentriert gewesen wäre... man hätte also mehr davon auf einen Schlag in einem Gefecht erwischt, bei dem sie nicht hätte ausweichen können. Und somit hätte man das entscheidende Gefecht, in dem die überlegene Streitmacht die unterlegene zerstört.

Und damit den Krieg gewinnt.
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17

Donnerstag, 24. Juni 2010, 13:14

Re: Parnells Pläne

Aber das ist ja der Punkt bei der ganzen Sache. Warum sich die Mühe machen einen weiteren Terminus zu erobern, wenn man auch so an Ziel kommt.

Operation Leuktra:

100 havenitische SD'S greifen frontal den Wurmlochknoten des Manticore-Systems an. Der Knoten ist außerhalb der Hypergrenze, dass heist null Vorwarnzeit. Und 100 SD's sollten genügen, um mit jedem Wachgeschwader fertig zu werden. (trotz des Technologievorsprungs) Auf diesen Angriff muss die Homefleet reagieren. Sie beschleunigt also in Richtigung Wurmochknoten. Eine Zweite havenitische Flotte ca. 150 SD's hält sich im Hyperraum bereit, und transistiert weit genug entfernt, um sich nicht der Homefleet stellen zu müssen und greift das innere System an, während die Homefleet noch auf den Knoten zu hält. Selbst wenn Haven die 100 SD's die denn Knoten angegriffen haben, verliert, hat Manticore trotzdem auch schwere Verluste erlitten. Außerdem hat die andere Haviflotte wahrscheinlich das innere System verwüstet (Hephaistos, Vulkan).

Also braucht Haven doch nicht unbedingt einen 2ten Terminus. :mrgreen:
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Gib mir die Geduld, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
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18

Donnerstag, 24. Juni 2010, 14:08

Re: Parnells Pläne

Eigentlich braucht Haven den Terminus von Trevor´s Star auch nur zur Ablenkung um einen Teil der Home Fleet an den Terminus zu Binden.
Ein weiteres Problem für die RMN ist, das sie auch noch Manticore B mit Gryphoon verteidigen musss.
Admiral_Ravenheim aka DerUnsterbliche

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19

Donnerstag, 24. Juni 2010, 14:31

Re: Parnells Pläne

Zitat von »"Icaraene"«

Aber das ist ja der Punkt bei der ganzen Sache. Warum sich die Mühe machen einen weiteren Terminus zu erobern, wenn man auch so an Ziel kommt.

Operation Leuktra:

100 havenitische SD'S greifen frontal den Wurmlochknoten des Manticore-Systems an. Der Knoten ist außerhalb der Hypergrenze, dass heist null Vorwarnzeit. Und 100 SD's sollten genügen, um mit jedem Wachgeschwader fertig zu werden. (trotz des Technologievorsprungs) Auf diesen Angriff muss die Homefleet reagieren. Sie beschleunigt also in Richtigung Wurmochknoten. Eine Zweite havenitische Flotte ca. 150 SD's hält sich im Hyperraum bereit, und transistiert weit genug entfernt, um sich nicht der Homefleet stellen zu müssen und greift das innere System an, während die Homefleet noch auf den Knoten zu hält. Selbst wenn Haven die 100 SD's die denn Knoten angegriffen haben, verliert, hat Manticore trotzdem auch schwere Verluste erlitten. Außerdem hat die andere Haviflotte wahrscheinlich das innere System verwüstet (Hephaistos, Vulkan).

Also braucht Haven doch nicht unbedingt einen 2ten Terminus. :mrgreen:


Eben doch - eben weil sie nicht so einfach mal eben Richtung Manticore marschieren können - Manticores BASEN SIND IM WEG. Wenn die VFH ihre Schiffe zusammenzieht, kriegt Manticore das sofort spitz und führt Präventivschläge. Denk in Begriffen des 1.WK-Stellungskrieges, dann ist das ganz einfach zu verstehen. Haven konnte Manticore nicht kassieren, ohne zuvor die RMN zu vernichten - also die mobile Komponente, denn sonst hätte die RMN auf einmal das Haven-System selbst angegriffen, während die VFH sich noch gesammelt hätte. 1905 PD dachte man in Begriffen des langsamen Vormarsches System für System, wie seit Jahrhunderten. Da ist keiner auf die Idee gekommen, mal eben um 10 Systeme herumzufliegen, dafür hatte man schlichtweg nicht die technischen Voraussetzungen. Allein die Munitionsversorgung wäre alptraumhaft gewesen. Und wo sollen die beschädigten Schiffe sich hin zurückziehen? Nochmal durch den ganzen Basenkordon hindurch? Mit sonstwas für Schäden?

Ein zweiter Terminus unter havenitischer Kontrolle hätte wie gesagt die RMN zur Konzentration im Heimatsystem gezwungen und ihrer mobilen Optionen beraubt - damit wären die Basen durch die Schwäche ihrer Wachgeschwader keine Gefahr mehr gewesen und man hätte die RMN-Wallschiffe größtenteils auf einmal erwischen können. Also genau die Situation, die vorher bei allen anderen Opfern der Volksrepublik auch geherrscht hatte.

Haven hat sich vor Manticore ja nie mit einem Multi-System-Gegner (Manticore + Alliierte + Basen) angelegt. Für die war das absolut neu.

Das sich das Denken völlig geändert hat, sieht man 1921 PD - jetzt hat man die Mittel, um ganze Systeme zu umgehen. Vergleichen könnte man das mit dem amerikanischen "Inselspringen" im Pazifik gegen Japan - Schlüsselsysteme ausschalten, den Rest abschneiden und ignorieren. Die Wurmlochtermini sind nur noch als unangreifbare Nachschubrouten für Manticore interessant - und für die mobile Verteidigung "Basilisk-Manticore-Trevors Stern"
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20

Donnerstag, 24. Juni 2010, 15:03

Re: Parnells Pläne

Moment, moment, moment, als sich Admiral Parnell Operation Odyseuss ausgedacht hat, gab es noch keine Manticorianische Allianz und somit keine vorgeschobenen Allianz Basen, die einen Vormarsch behindert hätten.
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