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Dienstag, 19. Januar 2016, 21:26

Systemkontrolle durch "Q-Schiffe"?

Um mal wieder etwas Leben hier reinzubringen stelle ich folgende Ideen zur Diskussion.

Wenn man betrachtet, wie viele Systeme in der SL zu sichern wären... warum nicht auf Schiffe ähnlich der Wayfarer-Klasse (>7M t) zurückgreifen?

Was spricht dafür:
- Billig, da Handelsschiffstandard
- Enorme Schlagkraft dank Raketengondeln (und davon genug dabei)
- Mobile Taskgroups durch LACs und HACs (dazu später mehr)
- Genug Platz für komfortable Unterbringung, Werkstätten, Lager/Magazine -> Depotschiff für hypermobile Kampfgruppen
- Groß genug für entsprechende Marines-Kontigente
- Groß genug für moderne Elektronik inkl. Schlüsselloch/Apollo
....

Damit kommen wir zum HAC (Heavy Attack Craft) Konzept:
Es handelt sich um ein LAC "auf Steroiden", also eher in der Größe "alter" Zerstörer (>50k t, also so Hawkwing-Klasse). Ohne Hyperantrieb und bei Verzicht auf Alpha-Emitter sollte ordentlich Platz und Kapa für Waffen, Eloka etc. vorhanden sein. Im Grunde wären 2 Typen/Spezialisierungen denkbar: Eine "Angreifer"-Variante mit schweren Energielafetten/Raketen, die gegnerische leichte Einheiten bis BC "plänkeln"; sowie eine "Verteidiger"-Variante gegen Raketen und LACs. Vorteile ggü. LACs wären höhere Ausdauer im System, höhere Reichweite, mehr Kampfausdauer/Überlebensfähigkeit durch größere Magazine/Eloka-Raum, etc. Sie könnten zusätzlich auch noch Flatpacks mitführen....

Insgesamt könnte ein "Stationsschiff" je nach Aufbau sogar HACs (bis zu 8) und LACs (bis 48) mitführen. Die LACs in den "Breitseitenhangars", die HACs in BugHangars. Das Heckdrittel wäre dann Stauraum für Gondeln, dazu noch entsprechende Nahbereichsabwehr.

Und nun Feuer frei :)

Edit: Titel angepasst

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SailorGN« (20. Januar 2016, 12:47)


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Donnerstag, 21. Januar 2016, 12:35

Antwort kurz: Weil es keinen Sinn macht.


Antwort lang:

1) Das Zeitalter der "Stellungskriege" mit quälend langen Vormärschen von System zu System, wie sie im Ersten Havenkrieg noch üblich waren, ist vorbei. Die Allianz macht das jetzt anders, nämlich mit Tiefraumschlägen - rein, draufhauen, raus! Den Schutthaufen kann der Gegner behalten, dann fällt er dem zur Last. Hauptsache, die Industrie und Orbitalanlagen sind weg.

2) Die Allianz ist personell nicht in der Lage, die Liga zu besetzen.

3) Wenn Harringtons Strategie umgesetzt wird, wird die Allianz die SLN einstampfen und mit der Situation unzufriedene Mitgliedswelten aus der Liga "herausbrechen" und mindestens zu wohlwollenden Neutralen machen. Wenn die Liga die angreift, gibt das miese Publicity. Wenn die Systeme sich der Allianz anschließen, wird die Allianz dort Mycroft installieren, wie sie es jetzt bei Beowulf tut.

4) Die Allianz hat nur begrenzte Werftkapazitäten - denn egal, wie viele Bauslips man theoretisch gleichzeitig betreiben kann, muss man das Werftpersonal haben und das Geld. Die Werftkapazitäten werden aber für reguläre Kriegsschiffe gebraucht. Diese sind zwar spezialisierter, aber jedes für sich jedem "Q-Schiff" überlegen. Man kann sie auch in verschiedenen Szenarien einsetzen, vom Flottengefecht bis hin zum Systemraid. Zudem wären da ja noch die Nikes.

5) Q-Schiffe sind dazu gedacht, ihre Beute anzulocken und überraschend zu vernichten. Das klappt gegen Piraten und Söldner, aber bei aller Inkompetenz der SLN... SO inkompetent ist sie nicht.

6) Die existierenden LACs der Shrike Klasse sind dazu gedacht, alles bis rauf zum BC zu zerfetzen. Schlachtschiffe und Dreadnoughts sind obsolet und gegen SDs will man sie nicht einsetzen. Ihre Stärke kommt aus ihrer großen Anzahl. Stell dir einen havenitischen Aviary-Trager vor, vollgestopft mit Shrikes und Ferrets und lass den und bei Bedarf zwei oder drei seiner Schwestern auf ein nicht mit Wallschiffen verteidigtes (das ist die Mehrzahl) System los.

7) Diese Schiffe wären eierlegende Wollmilchsäue, die alles ein bisschen und nix richtig können. Wo willst du denn da alles unterbringen? Es gibt nen Grund, warum SD-Ps "nur" 500 Gondeln mitführen können - der Rest des Rumpfes ist mit anderen, wichtigen Sachen vollgestopft. Diese "Ein-Drittel-Aufteilung" lässt vollkommen außer acht, dass ja irgendwo noch der ganze "Grundkram" untergebracht werden muss, der das Konstukt überhaupt erst zur mobilen Waffenplattform macht. Und die HACs wären eine Abkehr vom Prinzip der kleinen, einzeln zwar unterlegenen, aber in großer Zahl ungemein gefährlichen Leichten Angriffsboote. Es gibt nen Grund, warum die Leicht heißen und warum die RMN die nun favorisiert.
To strive, to seek, to find, and not to yield.

Mein Handeln ist nicht hochgradig vorschriftswidrig. ICH bin hochgradig vorschriftswidrig.

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Donnerstag, 21. Januar 2016, 14:10

Es geht mir ja um die neuen Verbündeten... diese haben idR keinen "Allianzstandard", wenn sie überhaupt ne Flotte haben. Diese wären selbst für die veralteten SLF-Schiffe leichte Beute. Und von denen gibts noch genug. Im Ernstfall wird die SLF sich niicht um die Publicity scheren, dann braucht sie "Erfolge", auch um die eigene Moral aufrecht zu erhalten.

zu 1-3) Weiss/implementiert das der Gegner? Die Bündnisse sind nur so viel wert, wie die Allianz die neuen Mitglieder schützen kann. Also braucht die Allianz Einheiten, die "Stellungskrieg" können, aber eben nicht in den Offensivverbänden fehlen. Darüber hinaus sollten diese Einheiten mobil sein, d.h. nach Aufbau eigener Systemschutzkräfte zieht man weiter. Mycroft ist zwar toll, muss aber aus Manticore (wenn dort die Produktion irgendwann wieder läuft) oder aus Bolthole kommen -> Lange Wege, lange Reisezeiten. Dazu die Frage, ob man überhaupt willens ist, JEDEM Mycroft zu geben, schliesslich ist das eine Kombination (fast) aller Schlüsseltechnologien der Allianz. Dazu wird es Systeme geben, die nicht in die Allianz wollen, zB. "geheime" Mitglieder des Alignments... die man auch sicher nicht sich selbst überlassen wird. Personell wären diese Schiffe keine Herausforderung, zumal es eben nicht um jedes System geht.

zu 4) Aufgrund von Laokon sollte es doch vor "arbeitslosen" Händlern nur so wimmeln, Neubauten im großen Stil sind nicht erforderlich, bzw. deutlich schneller/leichter als richtige Krieger. Vor allem, wenn man auf zentralisierte Slips verzichtet.

zu 5) es ging mir um einen Vergleich des zugrundeliegenden Schiffbaus, nicht um den Einsatz. Diese Schiffe sollen nicht getarnt auf die Jagd gehen, sondern als "Garnision" deutlich erkennbar sein.

zu 6) Die Shrike B des Febr. 1922 PD können sich sehr wohl durch SD-Panzerung brennen, vgl. dazu Honors Mission, S.418. Aber darum geht es gar nicht. Sondern darum, dass der LAC-Anteil zum einen als Teil der Raketenabwehr, zum Teil als Aufklärer und zum Teil als Vorhut gegen Raids ohne Capital Ships dienen. Darüber hinaus wäre zu klären, ob diese LACs nicht auch teilweise Raketenleitkapa für Gondeln zur Verfügung stellen können.

zu 7) Im Gegensatz zu SD(P) können diese Schiffe auf Panzerung und redundante Systeme verzichten. Sie können damit deutlich effizienter bei der Verteilung von Unterkünften und Lebenserhaltung geplant werden. Meiner bescheidenen Schätzung nach, die sich auf die heutige Redundanzdifferenz zwischen Händlern und Kriegern stützt, kann man bis zu einem Drittel an Volumen einsparen. Da die Plattformen an sich nur sehr leicht bewaffnet ist, kann auf Energiebewaffnung (abseits der CIWS) und schwere Raketenwerfer verzichtet werden, immerhin im Vergleich zur Harrington-Klasse 58 Graser und 74 RakW. Damit reduziert sich der Platzbedarf von Lafetten, Werfern, Bereitschaftsmagazinen, vom Energiebedarf man ganz zu schweigen (was wiederum Platz für Reaktor und Reaktionsmasse spart).

Zu den HACs: Die LAC-Komponente kann die SLF noch am ehesten aufholen... und dort wird sie, wie die HN, auf noch mehr Masse setzen. Somit wäre die bisher einzig gangbare Lösung massiv Katanas überall einzusetzen... oder man erhöht die LAC/Raketenabwehreffizienz durch neue Einheiten. Dank Viper ist der Kurvenkampf eher nachrangig geworden. Doch auch dafür braucht man Platz, also wären größere Plattformen a) ausdauernder, b) überlebensfähiger und c) leichter aufzurüsten... denn eine weitere Anti-LAC-Generation wird kommen, sobald der Gegner ebenfalls "Langstreckenjagdraketen" hat. Damit würde man in die Bereiche der Mk 13 oder Mk 36 kommen. Diese könnten dann auch von HACs in signifikanten Stückzahlen mitgeführt werden. Gleichzeitig hätte eine größere Plattform die für den effizienten Einsatz nötige Elektronik/sensorik dabei. Ein HAC soll dabei eben nicht die LACs ersetzen, sondern im Grunde die Vorpostenzerstörer. Dazu kommt die Abschirmung des "Garnisionsschiffes" und Langstreckenunterstützung der eigenen LACs.

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Samstag, 23. Januar 2016, 17:11

Für mich klingt das so als ob du sich bewegende Basen haben willst. Da die Q Schiffe zu langsam im Vergleich sind, müßen die ja eh in der Umlaufbahn des Planeten stationiert sein. Desweiteren sind sie viel zu Schwach um nem ernstgemeinten Raid zu wiederstehen, denn es sein ja immernoch Handelsschiffe. Und wenn man damit ein System verteidigen will braucht man einige davon. Da kann man gleich das System mit Racketengondeln spicken und eine Lacstation für die Lacs hinstellen.

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Samstag, 23. Januar 2016, 20:02

Die Gondeln hat das Teil ja schon dabei...
Der Nachteil der LAC-Basen ist, dass sie auch dorthin verfrachtet werden müssen und deutlich mehr Ressourcen beim Auf- bzw. Abbau und Verlagerung fressen/binden. Auch Mycroft müsste erstmal in entsprechenden Stückzahlen existieren und von entsprechenden Schiffen "verlegt" werden. Somit wären die Garnisionsschiffe eine Erstmaßnahme, die zudem mobil ist.

Natürlich sollen die in der Umlaufbahn des Planeten hängen und nicht durchs System geistern. Dazu haben sie die HACs (welche Tage/Wochen autark Patroullie fliegen können). Es wäre eine kleine Basis, die eben nicht die Ressourcen einer "richtigen" frisst. Sie sollen auch nicht heldenhaft allein einem Raid entgegenfliegen, sondern die Sache mit ihren Gondeln und LACs erledigen... ist der Raid deutlich zu stark,, können sie sich noch verpissen.

6

Sonntag, 24. Januar 2016, 00:52

LACs werden auf ganz normalen Raumstationen stationiert, da wird einfach ein Hangarmodul drangehängt. Raumstationen gibt es praktisch über jedem bewohnten Planeten. Die Module sind billig und können mit ein bisschen Hilfe sogar vor Ort gebaut werden. Das geht so wie im Talbott-Sternhaufen.

Moriarty wird mit Arsenalschiffen verlegt. Arsenalschiff voller Gondeln ins System, Punkt anfliegen, Gondeln raus. Moriartyplattformen sind auch keine Riesenteile. Da reicht sogar ein ganz gewöhnlicher Frachter, um die zu transportieren.


Der Knackpunkt ist ganz einfach, dass diese "Garnisonsschiffe", dafür, dass sie praktisch überhaupt nichts können, außer irgendwo herumzuhängen und zu hoffen, dass der Gegner keine MDMs, CLACS und SD-Ps auffährt, Unmengen an Ressourcen und vor allem limitierte Manpower fressen! Die Allianz hat nur die havenitische Werfttruppe zur Verfügung! Die graysonitische und manticoranische wurde durch den Wolf gedreht, wie wir wissen. Und jetzt muss diese Werfttruppe gegen die Werftkapazitäten der Liga anrüsten. Das sind X Arbeiter und die können im Zeitraum Y eben nur X Mannstunden leisten. Das heißt, sie muss so schnell, wie es nur geht, so viele vollwertige Kriegsschiffe ausstoßen, wie es nur geht, die dann mit manticoranischen Wafffensystemen und Gondeln gegen die SLN und besagte feindliche Werftkapazitäten vorgehen, Wurmlochbrücken besetzen, Handelsstörer jagen und so weiter. Die Allianz muss so schnell wie es nur geht ihre Kriegsschiffszahlen erhöhen, damit sie einen Vorsprung hat, wenn der Tag kommt.


Da willst du hingehen und zusätzlich so eine Chimäre aus Gondelleger, Truppentransporter und Träger bauen? Noch dazu ungepanzert und ohne Redundanz? Gegen eine SLN, die eher früher als später mit eigenen MDMs und Gondellegern anrücken wird? Von der MAN mit ihren Detweiler-Spinnen-SDs und Grasertorpedos ganz zu schweigen...


Nimm die Ressourcen, die für ein einziges dieser Dinger draufgehen, und bau daraus Mark25-Gondeln und Mycroft-Plattformen. Damit kannst du zehn Systeme sichern!
To strive, to seek, to find, and not to yield.

Mein Handeln ist nicht hochgradig vorschriftswidrig. ICH bin hochgradig vorschriftswidrig.

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Sonntag, 24. Januar 2016, 16:35

Steht denn überhaupt fest, dass alle "Verbündeten" zeitnah a) mit Mycroft/LACs ausgestattet werden sollen und b) zeitnah die Kapa dafür da ist? Meine Idee bezieht sich auf jene moralisch flexiblen "Partner" denen man ganz bestimmt nicht diese Tech in die Hand gibt... weil sie so nämlich schneller beim Gegner ist. Und genau diese wechselhaften Systeme wären für die SLN Ziele erster Wahl, weil sie bereits mit wenig Einsatz (ein paar BC) wieder zum Seitenwechsel bewegt werden können. Wirkliche "Erzgegner" der Sollies am Rand müssten aufwendig durch SLN/Grenzzflotte befriedet werden und sind auch eher Kandidaten für die Allianz (Mit Technologietransfer). Dort macht Mycroft und Co. Sinn, aber nicht bei unzuverlässigen "Partnern". Dort ist eine dauerhafte Präsenz notwendig... aber beim derzeitigen Plattformmangel ist jede Division Rolands schon "Verschwendung". Strategisch/politisch wird man aber nicht auf Garnisionen verzichten können und da kommen die Schiffe ins Spiel. Die Rumpfbesatzung wird keine 100 Mann betragen, die der HACs um die 30. Dafür bekommt man je Schiff das Äquivalent eines (alten) Zerstörergeschwaders und die Rak-Kapa eines SD. Zusammen mit etwa 40 LACs braucht man MDM/Podlayer/LAC-Carrier um diese Garnisionen zu vertreiben.... wie schnell hat die SLN diese Schiffe wohl? 2 Jahre Minimum, dann gibts Plattformen, die immer noch unterlegen sind. Solange kann die SLN nur mit "Masse" an Altschiffen kommen und innerhalb von 2 Jahren sollte die Infrastruktur in der Allianz wieder soweit sein, dass auch "richtige" Plattformen für Bewachung vorhanden sind.

Wenn es soweit sit, können die Garnisionsschiffe als Flottentender/Arsenalschiffe genutzt werden... denn davon gibt es nie genug, wenn man sich die Geschichte anschaut. Im Pazifikkrieg war die Mehrzahl der Plattformen und Männer im Versorgungsdienst eingesetzt, nicht etwa bei der Kampfflotte. Nachschub aller Art wird umso wichtiger, je weiter die Ops reichen. Nicht nur an den maritimen, auch an den späten landgebundenen Operationen bspw. der Russen lässt sich erkennen, was an Kapazität notwendig ist, um Kampfeinheiten am Laufeen zu halten... noch schlimmer, im Gegensatz zu Land- und tlw. auch Marineoperationen kann die Allianz nicht "vom Land leben", der wichtigste limitierende Faktor wird der Munitionsnachschub sein. Also wird man selbst bei reinen Raids auf vorgeschobene Versorgung angewiesen sein. Die Garnisionsschiffe können dabei tlw. diese Rolle direkt übernehmen und Nachschubschiffe schützen, ohne dass man "Kampfeinheiten" abstellen müsste.

Drittens: Angesichts der derzeitigen technischen Überlegenheit ist fehlende Redundanz nicht unbedingt ein Killkriterium. Im Gegenteil, wenn man dadurch schneller mehr Rümpfe bekommt, insbesondere für Aufgaben, die den Einsatz richtiger Krieger nicht wirklich rechtfertigen, ist das hinnehmbar. Ich zitiere hier Sir Watson-Watt, den Vater des Radars:

Zitat

“Give them the third-best to go on with; the second-best comes too late, [and] the best never comes."
Es geht nicht um eine Dauerlösung, sondern einen Lückenfüller... genauso wie die Q-Schiffe ein Lückenfüller waren/sind. Der wichtigste Engpass für die Allianz sind hyperfähige Einheiten, konvertierte Handelsschiffe können in bestimmten Nischen, wie eben dem GArnisions- oder Geleitdienst, richtige Krieger ersetzen. Ein historisches Beispiel wären die Geleitträger. Es geht um Schiffe, die eben nicht im Wall stehen, sondern die undankbaren, langweiligen Jobs machen....

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Sonntag, 24. Januar 2016, 19:01

Fest steht überhaupt nichts, wenn Weber morgen irgendwas entscheidet und die Geschichte verändert, dann ist das so.

Die Liga zerbricht auch nicht urplötzlich und innerhalb einer Woche im nächsten halben Jahr. Das ist ein zunächst schleichender Prozess, der sich beschleunigen wird. Es sind noch gar keine potentiellen Verbündeten in Sicht und die werden auch nicht alle auf einmal entscheiden, mit der Liga zu brechen und der Allianz die Tür einzurennen. Die Allianz wird sowieso nicht jeden Sezessionisten aufnehmen und beschützen können. Wenn nur 1/4 der Ligawelten sezessiert, dann sind das 500 Systeme, da macht man auch mit "Garnisonsschiffen" nichts mehr, weil man sich viel zu weit verteilen würde.
Genauso wird es genug geben, die überhaupt nicht in die Allianz wollen, die wollen einfach nur nicht mehr der "korrupten, machtmissbrauchenden, moralisch verkommenen" Liga angehören. Die werden an einem bestimmten Punkt persönlicher Angefressenheit formell austreten und ihre Neutralität erklären. Wenn die Allianz zuvor und währenddessen eine Brandschneise durch die SLN zieht, hat diese Wichtigeres zu tun, als irgendwelche Welten zu gängeln, die nicht zur Allianz gehören, das lenkt nur ab.

Zumal die SLN nicht geschlossen bei der Restliga verbleiben wird. Schon jetzt desertiert praktisch das gesamte Maya Sektor Kommando, das wird noch häufiger vorkommen, auch bei größeren Kommandos. Der beste Schutz, den die Allianz gewähren kann, ist es, die Rest-SLN so schnell wie möglich zu verschrotten und überall zu treffen, wo sie nur können. Dann können die neuen Raumflotten oder Ex-SDFs ihre Systeme erst mal selbst schützen. Es gibt genug Ligawelten, die eigene SDFs unterhalten und damit sogar befreundete Welten schützen. Das sind "natürliche Keimzellen" für neue Sternnationen.


Und gerade bei "wechselhaften" Verbündeten stellt man nicht so ein Notkonstrukt hin, damit die sich auch gleich richtig wertgeschätzt fühlen. Das geht viel einfacher: Sowohl RMN als auch HN haben noch immer veraltete Zerstörer und Kreuzerdesigns im aktiven Dienst. Gerade Haven hat immer noch große Mengen Mars-Kreuzer, Sultans, Warlords und so Zeug in Wach- und Abschirmverbänden stecken, die da jetzt nicht mehr gebraucht werden.Vor allem die Warlords sind da erwähnenswert. In dem Maß, wie Haven seine eigenen Systeme mit Mycroft sichert und seine Flottennahsicherung auf die nächste, mit Mantietech aufgerüstete Version der Cimeterres umstellt, können diese Einheiten freigestellt werden. Und für die zukünftigen ex-solarischen Verbündeten sind die Warlords und Mars immer noch moderner als alles, was sie kennen, man muss sie nicht neu bauen, es sind richtige, stabile Kampfschiffe und wenn man ihnen eine Frachterladung Gondeln und eine paar Hermes-Bojen spendiert, dann machen die auch ein paar Geschwader solarische BCs fertig. Mycroft - sofern installiert - verbleibt somit unter Allianzkontrolle.


Die Handelsschiffe, die du erst zu Garnisonsschiffen umbauen willst und dann zu Flottentendern und Arsenalschiffen (also gleich zweimal in die Werft schickst), die kann man gleich zu Flottentendern machen, dafür muss man nämlich null umbauen. Das sind einfach Frachter, wie bislang auch. Selbst Arsenalschiffe sind einfach nur große Frachter - die militärische Antriebe und eventuell Seitenschilde und Abwehrwaffen haben. Zumal sich die Frage stellt, wie viele Schiffe überhaupt "auf Halde" liegen werden. Immerhin arbeiten Manticore und Haven jetzt auch wirtschaftlich zusammen, da entstehen viele neue Handelsrouten. Und viele der später verbündeten oder neutralen Welten werden ebenfalls froh sein, wenn die RMMN auftaucht, um benötigte Güter zu liefern. Also woher die Rümpfe nehmen? Neubauten fallen gerade flach und später macht es keinen Sinn mehr.

Was das "Land" angeht... Wurmlochbrücken! Es liegt auf der Hand, dass die Allianz sich entlang der Brücken ausbreiten wird. Ergo Brückensysteme richtig und bevorzugt sichern, moderne Kriegsschiffe für den Raum zwischen zwei Systemen und dann geht's los.
To strive, to seek, to find, and not to yield.

Mein Handeln ist nicht hochgradig vorschriftswidrig. ICH bin hochgradig vorschriftswidrig.

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Sonntag, 24. Januar 2016, 21:02

Joa, deus ex machina ist jederzeit möglich. Gerade was Logistik angeht, tappen Laien gern im Dunkeln. Der einzige Ansatz im HH-Universum, dieses JNMTC, ist ja bisher nur am Rande aufgetaucht. Gerade dort wären bewaffnete Geleiter angebracht, allerdings braucht man ja in Gravwellen primär Energiewaffen, Raketen fallen flach.

Was die Havies angeht, diese werden bei Verfügbarkeit von MantieTech ihre alten Teile auch schneller verschrotten als man schauen kann. Zwar haben sie zahlenmäßig eine größere Rekrutierungsbasis, brauchen aber länger, um ihre Besatzungen auf Stand zu bringen. Umso mehr je komplexer die neue Tech ist. Daher wird man primär auf bereits ausgebildetes Personal der bestehenden Schiffe für den Schlachtwall zurückgreifen. Wenn überhaupt ist zu überlegen, die entsprechenden alten Schiffe an die neuen Verbündeten abzugeben. Aber auch dann braucht man "Beraterteams" die ausbilden. Aber du hast insofern recht, als dass ich an die Havies und ihre "Reserven" nicht gedacht hatte.

Handelsschiffe sind schneller umgerüstet als Krieger und (achtung Spekulation) vieleicht kann man genau die LAC-Hangar-Module einbauen, die auch für die Orbitalstationen vorgesehen sind. Damit hätte man auch gleich vollwertige LAC-Transporter zu den neuen Stationen, wofür man zuvor echte Carrier abstellen musste (im Talbott-Sektor bspw.). Wenn man dann noch entsprechende Gondelsysteme hat, kann man sie auch als Arsenalschiffe einsetzen und die Gondeln beladen übergeben. Somit ist dann ein Teil der Arsenalschiffausstattung schon drin. Was die Anzahl angeht, so muss man sich ehrlich fragen: Wenn Manticore einen signifikanten Anteil der Logistik zwischen 2000(!) Ligawelten hatte, wieviele Schiffe sind das? Bestimmt nicht 10 und bestimmt nicht 100... Allein der Handel mit Silesia bewegte sich im 3 stelligen Bereich und das sind 32 Welten. Also wird es sich um mehrere Tausend Schiffe aller Größen, Typen und Spezialisierungen handeln. Die alle mit Haven auszulasten wird schwer, zumal mit Hephaistos ja auch eine signifikante Quelle manticorianischer Exportgüter verschwunden ist. Gleichzeitig wird es in Haven genug "Jungunternehmer" geben, die den Mantielinien mit Freuden einen Preiskampf liefern werden. Somit wäre der Aufkauf/Chartern der Schiffe auch eine Maßnahme die Folgen von Laokoon für die Linien abzumildern. Die Tramps werden eher mit Haven zurechtkommen, weil sie flexibler sind... und nicht wählerisch.

Perspektive für die Ex-SL-Welten: Nicht jede Welt hat eigene Raumstritkräfte und nicht jeder Kommandant/Sektorgouverneur wird Gutes im Schilde führen. Selbst wenn man Verträge mit "neuen" Nationen haben wird, nicht alle wollen Freunde werden, egal was man ihnen anbietet, oder vor die Nase setzt. Auch wenn DW das sicher anders darstellen wird :D Ergo werden bei manchen Planeten "richtige" Kriegsschiffe Perlen vor die Säue und manche Regionen brauchen effektive Raidabschreckung. Denn die Allianz wird sich nicht um jeden Abtrünnigen, der seine Dunkle Seite entdeckt kümmern können,, solange größere SLN-Verbände existieren. Gleichzeitig wird man zwar die Wurmlöcher schützen, nur wieviele sind das? Geisterte nicht mal die Zahl von ca. 70 Termini irgendwo? Selbst bei der Hälfte ist schon das Äquivalent einer Flotte gebunden, wenn je Terminus eine TG aus BC, CA und DD abgestellt wird. Und entsprechende Forts zu bauen während man nicht mal genug Rümpfe "auf Kiel" legen kann schliesst selbst DW persönlich aus: Alle Forts wurden immer nur zu Friedenszeiten gebaut...

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Dienstag, 26. Januar 2016, 12:01

Joa, deus ex machina ist jederzeit möglich. Gerade was Logistik angeht, tappen Laien gern im Dunkeln. Der einzige Ansatz im HH-Universum, dieses JNMTC, ist ja bisher nur am Rande aufgetaucht. Gerade dort wären bewaffnete Geleiter angebracht, allerdings braucht man ja in Gravwellen primär Energiewaffen, Raketen fallen flach.

Das ist der Grund, warum in Gravwellen eigentlich niemand kämpft. Alle Vorteile, die Keil, Seitenschilde und Raketen bieten, sind dort nichtig. Wenn man es genau überlegt, sind CLACs voller Shrikes dort die idealen Geleitschiffe... die Shirkes sind immer noch klein, Raketen funktionieren nicht und die verwundbaren Ober- und Unterseiten der Schiffe liegen frei.

Was die Havies angeht, diese werden bei Verfügbarkeit von MantieTech ihre alten Teile auch schneller verschrotten als man schauen kann. Zwar haben sie zahlenmäßig eine größere Rekrutierungsbasis, brauchen aber länger, um ihre Besatzungen auf Stand zu bringen. Umso mehr je komplexer die neue Tech ist. Daher wird man primär auf bereits ausgebildetes Personal der bestehenden Schiffe für den Schlachtwall zurückgreifen. Wenn überhaupt ist zu überlegen, die entsprechenden alten Schiffe an die neuen Verbündeten abzugeben. Aber auch dann braucht man "Beraterteams" die ausbilden. Aber du hast insofern recht, als dass ich an die Havies und ihre "Reserven" nicht gedacht hatte.

Sicher, die HN wird ihre alten Teile verschrotten - aber das wird schrittweise geschehen. Die ältesten und unbrauchbarsten Pötte fliegen raus, wenn neue, aufgerüstete Einheiten in Dienst gestellt werden. Im Augenblick braucht die HN allerdings gar keine "sofort einzusetzenden" Technologietransfers, weil auch ihr Zeug allem überlegen ist, was die SLN zu bieten hat. Die stopfen einfach manticoranische Flatpacks voller Mark23 in die Sovereigns und Temeraires und ab damit. Die technische Aufrüstung der HN erfolgt dann in den nächsten Baulosen. Denn auch die Raumfahrer, die auf den "alten" Pötten dienen, müsste man zunächst mal an neuen Systemen ausbilden. Also werden sie das nicht überstürzen und die alten Schiffe vorerst für genau solche Wachaufgaben in Systemen niedrigerer Kategorie einsetzen.

Es reicht ja schon, wenn die HN zum Beispiel sechs Mars-Kreuzer stellt und die RMN packt noch zwei Star Knights dazu. Oder vier Warlords und zwei Reliants. Die RMN-Schiffe machen die Hauptarbeit mit den Gondeln und die HN-Einheiten liefern zusätzliche Telemetrie und Nahbereichsabwehr. Die alten Schiffe neuen Verbündeten zu geben, macht keinen Sinn, weil die entweder eigene, ex-solarische Einheiten haben - oder gar nicht die Infrastruktur, die Geschenke auch im Dienst zu halten. Ist wie mit Zanzibar versus Grayson. Die Graysons konnten dank ihrer eigenen Flotteninfrastruktur Schlachtkreuzer handhaben, die Zanzibaraner waren schon mit Schweren Kreuzern überfordert.

Handelsschiffe sind schneller umgerüstet als Krieger und (achtung Spekulation) vieleicht kann man genau die LAC-Hangar-Module einbauen, die auch für die Orbitalstationen vorgesehen sind. Damit hätte man auch gleich vollwertige LAC-Transporter zu den neuen Stationen, wofür man zuvor echte Carrier abstellen musste (im Talbott-Sektor bspw.). Wenn man dann noch entsprechende Gondelsysteme hat, kann man sie auch als Arsenalschiffe einsetzen und die Gondeln beladen übergeben. Somit ist dann ein Teil der Arsenalschiffausstattung schon drin. Was die Anzahl angeht, so muss man sich ehrlich fragen: Wenn Manticore einen signifikanten Anteil der Logistik zwischen 2000(!) Ligawelten hatte, wieviele Schiffe sind das? Bestimmt nicht 10 und bestimmt nicht 100... Allein der Handel mit Silesia bewegte sich im 3 stelligen Bereich und das sind 32 Welten. Also wird es sich um mehrere Tausend Schiffe aller Größen, Typen und Spezialisierungen handeln. Die alle mit Haven auszulasten wird schwer, zumal mit Hephaistos ja auch eine signifikante Quelle manticorianischer Exportgüter verschwunden ist. Gleichzeitig wird es in Haven genug "Jungunternehmer" geben, die den Mantielinien mit Freuden einen Preiskampf liefern werden. Somit wäre der Aufkauf/Chartern der Schiffe auch eine Maßnahme die Folgen von Laokoon für die Linien abzumildern. Die Tramps werden eher mit Haven zurechtkommen, weil sie flexibler sind... und nicht wählerisch.

LACs kann man auch einfach in Frachter packen und so transportieren, man kann sie dann nur nicht unterwegs starten. Die Module der Basen wohl eher nicht geeignet, weil Raumstationen ganz anders aufgebaut sind.
Ich versteh nicht ganz, was du mit "die Gondeln belanden übergeben" meinst. Raketengondeln sind immer geladen, man kann sie auf Frachtern nur nicht abwerfen und abfeuern, weil die Telemetrie fehlt. Ein Arsenalschiff ist ja wie gesagt ein Frachter mit militärtauglichen Systemen (jedenfalls hab ich das so aus den Beschreibungen abgeleitet). Der fliegt irgendwo ein, macht die Frachtluke auf, lädt eine gewünschte Anzahl Gondeln - für jemand anderen - ab und geht wieder auf Distanz.

Was die RMMN angeht - niemand weiß, wie groß die wirklich ist, das ist richtig. Und sie hat genug Anteil am solarischen Handel, um solarische Konkurrenten schäumen zu lassen und die Ligawirtschaft zu treffen, wenn sie nicht mehr transportieren. Soweit ist das Argument mit den - wahrscheinlich - tausenden Rümpfen zunächst mal nicht verkehrt.
Aber wir wissen nicht, wie viele Rümpfe in der Liga herumgefahren sind. Eine Menge tuckert ja auch in der Randzone, Silesia und im Gebiet um Erewhon herum. So Ecken wie Silesia sind für das SKM handelstechnisch ja auch enorm wichtig. Selbst wenn man wirklich großzügig rechnet - wenn wirklich ein Großteil der RMMN in der Liga unterwegs gewesen wäre, hätte das SKM mit Laocoon gerade seine eigene Wirtschaft in Grund und Boden gerammt.
Dann ist die nächste Frage - der Caravan ist zwar der "Standardfrachter" der RMMN, stellt also wahrscheinlich mindestens 50% der Rümpfe... aber es gibt auch viele kleinere Frachtschiffe, die sekundäre Handelsrouten bedienen. Die fallen aus der Rechnung ja auch raus. Wie viele das sind, wissen wir auch nicht.

Was die "Jungunternehmer" angeht - es gibt auch in Haven die etablierten Frachtunternehmer. Die havenitische Wirtschaft war ja trotz VRH existent. So viele "Jungunternehmer" wird es nicht geben. Interstellarer Handel ist im Honorverse überall Konzern- und Kartellsache. Auch ein Frachter muss erst einmal gekauft werden.

Perspektive für die Ex-SL-Welten: Nicht jede Welt hat eigene Raumstritkräfte und nicht jeder Kommandant/Sektorgouverneur wird Gutes im Schilde führen. Selbst wenn man Verträge mit "neuen" Nationen haben wird, nicht alle wollen Freunde werden, egal was man ihnen anbietet, oder vor die Nase setzt. Auch wenn DW das sicher anders darstellen wird :D Ergo werden bei manchen Planeten "richtige" Kriegsschiffe Perlen vor die Säue und manche Regionen brauchen effektive Raidabschreckung. Denn die Allianz wird sich nicht um jeden Abtrünnigen, der seine Dunkle Seite entdeckt kümmern können,, solange größere SLN-Verbände existieren. Gleichzeitig wird man zwar die Wurmlöcher schützen, nur wieviele sind das? Geisterte nicht mal die Zahl von ca. 70 Termini irgendwo? Selbst bei der Hälfte ist schon das Äquivalent einer Flotte gebunden, wenn je Terminus eine TG aus BC, CA und DD abgestellt wird. Und entsprechende Forts zu bauen während man nicht mal genug Rümpfe "auf Kiel" legen kann schliesst selbst DW persönlich aus: Alle Forts wurden immer nur zu Friedenszeiten gebaut...

Wenn man einem Gouverneur oder einer neuen Sternnation nicht über den Weg traut und die auch keine "Freunde werden wollen", dann stellt man überhaupt keine Schiffe hin. Wer nicht will, der hat schon. Die Allianz ist nicht verpflichtet, den Sauhaufen, der sich Liga nennt, aufzuräumen und den Stall auszumisten.
Die Allianz schlägt um des eigenen Überlebens willen die Liga zu Klump, nimmt die Systeme mit, die wollen, stellt dort wenn nötig entsprechende, gondelverstärkte Wachverbände aus Warlords, Sultans, etc. auf, arrangiert sich mit den Welten, die nicht wollen und drischt die zusammen, die Böses wollen. Ende der Gesamttaktik.

Was die Wurmlochtermini angeht: Fall Laocoon - die Besetzung und Schließung ALLER Wurmlochbrücken in Reichweite der RMN. Offenbar ist die RMN also Willens und auch in der Lage, da ordentlich zuzulangen. Sie wird nicht alle halten können, das ist klar. Aber sie wird sieerst einmal besetzen, Kreuzer hinstellen und Gondeln auslegen... und dann auf die solarische Reaktion warten... wenn die Sollys kommen, bringen sie besser genug Schiffe mit, um die Rechnung auch bezahlen zu können. Denn die RMN wird ihnen sämtliche Gondeln um die Ohren knallen, Mark 16 aus den Bordwerfern hinterherfeuern und dann einfach durch den Terminus abrücken... zumal der Wachverband auf der anderen Seite der Brücke nur Minuten entfernt steht und zur Verstärkung kommen kann. Ein einziges Geschwader Saganamis oder Rolands kann eine Brücke an beiden Enden sichern. Oder in entsprechend wenig gefährdeten Zonen mit jeweils einem Halbgeschwader sogar zwei Brücken. Alternativ kann man hier ebenfalls Warlords oder Mars einsetzen, wenn die Brücke "weitab vom Schuss liegt".
To strive, to seek, to find, and not to yield.

Mein Handeln ist nicht hochgradig vorschriftswidrig. ICH bin hochgradig vorschriftswidrig.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Isvarian« (26. Januar 2016, 22:47)


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Samstag, 30. Januar 2016, 20:40

Mark 23 auf Haven-Schiffen: Ankoppeln kann man die Gondeln, aber leiten? Militärs entwickeln verschiedene Datenformate, allein die "Erstziellösung" noch in der Gondel auf die Raketen zu übertragen wird sich zwischen RN und HN deutlich unterscheiden. Dazu kommt noch die MILSPEC-Verschlüsselung... Die HN Schiffe können ohne entsprechendes Allianzgerät (oder zumindest "Übersetzungsmodule" nur als reine Fernmelderelais dienen. Dann müssten die RN-Schiffe im Kurzstreckenbetrieb ihre Daten/Befehle an die Raketen an die HN Schiffe senden, welche sie wiederrum auf Langstrecke übertragen... und die Zieldaten der Raketen kommen genau andersherum rein... damit erhöht sich die Signallaufzeit, die Signalfehlerqoute erhöht sich genauso wie die Wahrscheinlichkeit einer Signalstörung (und damit interne Umschaltung auf Autarkbetrieb), wenndort auch nur ein Kanal ausfällt. Milspec-Gerät ist kein Plugnplay, schon gar nicht im FM-Bereich mit Kryptobetrieb...

Gemischte Geschwader:
2 Reliants nehmen schon 4000 Mann weg... ein Garnisionsschiff kommt inkl. aller LACs/HACs mit unter tausend aus. Damit kann man 4 Systeme gleichzeitig garnisionieren. Bei den Kreuzern siehts ähnlich aus. Und da ist noch nicht mal die Frage geklärt, welche Navy dann die Geschwaderchefs stellt. Da ist besonders bei "Feinden" der Allianz großes Verzögerungspotential vorhanden... Einfach "gemischte" Einheiten aufzustellen, nur weils die Rümpfe gibt, ist laienhaft... "Nicht Schiffe, sondern Menschen kämpfen!" In der Manticorianischen Allianz hat es funktioniert, weil die entsprechenden Partner entweder zu untergeordnet oder zu "unerfahren" waren und daher große Teile der RMN-Doktrin einfach adaptiert haben. Die NH hat ihre eigene Doktrin und Selbstverständnis, das funktioniert so auf die Schnelle nicht. Schon gar nicht im Geschwadermaßstab.

Übergabe von "Altgerät":
Was bisher über die lokalen Verbände gesagt/geschrieben wurde ist sehr uneinheitlich. Es gibt Planeten/"Reiche" innerhalb der SL, die haben ganze BC/SD-Geschwader (Beowulf/Mannerheim) und es gibt "reiche" Systeme, die haben ein paar LACs/Zerstörer. Das ist doch der Punkt an der SL: Neben der SLN gibt es keinen einheitlichen Maßstab, wie die Systeme eigene Verbände aufzustellen haben... damit wirds genug Systeme geben, deren wirtschaftliche Leistungskraft im Ernstfall solche Geschenke betreiben kann. Wenn man sie inkl. alter Ersatzteilbestände (wo verfügbar) übergibt, dann sollten die Planeten damit bis zur Indienststellung eigener Schiffe gut klarkommen. Ein weiterer Vorteil liegt in der Nutzung als Schulschiffe.

Gondeln:
Das sind komplexe Dinger, mit eigenen Fusionskraftwerken, also wird man sie nicht nutzen wie AK47-MMagazine (Nach den Leeren bitten wegwerfen). Sondern man sammelt sie ein und befüllt sie neu... aber das machen idR nicht die Ruhmreichen Frontkämpfer(TM), sondern werden die Arsenalschiffe übernehmen (müssen). Dann wird man mittlerweile auch automatisierte Verfahren zur Wartung, Zertifizierung und Wiederbeladung haben... Auf den Wayfarern war das ein "Alle-Manns-Manöver", mittlerweile wird das anders aussehen. Diese Anlagen kann man auf einem Garnisionsschiff schon einrüsten... dann könnten auch mobile Geschwader dort ihr Leergut tauchen, wenn woanders verschossen. Gleiches gilt für LACs, voll ausgestattete Hangarmodule können neben Transport und Einsatz auch zur Wartung/Instandsetzung bei Planeten ohne dieses Knowhow eingesetzt werden.

Frachtergrößen:
Die Wayfarer wurden aus Caravans gebaut, damit sind 7millioner der Standard... passt doch optimal... vor allem, wenn sie einen Großteil der Schiffe der RMMN stellen. Wenn die RN die Schiffe chartert kann so auch das Problem der "Arbeitslosigkeit" reduziert werden... und ein Absturz der Frachtraten und damit ein ruinöser Preiskampf. Eine vorrübergehende Reduzierung des plötzlich verfügbaren Frachtvolumens würde der Wirtschaft der gesamten Allianz guttun. Die kleineren Frachter sind eher in der Lage, Nischen/neue Märkte zu finden, weil sie bereits mit kleineren Tonnagen Gewinn machen. Damit werden abgelegene Planeten interessant. Bspw. wird der Sollie-Handel in Talbott sehr wahrscheinlich durch diese Schiffe abgelöst... oder in Zukunft der Handel mit neuen autarken Kleinreichen.

Ähm... was mir auffällt: Die Caravans sind mit 4 mio Tonnen in der Wiki, die Wayfarer mit 7 mio... da stimmt was nicht...

Vertrauen in Systeme:
Kann es sich die Allianz politisch leisten, Anfragen von Einzelsystemen und Sektoren zu ignorieren/abzulehnen? Die Strategie ist doch gerade das Aufbrechen... Ablehnung und wählerisches Verhalten schweisst die Abgelehnten eher zusammen, schafft Widerstandsnester und gefährdet die "Auserwählten" in der Nähe. Von der PR-Katastrophe mal ganz zu schweigen... Die Ablehnung eines freiwilligen Übertrittes ist gefährlicher als die Annahme und dann die Garnisionierung durch eigene Schiffe. Denn was dort aus rein egoistischen Motiven passiert kann über die Zeit auch zu Mehr werden. Im Übrigen weiss die RN sehr genau, wie vorsichtig "Flaggezeigen" angestellt werden muss, damit es Wirkung zeigt... denn ein Zuviel (also die Stationierung ganzer Geschwader) kann sehr leicht als Drohung wahrgenommen (oder durch den Gegner dargestellt) werden.

Zusammenfassung:
Die Garnisionsschiffe sind nicht als dauerhafter Ersatz für Kriegsschiffe gedacht. Sie sind eine temporäre Notmaßnahme angesichts des neuen Krieges und sollten spätestens nach 2 Jahren wieder langsam verschwinden. Sie sollen nicht komplett auf Milspec (insbesondere beim Antrieb/Kompensator/Seitenschilde) aufgerüstet werden, eine modulare Einrüstung entsprechender Elektronik sollte ausreichen... und eben die entsprechenden Hangar/Gondelmodule.

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Montag, 1. Februar 2016, 20:16

Also du sagst ja selber es soll eine temporäre Notmaßname sein, aber wieso sollte ich für eine Notmaßname Schiffe kaufen, Werftplatz freimachen umrüsten eine neue Doktrin ausarbeiten um NUR ein Q-Schiff zu erreichen. Da kann ich doch lieber gleich kreuzer und Schlachtkreuzer bauen. Denn mach dir nichts vor das umrüsten der Schiffe dauert nunmal Monate. Denn du klatscht ja nicht einfach nur nen par Waffen ran und Hangatore und fertig ist der kram. Und selbst wenn du nen Zeitgewinn von 30% bekommen solltest gibst du dafür flexibilität auf. Desweiteren redest du von Vertrauen der abtrünnigen Systeme und ich garantiere dir selbst wenn deine Q-Schiffe SDs besiegen sollten sehen die Systeme darin einfach nur nen Frachter. Und als Schutzbedürftiges System würde ich mich dumm abgespeist vorkommen. Und wenn die Solis mit genügend Kampfkraft ins System einrücken ist das gesamte Q-Schiff verloren, da es einfach viel zu langsam und verletztlich ist.
Auch dein Personal find ich viel zu niedrig gegriffen ich mein alleine auf der Wayfarer waren über 3000 Mann Besatzung tätig . Und gerade für eine Systemverteidigung kann man da auch nicht soviel reduzieren.

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Dienstag, 2. Februar 2016, 16:11

Mich würde jetzt ehrlich gesagt mal das "Hintergrundszenario" interessieren. Ich blicke da nicht ganz durch, stelle ich fest.

Fassen wir mal zusammen, was wir haben:

1) Ein sieben Millionen Tonnen schwerer ungepanzerter ziviler Frachter, der derart umgebaut werden soll, dass er 6 "HACs" und 48 LACs tragen kann, mithin also rein von der Tonnage 72 LACs und damit zwei Drittel der Zuladung einer Minotaur ... plus die Besatzungen, also schonmal 600 Mann (plus Hangarpersonal). Dazu Gondeln in nennenwerter Anzahl, um auch mehrere Angriffswellen solarischer Schlachtkreuzer oder Kreuzer im offenen Gefecht abzuwehren, mithin also mindestens 200, eher noch 250 (Wayfarer hatte 180 und kämpfte mit Überraschungsmoment) - was schon 50 Prozent der Zuladung einer Medusa entspricht, wobei ein klassischer Hohlkern nicht machbar ist, wegen achterem Impellerraum, der ist im Weg. Ebenfalls plus Betriebspersonal. Nun kommen noch Garnisonstruppen in nennenswerter Anzahl hinzu, also keine Kompanie, mindestens ein Bataillon samt Ausrüstung. Nicht zu vergessen die Navy-Besatzung. Raketenmagazine für die LACs. Berge-, Wartungs- und Nachladesystem für Gondeln natürlich auch noch. Nicht vergessen wollen wir die zwei(?) Fusionsreaktoren und Brennstofftanks, die die Dinger für all die Spielzeuge brauchen. Dann wie gesagt der Antrieb samt technischer Abteilung. Natürlich dürfen auch die angemessenen Abwehrwaffen nicht fehlen, denn die SLN kommt mit Kataphracts und nicht jedes System hat eine 20 Minuten Hypergrenze - oder sie könnte ballistisch feuern, eine Möglichkeit finden, die Triebwerke der Kataphracts verzögert zu starten, irgendsowas. Also schätzen wir mal ... Moment... 50 Antiraketenwerfer und 34 Lasercluster (Wayfarer hatte 26 + 34 und Antiraketenwerfer werden immer wichtiger, weil Reichweite). Militärtaugliche Sensoren, Feuerleitung und FTL kommt auch noch dazu.

Das alles packen wir in einen Frachter, der in der Grundkonfiguration nichts hat außer einer Hülle, einer zivilen Brücke, einem zivilen Reaktor, einem zivilen Impellerantrieb, einer zivilen Besatzung von vielleicht 30 Personen Platz bietet, zivilen Sensoren. Und eben einen großen Laderaum zwischen den beiden Impellerräumen. Dieser Umbau soll dann etwa zwei Jahre eingesetzt werden, bis moderne Kampfschiffe / systemeigene Raumflotten (wo die herkommen, ist noch ungeklärt) sie wieder ablösen, woraufhin sie erneut in die Werft wandern, wo all die schönen Spielzeuge wieder ausgebaut werden sollen.


2) So, zum Szenario: die Allianz benötigt trotz ihrer eigenen Flotte mit hunderten mittelschweren und leichten Einheiten kurzfristig, quasi bis gestern, diese "Notkonstrukte" in größeren Stückzahlen (wie viele? ) , um eine Flut von solarischen Welten zu sichern, die sich nichts Tolleres vorstellen können, als zu einer Allianz zu gehören, die gerade eben die politische Entität zertrümmert hat, die bislang die eigene Identität darstellte. Dabei scheint die Liga quasi innerhalb kürzester Zeit regelrecht zu implodieren - allerdings ohne das die SLN mitimplodiert? Diese Systeme sehen sich also der massierten Macht der SLN, sprich dem Alignment, gegenüber, sind aber selbst praktisch wehrlos. Wir reden hier von einer politischen Entität aus 2.000 Welten, die regelrecht schlagartig hundert(e) ihrer Mitglieder verliert, die gesamte SLN aber offenbar geschlossen weiterhin "den Bösen" dient. Eine SLN wohlgemerkt, die zwar ihre 11.000 SDs auf den Schrott werfen konnte, aber immer noch über 40.000+ konventionelle Schiffe bis zur Schlachtkreuzergröße besitzt und daran arbeitet, mit der Allianz technisch gleich zu ziehen. Was also bedeutet, dass die Allianz mit ihrer verkrüppelten Werftkapazität nicht nur mal eben besagte Garnisonschiffe bauen soll, sondern die bestehende Flotte auch instandhält und gleichzeitig die regulären Verbände weiter massiv aufrüstet, um ihren Vorsprung zu halten.


Kommt das etwa hin?


Anmerkungen:
Gondeln sind Wegwerfware und auch nicht komplex. Natürlich werden sie nach einem Gefecht wenn möglich geborgen, aber man geht immer davon aus, dass sie durch Naheinschläge zerstört werden. Und sie haben auch kein Bordfusionskraftwerk, wo soll das sein? Sie haben einen Speicherring, aus dem die Bordfusionskraftwerke der Raketen gezündet werden. Ansonsten müsste man ja zuerst im Mutterschiff den Reaktor der Gondel zünden, damit die dann die Raketenreaktoren zünden kann. Und bei den Systemverteidigungsgondeln müsste ständig in jeder Gondel der Reaktor laufen. Oder sie müssten zusätzlich einen Speicherring zur Zündung des Reaktors haben. Wo findet das alles neben den 9, 10 oder 16 Raketenwerfern Platz?

Die Raketenleitung ist ebenfalls nicht so komplex und unvereinbar, wie du denkst. Die technisch sowohl Manticore als auch Haven unterlegenen Andermaner konnten in kürzester Zeit manticoranische Raketen benutzen, ohne dafür ihre Schiffe umzurüsten. Nur ihre Gondeln wurden geringfügig verändert und schon konnten sie zumindest die manticoranischen Mehrstufenraketen erster Generation nutzen. Klar, Apollo konnten sie ohne Aufrüstung nicht verwenden.

Infrastruktur: Kein System, das sich bislang keine Raumflotte geleistet hat, hat die entsprechende Infrastruktur! Egal, wie reich es eigentlich ist. Wer sich auf die SLN verlässt - oder auf die SDF einer anderen Mitgliedswelt, gibt kein Geld für Werftanlagen aus, die er nicht benötigt. Die müssen also erst einmal hingehen und die notwendigen Werften aufbauen. Natürlich gibt es SDFs, die BCs oder sogar Wallschiffe besitzen, aber die brauchen weder "Garnisonsschiffe" noch alliierte Wachverbände, sieht man mal von zwei Kreuzern ab, die die Gondeln steuern. Sie brauchen auch keine konventionellen Pötte als Geschenk, die haben selbst genug und die SLN-Schiffsklassen an sich sind nicht schlecht. Sie sind nur falsch aufgestellt und ihnen fehlen die Raketen.

Den Rest schiebe ich jetzt mal auf, bis das Szenario abgeklopft ist.
To strive, to seek, to find, and not to yield.

Mein Handeln ist nicht hochgradig vorschriftswidrig. ICH bin hochgradig vorschriftswidrig.

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Dienstag, 2. Februar 2016, 18:08

Hast du einen Spantenriss eines Frachters vs. eines SD oder der Wayfarer?
Denn letztendlich wäre für das Argument hinsichtlich des Impellerrausm wichtig, wo jener sitzt. Ich gebe zu, ich habe nicht an ihn gedacht... bin aber auch davon ausgegangen, dass bei zivilen Frachtern die entsprechenden Lebensräume eng begrenzt angeordnet sind, etwa im Bereich des "Rücken/Bauches" oder Bugs.... und der Großteil halt "leerer" Frachtraum+grundlegende Struktur. Eben ähnlich heutiger Frachter, bei denen sich die Wohn- und Betriebsräume auf einen kleinen Teil beschränken/möglichst kompakt sind um den effektiven Frachtraum zu vergrößern.

Grundsätzlich stimme ich bei den Gondeln/LACs überein, streite mich nicht um ein paar...

Warum das inkl. Ein/Ausbau funktionieren soll? Weil man

a) deutlich einfacher Module/modularisierte Einrichtungen in Frachter bekommt (Man hat mehr Zugangspunkte bzw. kann leichter welche schaffen). Gleichzeitig kann man auf zivil produzierte Module zurückgreifen, bspw. im Habitatsbereich. Solche Teile bekommt man heute schon im Schiffbau hinterhergeworfen. Gleiches gilt für zusätzlichen Strom, Tanks etc. Es wäre eher unwahrscheinlich, dass eine Handels- und Schiffbaumacht wie Manticore 2000 Jahre in der Zukunft die Errungenschaften von Modularität, Standardtisierung von Anschlüssen/Versorgung/Datenstandards wieder vergessen hätte ;)

b) Da Panzerung und redundante Systeme fehlen, ist das nutzbare Innenvolumen ungleich größer als bei einer Medusa. Letztere hat neben Panzerung auch entsprechend voluminöse Breitseitenarmierung, womit insbesondere im Falle von RakWerfern auch Bereitschaftsmagazine und Verbringungseinrichtungen verbunden sind. Antiraketen lassen sich da deutlich weniger platzintensiv verstauen... aber auch hier gilt, ohne Spantenriss ist keine absolute Aussage möglich.

c) Die ganze Konstruktion ist reiner "Notbau", d.h. sie muss nicht schön und auch nicht wirklich für die Ewigkeit sein. Sie kann vorfabriziert werden, idealerweise aus Ersatzteilen/Modulen der Händler (oder sind ALLE Werften und Orbitallager hinüber?).

d) Marines sind bei freundlichen Planeten eher überflüssig.

Szenario: Eben nicht... es sollen weder hunderte werden (übern Daumen weniger als 50) und es geht auch nicht um die Besetzung hunderter Welten... es ist ein Lückenfüller, eine spezielle und temporäre Aufgabe. Im Endeffekt wird es lediglich ein Dutzend oder so Welten geben, die einen solchen Schutz "brauchen". Insbesondere Rand- und Protektorratswelten sehe ich da als Kandidaten, auch auf einige in der Schale mag es zutreffen. Die grundlegende strategische Herausforderung für die Allianz ist doch, dass angesicht der Masse der SLN und des Volumens der SL die angedachte Strategie alle "schnellen" Krieger binden wird... und aufgrund der Reisezeiten nicht nur ein paar Tage. Der Erfolg der Strategie hängt von der Vollständigkeit der Vernichtung der vollen militärischen und eines Großteils der Dualuse-Kapazitäten der SL ab. Jede Roland-Flotille, die dann im Nirgendwo Wache schiebt, verzögert die Umsetzung; jeder Flottentender, der sich um den Transport von Moriarty oder LACs kümmern muss, verzögert den Raketennachschub für die Tiefenoperationen. Eine wichtige Regel in der Kriegsführung ist, dass man seine Kräfte nicht durch rückwärtige Aufgaben binden lassen sollte, bzw. sie freisetzen muss. Diese Notkreuzer/Garnisionsarchen können Kräfte ersetzen, welche wiederrum schneller zum Zusammenbruch des organisierten Widerstandes der SL/SLN beitragen. Diese Schiffe sind damit eine logistisch/taktische Antwort auf das Rumpfproblem im Konflikt mit den vielfältigen Aufgaben. Bspw. befreien die Wayfarers leichte Schiffe von der Konvoi- und Antipiratenaufgabe...

Politik: Die SLN wird nicht implodieren, sie wird fragmentieren... womit genug Verbände übrig bleiben werden, die sich einbilden, gegen einzelne Systeme eine Chance zu haben. Oder es gibt doch noch schlaue Kommandeure, die das Operationsmuster der Allianz kopieren werden. Letztere muss daher früh genug überlegen, an welchen Punkten sie strategisch präsent bleiben will (wo sie quasi "Stationen" aufbaut) und welche Systeme "frei" bleiben.


Zusammenfassung/Prämissen:

Bedarf "richtiger" Krieger >> verfügbare Krieger
Bedarf für Tiefenoperatione > Garnisionierung
Bedarf Garnisionierung muss jedoch in gewissen Grenzen gewährleistet sein (im Grunde diesselbe Sache, die zu den Trojanern geführt hat)
Verfügbarkeit ziviler Rümpfe/Besatzungen
Verfügbarkeit ziviler Fertigungs- und Ersatzteilkapazitäten (eventuell auch in anderen Systemen)
Verfügbarkeit militärischer Komponenten (Reparaturbasen, logistische Knotenpunkte, Verbündete)

Killkriterien:

Keine Verfügbarkeit ziviler/dualuse Kapazitäten
Kein Bedarf für Garnisionierung
Zeitfenster wird durch Umbau zu klein (mehr Werftzeit als Einsatzzeit)

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Dienstag, 2. Februar 2016, 23:05

Einen Spantenriss eines Frachters habe ich nicht, aber die Natur des Antriebs bedingt den Aufbau. Vorne und hinten sitzen die Impelleremitter und die jeweils dazugehörenden, insgesamt zwei Impelleräume. Bei den SD-Ps ist es bekannt, dass die komplette Hecksektion um den Hohlkern herum neu konzipiert werden musste, eben gerade weil der Impellerraum fü rdas Lagerungs- und Abwurfsystem im Weg war. Bei Frachtern quetscht man die Maschinenanlagen möglichst weit nach vorn in die Enden, damit der zentrale Frachtraum möglichst groß ist. Sonst hat man drei voneinander getrennte Frachtbereiche. Und man wird sie so kompakt wie möglich bauen, da gibt es also keine "Zwischenräume", durch die man Gondelschienen durchlegen könnte.
Die anderen Schiffssysteme liegen meines Wissens entlang der Oberseite über dem Frachtbereich. Jedenfalls liegt das ursprüngliche Fusionskraftwerk der Caravans dicht unter der Oberfläche und da oben - oder vielleicht auch unten - macht es Sinn, da ist es aus dem Weg.


Zu a) Wenn Manticore in 2.000 Jahren derartige Modularität kennt, warum wurden die Wayfarers dann aufwendig umgerüstet anstatt "Tor auf, Modul rein, Frachter los"? Wer baut die Module? Und wo? Modulariät existiert in Systemkomponenten, Bildschirmen, Computerkernen und so. Aber ganze Schiffssektionen? Außerdem haben auch Frachter offenbar Frachtdecks - oder wie sonst konnten Harkness und Tremaine fröhlich durch den Frachtraum eines havenitischen Frachters laufen und Container inspizieren? Die werden sich nicht fundamental von manticoranischen unterscheiden. Gut, vielleicht kann man die Frachtdecks einklappen oder rausnehmen, die Moriarty-Plattformen wurden ja auch mit Frachtern transportiert. Aber trotzdem.

Zu b) Auch in einer bewaffneten Eierschale ohne jede Redundanz und Panzerung ist nicht unbegrenzt Platz. Ich habe gerade das Bild einer vollgestopften Dose vor Augen, in der man sich nicht mehr rühren kann vor lauter toller Spielzeuge.

Zu c) Im Manticore System sind die drei großen Raumstationen mitsamt allen daran hängenden Sektionen vernichtet worden. Der Knackpunkt ist aber der Verlust der ausgebildeten und erfahrenen Werftarbeiter. Manticore hat 30.000 bei Grendelsbane gefangen genommene von den Havies zurückbekommen, aber damit hat es sich eigentlich auch schon. Die müssen jetzt die Raumstationen bauen, die RMN-Schiffe warten, den Nachwuchs ausbilden und baldmöglichst wieder Kriegsschiffe bauen. Die sind mit anderen Worten voll ausgelastet. Ob die Hauptmann-Werften auch an den Stationen dran hingen, wissen wir nicht, aber sie werden nirgends unter dem Motto "Gott sei dank sind die noch da" erwähnt. Es wird immer nur gesagt, dass die Orbitalindustrie des SKM und besonders die Schiffsbaukapazitäten sowie die Raketenfertgung praktisch ausgelöscht sind. Es fallen da so schöne Beschreibungen wie "ripped the hell out of your system".

Zu d) Dennoch haben deine "Garnisonsschiffe" Platz für sie an Bord.


Zum Szenario: Nicht mehr als 50? Eher nur ein Dutzend? Ähm, ist dir klar, wie viele echte Kriegsschiffe die Allianz hat? Nur mal zur Erinnerung: Die Haven Navy allein hat etwa 400 SD-Ps im aktiven Dienst und weitere 400 bis 600 (mindestens) im Bau! Dazu kommen 100+ Invicti und Medusa, außerdem 130+ Harringtons. Das macht zwischen 600 und 800 SD-Ps jetzt. An CLACs gibt es 100+ Minotaurs und Chimeras, dazu 30+ Covingtons und 40+ Aviarys. Dazu kommen jetzt 220+ Saganamis, 80+ Agamemnons, 12+ Nikes, 196+ Avalons, 83 Valiants, 40+ Rolands. Dann die graysonitischen Gegenstücke, die Paul von Tarsis (Roland), Disciple (Avalon), Burleson (Saganami), 7 Glorys (Valiant), 40+ Courvosiers II.

Das ist - etwaige Verluste eingerechnet, die Zahlen aus House of Steel sind abgeglichen mit HH13 - grob geschätzt die aktive moderne Allianzflotte. Die wird durch Moriarty und Mycroft zu großen Teilen freigesetzt. Vor allem die mittelschweren und leichten Einheiten. Selbst nur die Hälfte offensiv eingesetzt brennt sich durch alles durch, was die Sollys haben, es sei denn, die setzen darauf, dass den Allianzschiffen die Munition ausgeht, bevor alle SLN-Schiffe Schrott sind! Aber die modernen Verbände können wir für das Thema getrost ignorieren, die sind ja für Offensivoperationen und in geringer Stückzahl immer noch den Schutz der Hauptwelten. Hinzu kommt das havenitische Bauprogramm, das auf Hochtouren läuft.

Aber jetzt wären da noch mindestens 60 Reliants, vielleicht noch 40 Homers, 60 bis 80 Warlords und Sultans, 40+ Courvosier I. Dann knapp 400 konventionelle Zerstörer aller Klassen und die 19 Wolfhounds allein bei der RMN. Verluste eingerechnet um die 200 DDs/CLs/CAs bei der Haven Navy. 50 Star Knights dürften auch noch da sein, nicht vergessen das Dutzend Jason Alvarez der GSN. Die verbliebenen Apollos sind auch noch da und werden eingesetzt. Auch hier grefen Moriarty und Mycroft, zumindest was die stationären Wachverbände angeht. Natürlich werden weiterhin mobile Verbände benötigt, um Patroullien durchzuführen und solche Dinge. Aber es werden signifikant mehr Schiffe mobil sein, die reinen Wachflotten "zuhause" in der Republik und dem SKM müssen also weniger kopfstark sein.


Wo besteht jetzt bitte Bedarf für "Garnisonsschiffe" auf Notlösungsbasis für ein lausiges Dutzend Systeme, wenn man sämtliche konventionellen Einheiten vom DD bis zum CA sofort verschrotten und zehntausende Besatzungsmitglieder freisetzen könnte (was man nicht tun wird, die kann man ebenfalls weiterhin einsetzen, bis man moderne Einheiten als Ersatz hat) und dann immer noch 220 konventionelle Schlachtkreuzer, die für die Angriffsoperationen eher dritte Wahl sind, zusammen mit fünf Frachterladungen Gondeln auf zu schützende Systeme verteilen könnte? Nehmen wir auch da nur ein Viertel, dann ist das immer noch ein halbes Geschwader pro System plus ein paar Reserveschiffe. Wenn die Allianz bei ihrer Operation auf 48 veraltete Schlachtkreuzer angewiesen ist, dann kann sie auch gleich aufgeben.


Was die Strategie gegen die Liga angeht: Ja, die Allianz muss da einige harte Schnitte durchführen. Aber die strategisch wichtigen Werften liegen in gerade mal einem Dutzend solarischer Kernsysteme. Die Schlachtflotte liegt ebenfalls in den Kernsystemen konzentriert. Es geht darum diese großen Schiffsbauzentren zu zerstören, dazu die Schlachtflotte. Dann noch die größeren Schlachtkreuzerverbände der Grenzflotte. Ebenso identifiziert man die "Think Tanks", sprich die Anlagen von Technodyne und ähnlichen Konzernen und nimmt die auch auseinander. Niemand redet davon, alle 40.000 Zerstörer und Kreuzer zu finden und aufzureiben. Es geht darum, eine Schockwelle durch die Liga zu senden und ihr die Fähigkeit zu nehmen, innerhalb kürzestmöglicher Zeit mit dem Bau von SD-Ps und CLACs zu beginnen, während man selbst wie ein Weltmeister baut, was nur geht.
Dafür reicht die moderne Flotte mehr als aus. Die nehmen die Werften nacheinander aufs Korn und machen es wie Tourville bei Zanzibar II - rein, aktive Verbände zusammenballern, raus, Rendevous mit Frachtern voller Gondeln, aufmunitionieren, rein, weiterballern. Sobald alles aktive Schrott ist - CLACs rein, Shrikes los, alles inaktive der Altmetallverwertung zuführen. Das Spiel wiederholen sie dann bei den anderen Systemen. Fertig.Währenddessen konzentrieren sich die vorhandenen manticoranischen Werftleute auf den Bau moderner Kreuzer und die Ausbildung, während Haven die SD-Ps im Akkord baut.

Die RMMN-Frachter, die durch Laocoon "arbeitslos" geworden sind - die können derweil Nachschub an die Front fliegen. Das können sie jetzt schon, ohne dafür umgebaut zu werden. Das haben sie auch schon während der Havenkriege gemacht, die ganzen Konvois bestanden aus zivien Frachtern, die vom Transportkommando gechartert waren. ;)


Worauf ich unterm Strich hinauswill ist einfach, dass es sich die Allianz nicht leisten kann, Mannstunden in zwei oder drei Dutzend "Garnisonsschiffe" zu stecken. Denn jede Mannstunde, die in die gesteckt wird, ist eine Mannstunde, die beim Aufbau der Infrastruktur, bei der Ausbildung und beim Kriegsschiffneubau fehlt. Sie haben so viele "alte" Schiffe, die sie in der Offensive nicht oder nur begrenzt einsetzen können, dass es mehr Sinn macht, die halt zeitweise zu Systemschutzaufgaben heran zu ziehen (wobei ich glaube, dass sie in Frontnähe eher Saganamis abstellen und die alten Pötte in Haven und Silesia lassen) und in der Zeit schnellstmöglich moderne Einheiten bauen, um die alten dann zu ersetzen. Da macht eine "Zwischenlösung für zwei Jahre" keinen Sinn, weil sie die wichtigen Projekte entsprechend um Monate verzögert.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Isvarian« (3. Februar 2016, 08:42)


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Mittwoch, 3. Februar 2016, 22:37

Na dann hat sich DW allerdings wenig Gedanken gemacht :)
Wenn man wichtige, d.h. bemannte Räume möglichst an die Enden des Frachters packt, dann ist das "dämlich", weil man damit gut einen Kilometer Längsgänge belüften muss... gleiches gilt für die Frachträume, selbst wenn man nur 5 mio t Fracht aufnehmen kann, ist eine Klimatisierung Wahnsinn. Dann lieber raumfeste Container...
Die Anordnung aller wichtigen Systeme an der Oberseite/Rücken des Frachters macht Sinn...

zu A) Modularität existiert heute schon in Form von Sektionsbauweisen, Deckshäusern, Kreuzfahrtkabinen, Maschinenräumen und Antriebssystemen (Pods). Wenn Manticore die Vorteile einer eigenen Stansartisierung von Frachträumen, Fracht- und Baumodulen aufgegeben hat... bittesehr. nur ziemlich unlogisch für Kapitalisten ala Hauptmann und Co. Der Vorteil ist nämlich, dass durch Normgrößen die Kalkulationen vereinfacht werden... dass man be- und Entladevorgänge effizienter automatisieren und damit die Liegezeiten reduzieren kann. Ein Frachter, der stillsteht, kostet Geld, insofern ist auch der Kommentar hinsichtlich der Masquerades und ihrer Module nicht nachvollziehbar. Gerade die 20ft-Standartisierung hat die Globalisierung erst ermöglicht, warum in aller Welt sollte man 1900p.d. anfangen, wieder Kaffeesäcke einzeln einzuladen? Zumal ja bereits bei Tremaine und Harkness diee Frachtboxen druckfest versiegelt waren.

zu B) jemals auf einem Kriegsschiff gewesen? Die Teile sind voll bis Oberkante Unterlippe, ein Frachter (zivile Platznutzung) ist dagegen Luxus pur. Genauso mit den Unterkunftsbereichen, da waren in den 80igern bei den Händlern bereits 2-Mann-Kajüten im Bau, die Marine hat sich da grad widerwillig von den 80 Mann Decks der Zerstörer verabschiedet und ist auf moderate 16 runter. Zumal die Volumina für Unterkünfte sowieso ambivalent beschrieben werden: Einerseits kleine Kommandantenkajüten, andererseits ganze Sporthallen, wie sie noch nicht mal ein Kreuzfahrer oder CVN hat.

zu C) Die Einhorngürtelwerften von Hauptmann werden nicht erwähnt, sondern immer nur die drei Orbitalplattformen... Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es darüber hinaus keine nennenswerte Lager- und produktionsinfrastruktur extraplanetar geben soll, zumal zumindest Hephaistos immer als "zu klein" und "ständig im Ausbau" erwähnt wird. Zu kleine/auszubauende Infrastruktur ist teuer, die Manties sind Kapitalisten, also wird sich jemand finden, der billige Infrastruktur anbietet.

zu D) Muss nicht sein, aber bei den Abmessungen eines Frachters und angesichts der anderen Volumenfresser ist Platz für 800 Mann ein eher marginaler Punkt. Wichtig sind Ausrüstungs- und Trainingsanlagen, aber selbst die nehmen weniger Volumen ein als 2-4 LACs.

Zum Szenario: Warum heulen dann alle von Elisabeth bis Pritchard über die Größe der SL? Mit 2-4 SD(P) kann man jedes beliebige System der SL schrotten... d.h. Jeder SD(P) der Allianz muss 3-4 Systeme "Besuchen" und die Liga ist im A*sch. Die CLACS, BC,CA und dergl. behält man zurück zum Systemschutz, da SLN-BCs ja schon mit Mk16G zum Platzen gebracht werden können... Solange kein Mittel gegen die Spiders gefunden wird, sind SD und dergl. ja auch in der Systemverteidigung nutzlos, also warum zum Teufel ziehen die SD nicht los? Macht zwar die Spannung kaputt, aber so ist Krieg nun mal. Die Allianz hat neben der technologischen Überlegenheit auch die nötigen Zahlen an Großen Kriegern, die das hinkriegen können. Dann muss man sich auch keine Gedanken um den eigenen Beifang, also alles ab BC abwärts machen, da der ja allein schon entweder abhauen oder draufhauen kann (zB wie in Saltash). Wenn die Zahlen so sind, wie du schreibst, dann ist Robbenbabies keulen regelrecht anstrengend im Gegensatz zum "Krieg" gegen die SL...

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Donnerstag, 4. Februar 2016, 08:36

Naja auf deine Frage warum die wegen der größe rumheulen,
Als erstes ja die Allianz schrottet jede SD der Sollis, aber das Hauptproblem ist ja die Munition. Sprich du schickst 4 SDs in ein Sollysystem und da steht mehr rum als du Munition hast bist du auch am Arsch. Desweiteren wenn du deine Flotte so aufteilst, ist sie monate lang unterwegs und das in so kleinen Gruppen, wenn denn mal was großes kommt kannst du nicht darauf reagieren . Und die Allianz weiß das es noch eine andere Bedrohung gibt die ihnen bereits im Heimatsystem den Arsch aufgerissen hat und die Forschungstechnik dicht dran ist.

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Donnerstag, 4. Februar 2016, 09:22

1. Auch ohne Apollos (also mit den alten Mk23 und sogar Mk16G) kann die Allianz allen Sollieschiffen den Tag verderben. Selbst Havens Raketen sollten da ausreichen und deren Kapa ist nicht zerstört.
2. Hat man sich vorsorglich das Wurmlochnetzwerk geschnappt, was zumindest für einen Großteil der SL ausreicht...
3. Wenn man die Spider erstmal orten kann, dann reicht auch die übliche Systemverteidigung. Die Manties selbst wissen, dass die MAN sehr wenige Schiffe hat, so dass weitere Raids erstmal ausbleiben bzw. nur sehr punktuell erfolgen können. Solange man sie nicht orten kann braucht man die SD(P) auch nicht zurückzuhalten, die sind da reine Deko

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Freitag, 5. Februar 2016, 18:36

Ja, David Weber hat sich bei den Frachtern etwas wenig Gedanken gamcht, wobei der zentrale Laderaum durchaus Sinn macht. Und was die Belüsftung angeht, ist das eigentlich gar nicht soooo schlimm. Vorne den Impellerraum, dann oben hintereinander die ganzen Mannschaftsräume, das Kraftwerk und dann hinten der achtere Impellerraum. Das past - eigentlich - schon. Ein Frachter hat ja nicht nur Brücke, Kabine und Leitstand. Letzten Endes wäre das mal ein Projekt für BuNine, sich die Dinger richtig auszudenken.


Zu A) Ja, es gibt Modularität. Aber auch heute tauscht man nicht mal eben das halbe Schiff aus. Man kann Computer austauschen, Türen, alles kein Problem. Aber sobald es an die Struktur geht, muss der Pott in die Werft. Und das ist eben die Cruxx. Mit der notwendigen Infrastruktur könnte die Allianz alles Mögliche gleichzeitig machen. Aber sie hat sie eben nicht und braucht alle verfügbaren Werften für die bestehende Flotte.
Und natürlich benutzen die Frachter im Honorverse standardisierte Container für die Fracht. Wir reden aber von einem Umbau des Frachter selbst und wie gesagt, da stopft man nicht einfach mal ein paar Module in den Frachtraum und sagt "So, das ist jetzt ein Hilfskreuzer". Wäre es so einfach, dann hätten sie es bei der Wayfarer auch gemacht.

Zu B) Ja, ich war schonmal auf einem Kriegsschiff. Und ja, ich weiß, wie voll gestopft die sind. Gerade deshalb frage ich mich langsam, wo das alles unterkommen soll, was du in dieses Garnisonsschiff stecken willst. Das ist nur so und so lang, so und so breit und so und so hoch.
Ich habe einfach die ebenfalls komplett ungepanzerte Wayfarer vor Augen, bei der der ganze schöne Platz eben nur für 12 LACs, 180 Gondeln, 20 Raketenwerfer und 16 Graser reichte, dazu 26 Antiwerfer und 34 Cluster. Übrigens dauerte der Umbau eines einzigen Caravans zum Wayfarer-Kreuzer bei intakter manticoranischer Schiffsbau-Infrastruktur mindestens sechs Monate. Soviel zur manticoranischen Modularität. Ist wohl doch nicht so einfach.
Okay, du lässt die Breitseitenwaffen weg, aber dafür erhöhst du die Tonnage für LACs um mal eben 500 Prozent, steckst mehr Gondeln rein - gut, Flatpacks sind effizienter, aber dennoch verbrauchst du mindestens genau soviel Platz. Die Anzahl der Abwehrwaffen dürfte höher ausfallen, weil die SLN Gondeln nutzt und es wäre grob fahrlässig, darauf zu bauen, dass die nicht mit Reichweitensteigerung kommen (man nehme zwei Trebuchets, schraube sie aneinander und fertig ist eine krude, aber nutzbare Zwostufenrakete mit ordentlich Reichweite. Und wenn sie drei aneinanderschrauben, wirds richtig interessant. Mit Gondeln geht alles). Die internen Magazine sind wesentlich größer, weil du die Gondeln nachfüllen willst, bei 200 Gondeln (ohne Apollo) reden wir von 2000 Mark-23-Raketen in den Gondeln, dazu mindestens ein Nachladesatz, das sind nochmal 2000 intern. Hast du mehr als 200 Gondeln an Bord, was sich eigentlich empfiehlt, es sollten 250 bis 300 sein, erhöht sich der Bedarf an Platz und Reserveraketen entsprechend. Aber schon bei 200 Gondeln plus ein Nachladesatz hat der Pott mal eben 80 Prozent der Gondelmunition einer Medusa dabei, kann aber nur die Hälfte direkt nutzen... hat er 250 Gondeln plus Nachladesatz sind wir bei 100 Prozent mit gleichem Defizit.
Dazu kommt das Bergungs- und Nachladesystem. Vom "suboptimalen" Auswurfsystem, das seitlich versetzt sein muss wegen des achteren Impellerraumes, fange ich gar nicht erst an. Dann die Werkstätten, die Magazine für die LACs, die Materialarsenale für die Garnisonstruppen, die Hangars mit allem Zubehör, die Brennstofftanks für zwei Reaktoren (mit erhöhter Ausdauer? )... nicht zu vergessen die Besatzung: Keine 3000 wie bei der Wayfarer, aber allein schon 720 Mann für die LACs plus Hangarpersonal, dazu Platz für Garnisonstruppen und außerdem noch die Navy-Besatzung für die ganzen Spielsachen (oder sollen die LAC-Besatzungen nebenbei noch das Schiff bedienen, wenn sie nicht in den LACs Schlachtkreuzer "brawlen"? ). Bei aller Automatisierung, mit Platz für unter 1200 bis 1500 kommst du nicht weg! Dann bräuchte der Pott eigentlich zwingend Apollo, sonst verbraucht er seine Munitionszuladung innerhalb kürzester Zeit und belastet die Nachschublinien... und warum auf diesen gewaltigen Vorteil verzichten? Dann FTL und militärische Sensoren, Seitenschildgeneratoren, Bug- und Hechschilde (gerade wenigstens die Schilde sind bei einem ungepanzerten Schiff Pflicht! Sonst haut der erste Zufallstreffer das Ding achtkantig aus den Latschen)... wo soll das alles hin?

Zu C) Es heißt immer "Die Industrie des Manticore-Systems wurde durch den Wolf gedreht". Natürlich heißt das nicht, dass jedes Fitzelchen zerschrottet wurde. Aber was ich mir vorstellen kann ist, dass die Hauptmann-Werften jetzt als Notwerft für die RMN herhalten müssen, während die Werkstattsschiffe die Raketenfabrikation mühsam laufen lassen.
Und auch "Die Manties sind Kapitalisten" zieht nicht. Das gesamte Schiffsbaugeschäft liegt in den Händen weniger Kartelle und Konzerne und die RMN hat deren Kapazitäten schon bis zum maiximal möglichen gemietet. Deswegen konnten die Graysons ja im jelzin-system Frachter für Hauptmann bauen - weil im Manticore System keine einzige Bauslip mehr verfügbar war.
Und die Infrastruktur, die man braucht, um Raumschiffe zu bauen, ist alles, aber nicht "billig". Deswegen gibt es ja nur so wenige Schiffsbaukartelle.

Zu D) Siehe B. Du hast allein schon 720 Mann für die Besatzungen der LACs. Die restlichen 80 Mann warten alle 72 LACs, rollen Gondeln, bedienen die Stationen und halten die Reaktoren am Laufen? Respekt!


Zum Szenario: Sie heulen nicht über die Größe der SL, sie heulen darüber, was die SL wegen dieser Größe anstellen wird, wenn man ihr die Zeit dafür lässt. Denn die SL ist immer noch das größte, reichste und stärkste Gebilde im bekannnten Raum. Wenn man ihr also die Zeit lässt, die ganzen Denkfabriken anzuwerfen und in Ruhe nachzudenken, dann kommt die sehr schnell auch mit den ganzen tollen Spielsachen und vielleicht noch ein paar hässlichen Eigenideen... und dann braucht sie dank ihrer Wirtschaftskraft nicht lange, um vorbei zu ziehen und sich zu revancieren... das ist die Gefahr.
Deswegen ist ein Waffenstillstand und Frieden ja auch keine Option mehr, denn die Liga ist nachtragend wie ein Elefant. Das hat Harrington ja auch klargestellt: Selbst wenn die Liga jetzt zähneknirschend ihre Schwäche eingesteht und sich auf eine dipolomatische Lösung einlassen würde, würde sie das nur tun, um Zeit für die Nachrüstung zu gewinnen. Denn die solarischen Eliten können nicht hinnehmen, dass jemand sich ihnen widersetzt, das kommt in ihrem Weltbild und Veständnis über die Funktion des Universums nicht vor. Die würden jetzt zum Schein einknicken und in wenigen Jahren käme die modernisierte SLN und würde Donnerkeil mal eben wie eine Kneipenschlägerei aussehen lassen.
Die Liga hat das Personal von mehreren tausend Superdreadnoughts herumsitzen, hat die größte und stärkste Wirtschaft des bekannten Universums mit tausenden Entwicklungsbüros, eine Bevölkerung, die in die viele Billionen geht und noch mehr Billionen von Credits in der Tasche... wenn die aufwacht (ist sie schon halbwegs) und loslegt, dann ist es vorbei!

Das ist der Grund, warum die Allianz jetzt alle verfügbaren Ressourcen in den Wiederaufbau in Manticore und Jelzin stecken und die Wurmlochbrücken blockieren, während Haven weiter auf Hochtouren SD-Ps baut. Es geht jetzt schon darum, die solarische Wirtschaft zu treffen, damit die Sollys damit beschäftigt sind, die Folgen abzufangen.


Nachtrag:
1) Ja, auch Havens Raketen reichen aus, ich glaube, Earl meint das Problem der Munitionszuladung an Bord der SD-Ps. Aber da hilf wie gesagt die "Tourville-Taktik" von Zanzibar.
2) Das Netzwerk erschließt einen großen Teil der SL, richtig. Deswegen ist es so wichtig für Handel und Militär. Aber dennoch dauern viele Reise nach wie vor Wochen - aber eben nicht Monate oder Jahre. Wobei das Hauptstück in der Alten Liga spielen wird, denn dort sitzt die Schlachtflotte. Womit wir beim Beowulf-Terminus wären.
3) Seit wann weiß die Allianz, dass die MAN wenig Schiffe hat? Weil OysterBay nicht auch Haven getroffen hat. Bring mich mal bitte auf den aktuellen Stand, ich erinnere mich nicht mehr daran, wo das zur Sprache kommt. Mein Wissensstand ist, dass die Allianz zwar dank Simoes einiges über den Spinnenantrieb erfahren hat, aber ansonsten praktisch nichts über das Alignment oder die MAN weiß. Nebenbei sind die Detweilers in Konstruktion, das mit den wenigen Schiffen ändert sich bald.
To strive, to seek, to find, and not to yield.

Mein Handeln ist nicht hochgradig vorschriftswidrig. ICH bin hochgradig vorschriftswidrig.

Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von »Isvarian« (6. Februar 2016, 11:27)


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Samstag, 6. Februar 2016, 18:44

Ich fange mal unten an:

MAN-Kapazität: Darüber wurde in Nachbesprechung der Mantie-Führungriege zu Oysterbay spekuliert... Die entsprechende Vermutung kam dort von White Haven und wurde von Caparelli/Givens nicht widersprochen.

Ich ziehe den ganzen Vorschlag zurück... nicht weil ich ihn für undurchführbar (oder unnötig) hielte, sondern weil ich vermute, dass der Gott aus der Maschine zuschlagen wird. Angesichts der Zahlen, insbesondere bei SD(P) und den startegischen Planungen/Abschätzungen wundere ich mich enorm, warum nicht schon 1/3 den Schritt durch den Knoten gemacht haben und die Welten des Kerns in die Steinzeit bomben. Mit Filaretas Ableben ist die strategische Bedrohung der Allianzwelten durch die SLN auf Null gesunken... und einer zeitnahen Wiederholung von Oyster Bay kann die Allianz sowieso nur wenig entgegensetzen.

Insofern ist die Darstellung seltsam: In Landing redet man über "interplanetares Flächenbombardement" und gleichzeitig "muss" Admiral Henke für ihren Vorstoss nach Mesa so tun, als müsste Elisabeth sie im Zweifelsfalle opfern^^ Oder auch: Bei Buttercup oder nochmehr bei Raupenfrass war man skrupellos bereit, Garnisionen und Infrastruktur des Gegners zu zerbomben, jetzt gegen die SL übt man sich in Zurückhaltung... passt nicht. Je Größer der Gegner, desdo härter muss man zuschlagen, wenn man die Initiative erringen und halten will. Gegen Haven, ein Gegner der halbwegs auf Augenhöhe war, hatte man damit kein Problem (Haven andersrum übrigens auch nicht, siehe Beatrice). Nur gegen die SL, wo die Reisezeit das größte Hindernis ist, hält man sich über Monate zurück? Obwohl die Entsendung Filaretas eine deutliche Kriegserklärung war? Gleichzeitig reagiert man nur auf Hilferufe aus den Protektoraten, obwohl man dort selbst gut aktiv neue "Brandfackeln" werfen könnte? Irgendwie überzeugt mich das nicht und steht auch nicht in einer Reihe mit den strategischen Grundsätzen, die DW in anderen Werken bisher hat anklingen lassen. Wird wohl langsam alt und weich^^